Hoteltest Fürstenhof Celle Hotel flop, Gastronomie top

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Konstruktive Kritik gehört seit jeher zum journalistischen Credo von Top hotel. Nobeldomizile, die sich als hochpreisige Repräsentanten der Spitzenhotellerie betrachten und für die Branche Vorbildfunktion haben, stehen im Mittelpunkt des anonymen ­Luxushoteltests. Diesmal nahm unser Tester den Fürstenhof Celle unter die Lupe.

MO. 26/09, 15:13; Reservierung

Das Gespräch mit Frau S. verläuft freundlich und informativ. Die Mitarbeiterin weiß gut über die verschiedenen Zimmer und Kate­go­rien zu berichten. Bei der Wahl zwischen Classique, Superior und Deluxe rät sie mir sehr eindringlich wegen der angenehmeren Größe zur besten Kategorie. Die Preise bewegen sich zu dieser Zeit von 140 bis 220 Euro, zwischen Einzel- und Doppelzimmer ergibt sich eine durchschnitt­liche Abweichung von 25 Euro. Als ich Frau S. auf die deutliche Diskrepanz von 40 Euro zwischen den von ihr genannten Preisen und denen im Internet auf der Hotelseite hinweise, meint sie, dass Buchungen im Internet immer günstiger wären – ohne weitere Begründung. Bei vielen Reservierungsgesprächen wird an dieser Stelle eingelenkt und der gleiche Preis akzeptiert – hier nicht. Auch sonst herrscht ­wenig Flexibilität, eine Reservierung ohne Frühstück ist nicht möglich. Ich buche ein Deluxe-Zimmer für 210 Euro pro Nacht inklusive Frühstück.
Wertung: befriedigend

MI. 05/10, 14:36; Check-in

Ich muss mich selbst um meinen Koffer kümmern, ein Gepäckträger existiert in diesem Haus offenbar nicht. Auch bei anderen Gästen ist das zu beobachten, denen ebenfalls niemand zur Hand geht. Dies ist auch deshalb ärgerlich, weil ich mit dem schweren Koffer noch Treppen zu überwinden habe – auf Zimmer 202 führt kein Lift und der jungen Mitarbeiterin ist ein solches Krafttraining nicht zuzumuten. Mein Anmeldezettel ist nicht vollständig ausgefüllt, obwohl alle Daten bei der Reservierung übermittelt wurden und vorliegen. Ich werde von Frau S. nicht gefragt, ob ich eine gute Anreise gehabt habe, man verzichtet auf jeglichen höflichen Small Talk und geleitet mich gleich aufs Zimmer. Mir wird lediglich mitgeteilt, wo und zu welcher Zeit das Frühstück einzunehmen ist, ansonsten gibt es für den Gast keine Informationen.

Die beiden Mitarbeiterinnen sind keineswegs unfreundlich, aber unzureichend geschult. Auch einen schönen Aufenthalt wünscht mir niemand von den zwei zu dieser Zeit aktiven Rezeptionistinnen. Fatal ist auch das Reklamationshandling: Als ich an der Rezeption bei den Mitarbeiterinnen nachfrage, ob ich nicht ein anderes Zimmer bekommen könnte, meinen beide nur ­lapidar, dass die Situation in den anderen Zimmern auch nicht besser sei – nirgendwo befänden sich demnach Schubladen. Zudem seien die anderen Zimmer – bis auf die Suiten – noch kleiner als meines. Allein dieses Vorgehen ist schon unprofessionell, man hätte mir in jedem Fall andere Zimmer zeigen und es mir selbst überlassen sollen, ob ich dann noch einen Wechsel wünsche – zumal das Hotel nicht ausgebucht ist. Darüber hinaus wird mir zum Geschehen kein Wort des Be­dauerns entgegengebracht.
Wertung: ungenügend minus

Zimmer 202

Ich habe ein Deluxe-Zimmer reserviert, mithin die höchste der drei Kategorien. Etwas irritiert frage ich wegen der mangelnden Größe und Ausstattung nach, ob es sich auch wirklich um das richtige Zimmer handelt. Die junge Mitarbeiterin erklärt mir, dass dies bereits das Upgrade auf eine Suite sei. Kaum zu glauben, eine richtige Suite besteht in der Regel aus einem Schlaf- und einem Wohn- oder Arbeitsbereich, dies hier aber ist ein ganz normales Zimmer. Es ist natürlich keine ­Suite, nicht einmal eine Junior-Suite. Gäste, die so ­eine Fehlinformation erleben, müssen sich ziemlich veralbert vorkommen.

Aber auch das Deluxe-Zimmer fällt alles andere als groß aus, wobei die niedrigen Decken und die matte Ausleuchtung aufs Gemüt schlagen; der Baum vor der Balkontür schluckt zudem viel Tageslicht. Das Zimmer ist stickig, die Luft tro­cken. Es wurde auf den ersten Blick ordentlich gereinigt übergeben, wirkt aber nicht mehr ganz taufrisch – Schrammen an Zimmer- und Badezimmertür, Tisch, Schrank und Spiegel sind deutlich zu erkennen. Hinzu kommen ­Gebrauchsspuren an Handgriffen und der Tischplatte. Zudem sind auf den zweiten Blick genügend Stellen auszumachen, die von einer Reinigung ausgelassen wurden: Telefonhörer, Heizung, TV-Rückseite und die Wand hinter dem Fernseher. Ein Begrüßungskärtchen der Direktion fehlt, sollte aber in besseren Hotels und Luxuszimmern eine Selbstverständlichkeit sein. Auch Blumenschmuck ist nicht vorhanden. Die Obstschale besteht aus drei Früchten, das Messer ist kein richtiges Schälmesser, aber noch akzeptabel. Teller für das Obst und die Abfälle wurden nicht platziert, es liegt lediglich eine Serviette bereit. Die Gratisflasche Wasser ist angenehm, doch gehört es sich, Gläser dazuzustellen. Da im Zimmer nur Wein- und Biergläser vorhanden sind, muss ich diese erst bei der Rezeption ­bestellen.

Das wuchtige Mobiliar macht das Zimmer noch enger. Dunkle Farben und fehlende Ausleuchtung lassen zudem keine freudige Stimmung aufkommen. Der Schrank wurde mit ausreichend Holzkleiderbügeln bestückt, es fehlt jedoch gänzlich an Schubladen und Stauraum, was für ein Hotel dieser Klasse blamabel ist. Der große Minisafe befindet sich in einer Höhe, die für hochgewachsene Gäste angenehm ist, für kleinere Menschen aber zu einem Problem werden kann. Das Message-Licht gibt an beiden Telefonen Signal, was aber keine Bedeutung hat. Der Hinweis in der Hoteldirectory, dass man die Taste mit dem Briefumschlag zur Abfrage betätigen soll, läuft ins Leere, weil es eine solche am Telefon nicht gibt. Das rote Signal lässt sich nicht abstellen und stört in der Nacht.
Das TV-Programmheft ist mit dem Anreisetag aufgeschlagen und auch eine Kanalliste ist vorhanden, jedoch funktioniert die TV-Fernbedienung nicht. Besser präsentiert sich da die Internetverbindung, die auf Anhieb zustande kommt, wenngleich die Leitung eher langsam ist. Die Einwahl selbst verläuft nicht über das Hotel, sondern über die Telekom und ihre nervig langen Codewörter. Der Schreibtisch ist ausreichend groß, die Steck­plätze befinden sich auf Höhe der Schreibplatte.

Das Bett ist stattlich und für das Zimmer schon überdimensioniert, die Matratzen und Kopfkissen fallen sehr weich aus. Gäste, die stabile Bettverhältnisse schätzen, bietet das nur sehr bedingt Schlafkomfort. Dabei sind die Matratzen keineswegs alt und auch sonst hygienisch in einwandfreiem Zustand. Das schwere Daunenbett ist eher für kalte Wintertage ausgelegt. Die Minibar ist durchschnittlich ausgestattet, es wird kein Champagner oder Sekt offeriert. Die vier Gläser sind in akkuratem Zustand, bei keinem Produkt ist das Verfallsdatum erreicht. Bier (0,33 l) kostet 4,20 Euro, Wasser (0,25 l) liegt bei 3,80 Euro. Die Balkonschiebetür lässt sich sehr schwer und umständlich handhaben, was zu einem Dauerärgernis führt. Auf dem Balkon befindet sich lediglich ein Tisch, Stühle fehlen. Das wirkt lieblos und dem Gast gegenüber sehr unaufmerksam, zumal auf dem Nachbarbalkon zwei Stühle vorhanden sind. Der riesige Baum wächst geradezu in den Balkon hinein. Dadurch klafft in der Balkonabsperrung ein zu großes Loch, durch das Kinder oder kleine Hunde leicht fallen könnten.

Positiv: Im Zimmer liegen Speisekartenauszüge der Restaurants und ausreichende Lektüre an Hochglanzmagazinen aus. Ansonsten fehlt es aber an persönlicher Note oder gar individuellen Ideen. Der Raum ist weder schick noch besonders stilvoll, vielmehr von biederer Bescheidenheit, hier Landhausstil genannt. Vor allem lassen Ausstattung und Komfort in Relation zur Luxus-Kategorie zu wünschen übrig.
Wertung: mangelhaft

Badezimmer

Das Bad erscheint wie aus den 1960er-Jahren: sehr klein, nüchtern und uncharmant. Darüber kann auch die einsame und etwas gerupfte Rose nicht hinwegtäuschen. Die ungenügende Optik wäre allein schon ein Grund für einen Zimmerwechsel, doch sind ­neben Enge und niedriger Decke noch andere negative Punkte zu registrieren: Bidet, Telefon und Lautsprecher fehlen, die Guest-supplies sind von durchschnittlicher Qualität und stark parfümiert. Es existiert nur ein Waschbecken, dessen Perlator am Wasserhahn gereinigt werden müsste. Zudem ist keine Duschkabine vorhanden, die Badewanne wurde mit einer Handbrause und einer kleinen Trennwand ausgerüstet.

Die recht hohe Wanne sollte unbedingt einen Haltegriff bekommen, ansonsten könnten leicht versicherungsrelevante Fälle auftreten. Gerade ältere Menschen, die zum Klientel des Fürstenhofs gehören, vermögen der Badewanne nur unter Anstrengung zu entsteigen. Der Haartrockner liegt zwar leicht in der Hand, gehört aber durch seine stets gedrückt zu haltende On-Taste nicht zu den beliebten seiner Art. Das Bad hat weder Fens­ter noch Ablüftung; nach der Zimmerreinigung hält sich der Essiggeruch hartnäckig.
Der kleine Gitterabfluss im Boden wirkt wie aus vergangenen Tagen – wie viele Ringe mögen darin verschwunden sein? Sicher nicht auf der Höhe der Zeit sind auch die beiden Starkstromstecker neben dem Waschbecken. Dort baumelt der Haartrockner an einem Haken. Ferner kollidieren Schrank- und Badezimmertür ständig. Letztere lässt sich zudem nicht verschließen. Wie wichtig dies sein kann, erlebte ich bei einem anderen Test, wo der Etagenkellner die Ausgangstür mit der Badezimmertür verwechselte und dort auf meine badende ­Begleitung traf. Es liegen genügend Handtücher in verschiedenen Größen sowie Bademantel und Bade­schlappen bereit. Die Ausleuchtung ist gut, der Wasserdruck ebenfalls. Die Ablagefläche ist ausreichend. Das Bad wurde gut gesäubert übergeben. Dennoch ist dieses Bad keinem Gast zuzumuten und gehört unverzüglich renoviert und umgebaut.
Wertung: sehr mangelhaft

16:19; Foyer-Bar

Die attraktive Lobby fungiert je nach Tageszeit als Café oder Bar, dessen Service flink und freundlich arbeitet. Der zu heiß zubereitete und damit »verkochte« Cappuccino mit porösem Schaum und Bitternote ist stark verbesserungswürdig. Gut: Gleich vier Plätzchen werden zum Heißgetränk serviert. Bei einem weiteren Besuch wird der schon etwas matte und nicht mehr frisch moussierende Spumante in einem »Reklame«-Glas mit Champagner-Werbeaufdruck ausgeschenkt. Zum einen sieht dies nicht schön aus, zum anderen fühlt sich der Schaumwein in der Enge des Glases nicht wohl. Am Nachbartisch sehen die großen Gläser viel animierender aus.
Wertung: noch ausreichend

Wäscheservice

Auf dem Bett hinterlasse ich für den Abendservice im Wäschesack ein Hemd zum Bügeln und ein weiteres für die Wäsche. Das Bügelhemd liegt nach dem Abendessen in meinem Zimmer – gut behandelt auf einem Holzklei-derbügel unter Cellophan (4,50 Euro). Das Wäschehemd befindet sich nach wie vor im Wäschesack auf dem Zimmer – nicht mehr auf dem Bett, sondern neben dem Schreibtisch auf dem Boden. Es wurde nicht unbedingt vergessen, wie sich am nächs­ten Tag herausstellt. Die Mitarbeiterin vom House­keeping wusste nicht, wie sie es behandeln sollte, weil beim Formular ein Kreuzchen bei »waschen« fehlte. Dennoch hätte das Housekeeping gleich am Abend nachfragen können und das leicht als ­Wäschehemd zu erkennende Textil nicht einfach liegenlassen dürfen. Das Hemd wird noch am gleichen Nachmittag bestens behandelt retourniert (5,50 Euro).
Wertung: noch gut

18:12; Restaurant »Palio«

Die Mischung aus Taverne und Trattoria ist optisch und inhaltlich hervorragend gelungen. Das Lokal wurde toskanisch rustikal, einladend und heiter gestaltet. Durch die offene Showküche erscheint alles noch handfester und authentischer. Das Lokal verbreitet vom ersten Augenblick an eine entspannte Beschwingtheit, die sich viele Lokale wünschen würden – auch italienische. Das Besondere ist, dass der Küchenchef und die Servicebrigade keine Italiener, sondern Deutsche sind. Der Service agiert sehr freundlich und beratend, zudem offensiv im Interesse des Hotels verkaufend – aber keineswegs aufdringlich. Nicht die männlichen, sondern die weiblichen Mitarbeiter könnten entspannter, fröhlicher, italienischer und temperamentvoller auftreten. Sie arbeiten bei aller Freundlichkeit zu formell, was auch noch vom steifen Hoteldress gefördert wird. Das Entree hätte besser ausfallen können: Ich werde von einer Mitarbeiterin verhalten freundlich begrüßt und zu einem Tisch verwiesen. Zu diesem Zeitpunkt – und auch während meiner gesamten Anwesenheit – wären durchaus noch einige andere Tische frei gewesen und man hätte dem Gast eine Wahl lassen sollen. Dies ist aber auch schon der einzige kleine Fehler in diesem ansonsten äußerst angenehmen und vollends überzeugenden Restaurant.
Speise- und Getränkekarte werden umgehend vorgelegt, die erste »Versorgung« kommt sehr schnell.

Die Grissini schmecken wie frisch gezogen, außerdem tragen schmackhafte Brotauswahl, sehr gutes Olivenöl und eine Thunfischsoße mit Kapern zur guten Einstimmung bei. Auf der Weinkarte stehen Flaschen der gefälligen und gehobenen sowie der bezahlbaren Mittelklasse, aber keineswegs anspruchslose Tropfen. Der konsequente Einsatz ausschließlich italienischer Weine trägt stark zum eigenständigen Charakter und eindeutigen Profil bei. Auf der Speisekarte weckt jede Position Lust, zumal man merkt, dass diese ­Küche nichts mit dem beliebigen Italiener an der Ecke gemein hat und eine ganz eigene Handschrift trägt. Es wird die Cucina Casalinga gepflegt, die traditionelle Landküche der Hausfrauen. Die Pansooti-Pasta »Contadina« (Teigtaschen bäuerlicher Art) ist gefüllt mit einer schön würzigen Farce aus Perlhuhn, Morcheln und Salami und schwimmt in einem deftigen Sud. Die Pasta wurde perfekt gegart und hat eine geschmeidige Konsistenz. Sehr gut geraten ist auch die Linguine mit Thunfischtatar und eingelegten Oliven. Ein weiteres Highlight: die geschmorte Frischlingskeule, deren saftige mürbe Scheiben eigentlich nur der Gabel und keines Messers bedurften. Dieses wonnige Gericht wird von einer aussagekräftigen Olivenpolenta, glasiertem Rosenkohl und Johannisbeerjus bestens begleitet. Fazit: Solche Italiener wünscht man sich in jeder Stadt.
Wertung: sehr gut

20:19; »Foyerbar«

Die Bar ist ein angenehmer Ruhepol, attraktiv gestaltet und mit ausreichend kommodem Mobiliar ausgestattet. Man sitzt gern hier – vor dem Essen, nach dem Essen und auch zwischendurch. Raucher müssen nicht vor die Tür und dürfen bleiben, was offenbar viele Gäste zu schätzen wissen. Nichtraucher müssen sich nicht belästigt sehen, denn die Lüftung funktioniert sehr effektiv, zumal auch durch die offenen ­Türen während des Test-Aufenthalts keine Kälte eindringt. Der dezente Chef-Barkeeper weiß angenehm zu beraten und blüht vor allem dann auf, wenn es um sein Lieblingsthema Rum geht. Diese Spezies wird in der Foyer-Bar mit Leidenschaft gepflegt: Zwischen 70 und 80 Sorten stehen bereit, darunter Raritäten und selten zu bekommende Flaschen aus Panama, Nepal und Venezuela. Ein Ereignis ist der »Goslings Family ­Reserve« von den Bermudas, ein im Eichenfass gereifter Premium-Rum mit Aromen von Karamell, Vanille, Rosinen und Tabak. In dieser kultivierten Bar sind auch andere Spirituosen wie Whisky gut vertreten – doch die Besonderheit sind die enormen und gut auf der Karte beschriebenen Rumsorten. Dass es auch einen »Ratzeputz« gibt, mag überraschen, doch dieser hochprozentige Kräuter-Likör (58 Prozent ­Alkoholgehalt) stammt nun einmal aus Celle. Es ist beinahe schon angenehm, dass in dieser klassischen Bar der szenige und allenthalben auftauchende Trend-Drink »Hugo« nicht einmal mit Namen gekannt wird. Dafür hat man die Evergreens gut drauf: »Singapore Sling«, »Margarita« und »Planter’s Punch«. Als Gast bleibt man jedenfalls gern länger als man sich vorgenommen hat.
Wertung: sehr gut

»Grotte«

Erst an der Bar erfahre ich von der Existenz eines historischen Kellers im Fürstenhof, der für Musik-Abende und andere Ereignisse genutzt wird. Die »Grotte« ist ein sehr atmosphärischer Ort, den man als Gast gesehen haben sollte. Leider wird dieser aber im Hotel selbst offenbar nicht ausreichend kommuniziert. Während des Test-Aufenthalts findet ein bemerkenswertes Jazz-Konzert statt.

Hotel-Tester enttarnt?

An diesem Abend geschieht viel Ungewöhnliches – es geht ein Ruck durchs Hotel, nicht wenige Mitarbeiter wirken wie ausgewechselt. Erhöhte Aufmerksamkeit allenthalben. Ich fühle mich zeitweise mitten im Loriot-Sketch »Schmeckt’s«. Plötzlich werde ich mit Namen angesprochen, selbst von der abendlichen Housekeeping-Mitarbeiterin, die bis dahin nicht einmal mein Gesicht wahrgenommen hat. Im Handumdrehen stehen Wassergläser auf dem Zimmer und Stühle auf dem Balkon, zudem liegt ein Begrüßungskärtchen der Direktion auf dem Tisch. Für zwei Zigaretten in der Bar wird der Aschenbecher dreimal ausgewechselt. Bedarf es noch mehr Indizien?

Turndownservice

Die üblichen Handreichungen: Bett abdecken, Vorhang zuziehen, Betthupferl und Frühstückskarte platzieren. Darüber hinaus aber wird auch ein Kärtchen mit der Wettervorhersage aufs Bett gelegt. Merkwürdig und vollkommen abwegig: Mein Nassrasierer wurde ins Zahnputzglas neben die Zahnbürste gestellt.

DO. 6. Oktober, 8:30; Weckruf

Der Wake-up-call fällt pünktlich und nach Lehrbuch aus: Die Mitarbeiterin stellt sich mit Namen vor, wünscht einen guten Morgen und nennt die Uhrzeit. Ich werde persönlich mit Namen angesprochen, außerdem wird mir noch ein zweiter Weckruf sowie ein Kaffee oder Tee aufs Zimmer angeboten. Der Weckruf am nächsten Morgen erfolgt genau in der gleichen Form.
Wertung: sehr gut

Morgenzeitung

Der Wunsch nach der Morgenzeitung hätte gleich beim Check-in abgefragt werden sollen, kommt aber erst am Abend zur Sprache. Man gibt mir jegliche Auswahl – ich hätte gern die »FAZ«, erhalte am nächs­ten Morgen aber »Die WELT«. Ebenso am Tag darauf, obwohl die »FAZ« im Haus durchaus als Lektüre zu haben ist.
Wertung: befriedigend

9:16; Frühstücksbuffet

Die Begrüßung ist freundlich, am Eingang liegen ausreichend Zeitungen bereit. Das Buffet wird sehr attraktiv im Gourmetrestaurant »Endtenfang« auf schönen Holztischen präsentiert. Auch die einzelnen beschriften Positionen sind besonders appetitlich angerichtet – alles macht Lust. Neben dem Obstsalat gibt es Ananas, Grapefruit, Orange und Kiwi in angenehm mundgerechten Stücken. Cerealien sind ausreichend vorhanden, ebenso Joghurt und Quark. Speisen im Chafing Dish gibt es grundsätzlich nicht, alle Eierspeisen, aber auch Nürnberger Würstchen und Pancakes, werden à la minute zubereitet.

Gleich zur Begrüßung und noch bevor sich die Gäste am Buffet orientieren, wird eine hübsche Etagere mit Lachs, Aufschnitt und Scheibenkäse serviert – Speisen, die es so nicht am Buffet gibt. Gut für die Gäste, doch bleibt bei solchen Angeboten erfahrungsgemäß viel zurück. Auch hier im Fürstenhof wird die Etagere nur halbwegs konsumiert und der Rest landet im Abfall – schlecht fürs Hotel. Butter, Brot, Brötchen und Croissant stehen bereits am Tisch. In einem stattlichen Rollwagen sind Antipasti aus gebratenen Auberginen, Zucchini und Pilzen sowie Tomaten mit Mozzarella, Oliven und Gurken von guter Machart zu bekommen. Die gut sortierten Käse sind ebenso unter Verschluss wie die hervorragende Auswahl an Büsumer Krabben, Matjes- und Heringsalat, Krabbensalat, Forelle und Lachs mit Dill (dazu Meerrettich, Creamcheese).

An der Auswahl der Wurstprodukte merkt man, dass man sich im ­Norden aufhält. Besonders hervorzuheben sind Rot-, Leber- und Mettwurst. Brot- und Brötchen sind mehr als ausreichend und in guter Qualität vorhanden; tadellos fallen auch Marmeladen, Konfitüre, Honig sowie Gebäckstücke aus, so beispielsweise die Mini-Vanille-Muffins. Zu loben ist auch die Getränkeauswahl. Auf der Karte werden frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte offeriert und nicht erst auf Nachfrage. Dem Apfelsaft aus Granny Smith merkt man seine Aromenfrische an, zudem wird er mit Rühr-Stick serviert. Am Buffet stehen zusätzlich noch Säfte und Milch, stilles und sprudelndes Wasser. Im Eiskühler wartet obendrein ein Prosecco. Die Tee-Auswahl ist mehr als ausreichend, wobei die Sorten auf der Karte anregend erklärt werden. Auch wird er korrekt serviert: Der Tee-Einsatz wird noch nicht ins Kännchen mit heißem Wasser gesetzt, sondern separat gereicht, ein Abstellbehälter für den Einsatz wird platziert. Die Mitarbeiter agieren sehr aufmerksam, ­informativ und freundlich.
Wertung: sehr gut

Housekeeping

Im Grunde wurde gute Arbeit geleistet: Abfallkörbe sind geleert, verbrauchte Artikel und benutzte Handtücher erneuert. Die großen schweren Deko-Kissen wurden jetzt ganz entfernt – was auch richtig erscheint, weil dafür kein Platz im Zimmer ist. Von fünf Markierungen im Bad wurden drei entdeckt, mithin ist an diesen Stellen gereinigt worden und an den anderen nicht. Dennoch ist das Zimmer insgesamt wieder in einem sehr guten Zustand. Allerdings wird Essig zum Reinigen benutzt – ein Geruch, der lange und stark im Badezimmer wahrzunehmen ist und von den wenigsten Gästen geschätzt wird.
Wertung: noch gut

14:38; Etagenservice

Ich bestelle Ravioli Palio mit Kalbfleisch, Spinat, Parmesan Reggiano und Salbeibutter als kleine Portion für 9,50 Euro sowie ein Glas Prosecco. Der Roomservice ist von 10:30 bis 23 Uhr aktiv, von 23 bis 6 Uhr sind nur noch vier Kleinigkeiten zu bekommen. Die meisten Gerichte sind italienischer Art und kommen aus der Küche des »Palio«. Alle Abteilungen im Haus laufen über die Rezeption, Roomservice und ­Housekeeping haben keine eigene Ruftaste. Die freundliche Mitarbeiterin sagt mir eine Servierzeit von rund 30 Minuten an. Deutlich unter dieser Zeit bringt mir ein sehr freundlicher Mitarbeiter die Bestellung auf einem Tablett und richtet das Essen auf dem kleinen Zimmertisch an, wo alles gerade eben so Platz findet. Neben den gewünschten und sehr guten Ravioli gibt es zusätzlich hausgemachtes Focaccia mit ­äußerst leckerem Thunfischsoßen-Kape-Dip, eine Extraschüssel mit frisch geriebenem Parmesan sowie eine Flasche mit ausgezeichnetem Olivenöl. Auch an eine Rose zur Dekoration und den Abräumhinweis – mündlich und schriftlich – wird gedacht. Der Etagenkellner verabschiedet sich freundlich.
Wertung: sehr gut

Sicherheitsaspekte

Versuche, an meine Zimmernummer zu kommen, scheitern am Personal. Auch Verwechslungen mit dem Zimmerschlüssel gibt es nicht, stets wird auch der Name mit der Zimmernummer verglichen. Die Fluchtwege sind gut erkennbar, auch abends. Bei verschiedenen ­Inspektionen versperren keine Hindernisse die Fluchtwege.
Wertung: sehr gut

Flure, Aufzüge, Treppen

Flure und Aufzüge führen ein geradezu unscheinbares Leben und bieten auch kaum Platz für großartige Dekorationen, allerdings sind sie gut in Schuss. Weit wichtiger erscheinen die Treppen, die zu einigen Zimmern führen. Vor allem das Gepäckgeschleppe dorthin erweist sich als mühsam. Der Abstieg mit Gepäck könnte sogar gefährlich werden, da nur ein Handlauf vorhanden ist. Wer seinen Koffer in der rechten Hand trägt und sich mit der Linken abstützen will, um die Balance zu wahren, könnte sehr leicht ins Stolpern geraten.
Wertung: bedenklich

Außenansicht

Das Hotelensemble ist ein optisches Juwel, so etwas pflegt man mit besonderer
Hingabe. Der Außenbereich ist während des Aufenthalts picobello, auch der herbstliche Garten.
Wertung: sehr gut

Wellness

Die Beauty-Abteilung ist wahrlich keine Schönheit, sondern erscheint eher wie ein ­kleines Nagelstudio mit schmalen Kabinen als Anhängsel. Die Preise für Kosmetik und Behandlungen sind zwar moderat, doch wirkt hier nichts wirklich einladend. Als ich um 17:41 Uhr ins Schwimmbad möchte, ist das Becken von einer Seniorinnengruppe komplett belegt – auf solche Kurse von offenbar externen Gästen sollte hingewiesen werden. So fühle ich mich als Hotelgast regelrecht ausgegrenzt.
Wertung: mangelhaft

Bankett

Über die verschiedenen Möglichkeiten an Veranstaltungen, Banketten, geschäftlichen Meetings und private Feiern wird sehr gut, animierend und informativ auf der Webseite des Hotels informiert. Von den stilvollen historischen Salons bis zum 333 Jahre alten ­Palais-Gewölbe stehen verschiedene atmosphärisch einzigartige Räumlichkeiten zur Verfügung. Die auf der Seite eingestellten Bilder vermitteln ebenfalls einen sehr positiven Eindruck. Außerdem werden gleich Menüvorschläge gemacht und Preise genannt. Interessenten können sich bequem und ausführlich im Vorfeld informieren und dann letzte Abstimmungen persönlich treffen. Die schriftlichen und telefonischen Kontakte mit der Veranstaltungsabteilung verlaufen professionell, freundlich und zuverlässig.
Wertung: sehr gut

Lost & Found

 

 

Liegengelassene Kugelschreiber und andere »vergessene« Utensilien werden mir vom sehr aufmerksamen Personal sogleich hinterhergetragen.
Wertung: sehr gut

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter fallen weitgehend als wachsam und engagiert auf. Sie grüßen freundlich und sprechen mich oft – aber nicht zu oft – mit Namen an. Eine Schwachstelle ist ausgerechnet die Rezeption, der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Hotels. Dort trifft man auf Mitarbeiter, die unzureichend geschult sind und teilweise völlig falsche Auskünfte geben. Vorbildlich: Ein sehr präsenter und allgegenwärtiger Hoteldirektor findet immer Zeit für seine Gäste und ein paar freundliche Worte. Er strahlt gute Laune und Einsatzfreude aus.

19:02; Restaurant »Endtenfang«

Das Restaurant erreicht ohne Prunk und Pomp eine stilvolle Eleganz und strahlt gediegene Behaglichkeit aus. Man fühlt sich sogleich gut aufgehoben, wozu auch ein freundlicher Empfang beiträgt. Die Aperitif-Beratung fällt so animierend aus, dass man kaum ablehnen kann. Wichtig ist, dass gleich verschiedene schäumende Weine im großen Kühler stehen – vom deutschen preiswerten Sekt bis zum kostspieligen Spitzenchampagner Dom Pérignon. Das schafft durchaus Vertrauen beim Gast, weil nicht nur vermeintlich Teures zu haben ist. Da die Offerten jedoch wechseln, liegt keine gedruckte Aperitifkarte mit Preisen vor. Dem Gast bleibt deshalb nichts anderes übrig, als zu fragen – was nicht jeder gern macht, vor allem wenn er jemanden einlädt. Hier könnte man als Restaurant deutlicher werden und entsprechende Annoncen machen, um negative Überraschungen zu vermeiden – immerhin kostet ein Gläschen Dom Pérignon 32 ­Euro. Restaurantleiter und Sommelier S.W. schafft auf kluge Weise den Spagat zwischen den Interessen des Hotels und den Erwartungen des Gastes. Er überzeugt durch fundierte Beratung, was den Konsum erfahrungsgemäß deutlich anhebt. Die Wein­- karte ist international angelegt, hat aber ein Gesicht, wobei Deutschland, Frankreich und Italien dominant sind. Die Weine sind handverlesen und im Angebot stehen auch die Jahrgänge, die jetzt am meisten Freude beim Trinken machen. Offene Weine sind nicht gelistet, man muss also dem Rat des Sommeliers vertrauen – auch was die Preis­- gestaltung anbelangt. Nachdem dieser den Geschmack des Gastes ausgelotet hat, sucht er zu jedem Gang glasweise den passenden Wein aus – mit bravourösem Ergebnis. Die Weine sind zu diesem komplexen Essen sehr feinfühlig gewählt, was man selbst in Top­hotels nicht allzu oft erlebt. Auch sonst tritt der Service, allen voran Mitarbeiter P.B., sehr freundlich, aufmerksam und engagiert auf – ich fühle mich rundum bestens betreut, dabei nie observiert oder gar überversorgt.

Die Brotauswahl wird nicht überstrapaziert, was kein Fehler ist, denn die Gäste sollen sich daran nicht satt essen. Die Amuse bouche sind gut, verraten aber noch wenig von der Qualität und Finesse der Küche. Küchenchef Hans Sobotka (1 Stern im »Michelin«, 17 Punkte im »Gault Millau«) kann ebenso gut moderne Haute Cuisine wie feinen Landhausstil auf den Teller bringen. Auch abends gibt es ein etwas deftigeres Landhausmenü, außerdem wird für zwei Personen ein Entenmenü offeriert. Die Menüpreise der Hochküche mit ihren Spitzenprodukten bewegen sich zwischen 84 und 118 Euro, die ländlichen Menüs von 41,50 bis 56 Euro. Beim Menü »Degustation« und dem »Menü du Jour« sind die Gänge auch einzeln zu bekommen.

Die Kombination Hummer und Tatar mag eigenwillig erscheinen, ist in der Hochküche jedoch nicht ungewöhnlich. Das rote Hummerteil sitzt auf einem weißen Dick­milchturm, dessen Inneres mit Tatar gefüllt ist, eskortiert durch Avocadocreme. Die differenzierten Geschmacksnuancen gehen elegant ineinander über und finden zu einer Einheit. Das Verdienst der Küche ist zudem, dass dieses Gericht ohne jede Schwere zubereitet wird. Expressiv und auch bildlich von Strahlkraft ist das ganze gebackene Hühnerei in roter Hülle mit einem Hauch von Rauchaal und schwarzer Rollgerste, wobei der grasgrüne und wunderbar aromenintensive Petersiliensud ­alles krönt. Extravagant wird die Auster mit Royale de Foie gras belegt und mit Saft von Roter Bete unterlegt, der dazugehörigen gut gegarten ­Jakobsmuschel verhelfen Erdnusscrumble zu mehr Ausdruck. Der in Entenschmalz gegarte Loup de Mer mit Haselnussbröseln und feinen Blumenkohlscheiben schmeckt durch seine etwas andere Zubereitungsart kraftvoller. Ein absoluter Höhepunkt ist die schmelzige ­Gänseleberscheibe mit Schokokrokantkruste auf hoch raffinierten Mango-Teegelee und Schaum von Ginger Ale. Klassik im allerbesten Sinne erlebe ich beim Lammrücken »Orloff« mit Trüffeljus und Zwiebelmousse sowie Kürbis süß-sauer. Die Portionen sind so angenehm bemessen, dass man sich auch bei mehreren Gängen nicht füllig fühlt.
Die Leistungen im Restaurant »Endtenfang« stehen noch über einer Bewertung mit »sehr gut«, weil das Gesamtpaket aus erstklassiger Küche, hervorragender Servicebetreuung und adrettem Ambiente
großartig ist.
Wertung: ausgezeichnet

Schuhputzservice

Ich stelle die Schuhe zunächst nur auf das dafür vorgesehene Tablett, um es später nach dem Abendessen vor die Tür zu stellen. Doch der Abendservice hat die Arbeit schon früher erledigt – die Schuhe stehen blitzblank gereinigt bereit.
Wertung: sehr gut

FR. 07/10, 9:39; Etagenfrühstück

Ich bestelle das Landhausfrühstück (Etagenaufschlag 4 €), das innerhalb der versprochenen 20 Minuten serviert wird. Die beiden sehr freundlichen Mitarbeiter sind mit zwei Tabletts angerückt, ein Servierwagen kann wegen der Treppen nicht eingesetzt werden. Der Service deckt den kleinen Tisch auf dem Zimmer ein, auf dem danach nicht einmal mehr ein Blumenschmuck Platz hätte – und vielleicht auch deshalb fehlt. Die schmucke Etagere ist gut gefüllt mit Wurst, Aufschnitt und Käse – alles tipptopp. Die Auswahl an Brot und Brötchen plus Croissant ist sehr gut. Der Tee wird frisch auf dem Zimmer eingegossen. Das große Sortiment an Zuckern und Süßstoff dazu wäre für den Grünen Tee nicht nötig gewesen. Es wurde an so viele nette Kleinigkeiten gedacht (Rühr-Stick zum frisch gepressten Grapefruitsaft, verschiedene Löffel zu den Konfitüren), doch das Salz fehlt – ausgerechnet, denn das Rührei schmeckt völlig fad. Bis das Salz aufs Zimmer gebracht würde, wäre das Ei kalt, weshalb eine Nachbesserung ausbleiben muss. Immerhin bringt der gutgemachte Speck etwas Würze. Für eine Person ist das Frühstück sehr großzügig bemessen.
Wertung: gut

12:28; Check-out

Mir wird ein Info-Ausdruck der Rechnung vorgelegt, der korrekt ist, das Original erhalte ich gemeinsam mit den Einzelbelegen in einem Briefumschlag (Gesamtrechnung: 888,33 Euro). Zunächst fragt mich die Mitarbeiterin nach dem aktuellen Minibar-Konsum, danach, ob alles in Ordnung gewesen sei. Ich lobe die Gastronomie und trage meine Kritik an Zimmer und Bad vor. Die Mitarbeiterin macht sich Notizen. Man wünscht mir zum Abschluss noch eine gute Heimreise. Gestern hieß es an der Rezeption noch, dass es keinen Limousinentransfer vom ­Hotel zum Bahnhof gäbe und ein Taxi gerufen werden müsste. Jetzt ist es plötzlich möglich. Der sehr freundliche Chauffeur kümmert sich um das Gepäck und geleitet mich bis zu meinem Abfahrtsgleis. Für den Transfer wird nichts berechnet.
Wertung: sehr gut

Bilanz

Im Grunde ist der Fürstenhof ein gastronomisches Unternehmen mit Betten. Es gibt gleich zwei erstklassige Restaurants sowie eine gut geführte Bar unter einem Dach. Auch das Frühstück zeigt kulinarisch Profil. Das Hotel als Herberge vermag mit all diesen Glanzleistungen nicht mitzuhalten, das Testzimmer ist als mangelhaft zu betrachten, das Bad noch schlechter zu bewerten. Solche Zimmer gehören nicht in die Luxuskategorie und eine entsprechende Preiskalkulation. Viele andere als das Testzimmer sind noch kleiner und weisen eine ähnliche Ausstattung auf. Als Hotel konnte der zur Althoff-Gruppe gehörende Fürstenhof kaum überzeugen, als gastronomisches Unternehmen präsentiert er sich erstklassig.

Gesamteindruck: 60 %
Testurteil: befriedigend

100-81 sehr gut;   80-61 gut;   60-41 befriedigend;   40-21 mangelhaft;
20-0 ungenügend. Der Gesamteindruck ist nicht das arithmetische Mittel;
die Check-Bereiche sind unterschiedlich gewichtet!