Im neu eröffneten Hotel Santre nahe Brixen dreht sich alles um die NĂ€he zu den GĂ€sten: Auch die hochwertige KĂŒche wurde so designt, dass interessierte Blicke auf die Speisenzubereitung und die Kommunikation mit dem Chef und seinem Team jederzeit möglich sind.
In St. AndrĂ€ bei Brixen in SĂŒdtirol ging gerade das neue Hotel Santre â dolomythic home an den Start. Sein Name setzt sich aus dem Standort (San fĂŒr Sankt AndrĂ€) und der Tatsache zusammen, dass es von drei (italienisch: tre) BrĂŒdern betrieben wird. Diese banden fĂŒr das Projektmanagement, die Gesamtrealisierung und das damit einhergehende Kostenmanagement das Team von Le.Wi Consult aus Brixen ein. Gemeinsam mit dem KĂŒchenplanungsbĂŒro H44-Team und dem erfahrenen KĂŒchenchef Simon Hentrich waren sie auch fĂŒr die KĂŒchenplanung verantwortlich. Sowohl Le.Wi Consult als auch das PlanungsbĂŒro H44 sind FCSI-Mitglieder.
FamiliengefĂŒhrtes Hotel
Hoteliersfamilie Goller setzte mit dem Bau des Santre neue MaĂstĂ€be in der Region. GefĂŒhrt wird das Hotel von Alex, Andreas und Christian Goller, unterstĂŒtzt von den Eltern Albin und Sigi Goller. WĂ€hrend Christian sich der Administration widmet, setzen Alex und Andreas ihren Fokus auf das operative Business. Andreas hat sich vor allem der Gastronomie verschrieben und gilt auch als exzellenter Weinkenner.
Von mediterraner bis regionaler KĂŒche
Abends erwarten die GĂ€ste im Restaurant drei verschiedenen MenĂŒs. "Wir bieten ein mediterranes MenĂŒ an, das natĂŒrlich auch einen SĂŒdtiroler Einschlag hat, ein veganes MenĂŒ und ein klassisches, bei dem wir stark auf regionale Gerichte setzen, beispielsweise auch einmal Kalbskopf anbieten", erlĂ€utert KĂŒchenchef Simon Hentrich. Mittags können die GĂ€ste Ă-la-carte-Gerichte im Bistro-Stil bestellen. Auf die in manchen Betrieben noch angebotene sogenannte Dreiviertel-Pension mit Mittagsjause wird bewusst verzichtet. "Sie wird ohnehin von den meisten Betrieben gerade wieder abgeschafft", weiĂ Wilfried Lechner von Le.Wi Consult. In StoĂzeiten werden abends bis zu 150 Essen serviert. Ist das Hotel stark ausgelastet, können GĂ€ste auf Wunsch auch in der SĂŒdtiroler Stube mit KachelÂofen Platz nehmen, ansonsten lĂ€sst sich diese fĂŒr private Feiern oder als separater Raum fĂŒr Gruppen nutzen. Die TĂŒr in die SĂŒdtiroler Stube stammt dabei aus dem Bauernhaus der GroĂeltern Goller, die InnenvertĂ€felung ebenfalls aus einer alten Scheune von der heimatlichen Hofstelle. Ein groĂer glĂ€serner und temperierter Raum, unterteilt in die Bereiche WeiĂ- und RosĂ© sowie Rotweine, beeindruckt nicht nur durch die Vielfalt seiner insgesamt 4.500 Positionen, sondern dient gleichzeitig als Raumteiler zwischen Restaurant und Buffet. An das Restaurant schlieĂt sich ein verglaster Weinprobierraum mit einem groĂen Tisch aus Kastanienholz als weiteres Highlight an. In dem dahinter liegenden AuĂenbereich wurden Teile des beim Aushub beseitigten Felsens integriert. An die felsige Entstehungsgeschichte des Hotels erinnern verschiedene Stilelemente, darunter auch der Pass zur KĂŒche.Offner Blick in die KĂŒche
Von ihm aus bietet sich den GĂ€sten ein offener Blick in die KĂŒche, die an den hinteren Teil des Restaurants angrenzt und direkt neben dem Buffetbereich fĂŒr das FrĂŒhstĂŒck platziert wurde. Von der KĂŒche aus lassen sich so beispielsweise frisch zubereitete Eierspeisen ĂŒber den Pass direkt an die GĂ€ste reichen. AuĂerdem können die Köche direkt von der KĂŒche aus â also quasi von hinten â die glĂ€sernen Vitrinen des Buffetbereichs öffnen und sie immer wieder frisch mit MĂŒsli oder Obstsalat bestĂŒcken. Dies nimmt den Service-KrĂ€ften beim FrĂŒhstĂŒck einen Teil der ÂArbeit ab. Mittags oder abends fungiert der lange Tisch, der morgens als BuffetflĂ€che dient, als sogenannter "Chefs Table" als Platz fĂŒr kleinere besondere GĂ€stegruppen oder Feiern mit bis zu zehn Personen. Dieser Part des Restaurants lĂ€sst sich durch einen Vorhang vom Ârestlichen Restaurant abtrennen. Wenn das Buffet Âgeöffnet ist, verschwindet der Vorhang in einem unauffĂ€lligen Kasten. "Die offene KĂŒche gibt den GĂ€sten nicht nur einen Einblick in die Zubereitung der frischen Gerichte, sondern ermöglicht ihnen auch stets die Kommunikation mit dem KĂŒchenteam", erlĂ€utert Wilfried Lechner. Jederzeit im Blickfeld der GĂ€ste zu sein stellt selbstverstĂ€ndlich auch einen höheren Anspruch an das Erscheinungsbild des sechsköpfigen Köche-Teams. Es erhielt â wie alle anderen Mitarbeiter auch â speziell designte Uniformen, das heiĂt, in diesem Fall modische dunkelblaue Kochhosen und -jacken aus einem besonders atmungsaktiven und pflegefreundlichem Material.KĂŒche als Eyecatcher
Die KĂŒche selbst ist ebenfalls ein Eyecatcher: mittig prangt der in einem Materialmix aus gebĂŒrstetem Edelstahl und Black Inox gehaltene Induktionsherd. Als weitere KĂŒchengerĂ€te stehen dem Team ein Salamander, zwei Konvektomaten, ein Brotbackofen und ein Sous-Vide-Garer zur VerfĂŒgung. In einer Nische der KĂŒche, deren WĂ€nde in Gold gehalten sind, steht als Besonderheit ein mit Holzkohle geheizter Josper-Grill. "Wir wollen damit nicht nur ĂŒber unsere Auswahl regionaler Zutaten, sondern auch bei der Zubereitung zum Ursprung zurĂŒckkehren", erlĂ€utert Simon Hentrich. Gleich nach der Eröffnung konnte das Team des Santre zeigen, dass sich KĂŒchen- und Gastronomieplanung auch in StoĂzeiten bestens bewĂ€hren. "In der ersten Woche hatten wir rund 70 HausgĂ€ste, in der zweiten waren wir ausgebucht", berichtet Andreas Goller. Das Konzept des Hotels ist ein Ganzjahreskonzept. Im Sommer bietet sich SĂŒdtirol fĂŒr eine Vielzahl von Outdoor-AktivitĂ€ten an, im Winter lockt das nur einen Kilometer entfernte Skigebiet Plose. Und sollte das Wetter einmal nicht ganz so mitspielen, lĂ€sst es sich vortrefflich im groĂzĂŒgigen Wellnessbereich des Santre relaxen.Dieser Beitrag könnte Sie auch interessieren:






