Aus 25 Bewerbungen hat die Fachjury des Hotel Design Awards zehn Finalisten ausgewählt. Die Preisverleihung findet am 20. April beim 196+ Forum in Mailand statt.
Der Wettbewerb, der sich als führende Auszeichnung für Architektur und Design in der europäischen Hotellerie positioniert, hat in diesem Jahr Einreichungen aus 13 Ländern erhalten. Unter den zehn nominierten Hotels stammen drei aus Deutschland, zwei aus Frankreich sowie jeweils eines aus Italien, Luxemburg, Norwegen, Österreich und der Schweiz. Bewerben konnten sich Hotels, die zwischen Oktober 2024 und März 2025 in Europa fertiggestellt und eröffnet wurden. Der Wettbewerb richtet sich an Architekten, Betreiber, Designer, Eigentümer und Entwickler.
Christian Walter, Global CEO der PKF Hospitality Group und Vorsitzender der Jury, hob die Vielfalt der eingereichten Projekte hervor: „Der Hotel Design Award 2026 hat eine große Bandbreite hervorragender Einreichungen aus ganz Europa verzeichnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein kleines Landhotel oder ein großes Luxusresort handelt – entscheidend ist die kompromisslose Hingabe an herausragende Architektur, Innenarchitektur und Landschaftsgestaltung."
Geborgenheit als Gebot der Stunde?
Walter verwies zudem auf die gesellschaftliche Verantwortung der Branche und eine Grundsatzdebatte innerhalb der Jury: „Angesichts der herausfordernden Zeiten, mit denen wir globalpolitisch konfrontiert sind, hat die Jury darüber diskutiert, ob wir mehr Projekte brauchen, die ein Gefühl von Sicherheit vermitteln – oder mehr gestalterische Impulsgeber, die es wagen, zu polarisieren. Das Portfolio der Nominierten bietet herausragende Beispiele für beides.“
Die 10 nominierten Hotels im Überblick
- Casa Cook Madonna (Madonna di Campiglio, Italien)
- Huus Quell (Gonten, Schweiz)
- Kimpton Main Frankfurt (Frankfurt am Main, Deutschland)
- Lilloy Lindenberg (Bergen, Norwegen)
- Maison Heler Metz | A Curio Collection Hotel by Hilton (Metz, Frankreich)
- Palais Mailberger Hof (Wien, Österreich)
- Sax Paris, LXR Hotels & Resorts (Paris, Frankreich)
- Steigenberger Icon Europäischer Hof Baden-Baden (Baden-Baden, Deutschland)
- The Florentin by Althoff Collection (Frankfurt am Main, Deutschland)
- Villa Pétrusse (Luxemburg, Luxemburg)
Zu den Kriterien für die Preisvergabe gehören die Originalität des Architektur- und Designkonzepts, die architektonische Qualität von Gebäude und Fassade sowie die Gestaltung der Inneneinrichtung. Im Fokus stehe dabei der übergreifende Gestaltungsansatz und das damit verbundene Storytelling für ein überzeugendes Hotelkonzept.
Jury-Mitglied Erik Nissen Johansen, Eigentümer, Gründer und Creative Director bei Stylt Trampoli AB, ordnete das Niveau des diesjährigen Wettbewerbs ein: „Die diesjährigen Einreichungen hatten ein außergewöhnlich hohes Niveau. Als Juroren haben wir nicht zwischen guten und schlechten Projekten gewählt, sondern zwischen herausragenden Ideen mit sehr unterschiedlichen Stärken.“ red/sar