Die internationale Textilmesse ist in Frankfurt gestartet. Was Hoteliers und Ausstatter dort alles erwartet.
Die Heimtextil 2026 hat auf dem Frankfurter Messegelände begonnen. Fachbesucher aus Hotellerie, Handel und Objektplanung erwartet noch bis zum 16. Januar textile und nicht-textile Lösungen unter einem Dach – von Möbel- und Dekostoffen über Tapeten, Teppiche und Vorhänge bis zu Bettwaren und Matratzen. Neu in diesem Jahr: Ein überarbeitetes Hallenlayout, das für eine klarere Orientierung sorgen soll:
- Halle 3.0: Wandbekleidung, Teppiche, Sicht- und Sonnenschutz (Anbieter u. a. Marburger Tapetenfabrik, Paulig Teppichweberei, The Wallfashion House).
- Halle 3.1: Funktionale Objektstoffe, Leder und technische Fasern.
- Halle 4.1: Hochwertige Deko- und Polsterstoffe (Vescom, Manuel Revert, Edmund Bell).
Für den Hospitality-Sektor bietet der Bereich „Bed, Bath & Living“ in Hallen 5.0 bis 6.1 ein umfangreiches Sortiment: Bett- und Badtextilien, Tischwäsche, Decken und Accessoires für Hotels, Gastronomie und Pflegeeinrichtungen (Formesse, Lameirinho, Biederlack). In Halle 4.0 fokussiert sich „Smart Bedding“ auf Matratzen, Bettwaren und Kissen (Frankenstolz, Badenia, Hefel).
Das Segment „Carpets & Rugs“ belegt drei Hallen. Neu ist die Fläche „Flooring & Equipment“ mit Anbietern von non-textilen Bodenbelägen wie Zipse oder Welspun UK. Sie ergänzt das Angebot für die Objektplanung.
Interaktive Installation von Patricia Urquiola
Ein Messehighlight ist laut Veranstalter die Installation „among-all“ von Designerin Patricia Urquiola in Halle 3.0. Die Installation verbindet traditionelle und nachhaltige Materialien mit Künstlicher Intelligenz. Besucher können demnach den Raum durch ihre Bewegungen beeinflussen. Sensoren erfassen die Bewegungen, KI übersetzt sie in visuelle und räumliche Elemente. So werde Interaktion Teil der Gestaltung.
Urquiola will zeigen, wie Textilien als transformative Materialien wirken. Sie verbinden Handwerk, Struktur und Technologie. Ausgestellt werden Teppiche aus Produktionsresten, Skulpturen aus Orangennebenprodukten und hybride Gitterstrukturen. Auch bestehende Designs wurden weiterentwickelt. Begleitend gibt es geführte Touren und einen "Architonic Live Talk", bei dem der Designprozess erläutert wird.
Ausblick auf die Heimtextil 2027: Neues Format für Hoteliers
Für 2027 will die Heimtextil ihre Rolle als globale Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien weiter ausbauen. Parallel zur Messe entsteht Hospitality Interiors Europe (HINT), ein neues Format für Entscheider aus Hotellerie, Resort, Wellness & Spa, Extended Stay, Pflegeeinrichtungen sowie Interior-Architektur und Projektentwicklung.
HINT soll eine eigene Halle bespielen und Einrichtungskonzepte für hochwertige Hospitality-Umgebungen präsentieren. Ergänzt durch ein Kongressprogramm beleuchtet das Format zentrale Trends und Projektentwicklungen. Ziel sei, Austausch, Networking und Inspiration zu fördern. Bereits auf der diesjährigen Heimtextil ist Hospitality Interiors Europe mit einem eigenen Lounge-Areal vertreten, um erste Einblicke in die Zusammenarbeit zu geben. red/nz