Das Restaurant im Vier Jahreszeiten in Hamburg hat ein Makeover erhalten. Die Neugestaltung ist eine Hommage an die ursprüngliche Architektur von Emil Fahrenkamp aus dem Jahr 1926.
Nach langer Planung hinter den Kulissen und einer kurzen Umbauphase wurde der Grill im Hotel Vier Jahreszeiten feierlich wiedereröffnet. Bei der Renovierung stand die Erhaltung und behutsame Modernisierung der historischen Raumgestaltung von Emil Fahrenkamp (1895-1966) aus dem Jahr 1926 im Fokus. Das Ergebnis der Neugestaltung ist eine Hommage an den rheinischen Architekten.
Emil Fahrenkamp zählte in den 1920er Jahren zu den angesehensten deutschen Architekten der Neuen Sachlichkeit, einer Weiterentwicklung des Art Déco. Im Jahr 1926 entwarf der Architekt für die Familie Haerlin ein neues Restaurant im Hotel, das schon bald erfolgreich eröffnet wurde. Fahrenkamps Entwürfe zeichneten sich durch eine klare Formsprache, den Einsatz hochwertiger Materialien und die Liebe zum Detail aus. Die Einbindung verschiedener Kunsthandwerker, wie Tischler, Wandmaler, Glaskünstler, Metallbauer, Möbelmanufakturen und Bildender Künstler, entsprach dem künstlerischen Aufbruch der 1920’er Jahre. Die Neugestaltung des Grill knüpft an diese Tradition an. Sämtliche Möbel, Stoffe, Teppiche, Lampen sowie das Geschirr und Besteck wurden eigens von Manufakturen und kleinen Handwerksbetrieben angefertigt. Farben und Formen wurden auf Fahrenkamps Ideen abgestimmt, um eine harmonische Gesamtkomposition zu erschaffen.
Licht steht im Mittelpunkt
Im neuen Grill liegt ein besonderes Augenmerk auf der Lichtinszenierung. Kronleuchter und Licht-Mobiles, mundgeblasene und handgeschliffene Glaskunst sowie kunstvolle Metallelemente sollen eine besondere Atmosphäre erzeugen. Kugeln aus Bergkristall und Elemente aus handgefertigten Muranoglas bringen funkelnde Lichtpunkte auf die warmen Holzwände.
Ein weiteres Highlight ist eine neue Martini-Bar, die sich von dem Originalentwurf Fahrenkamps inspirieren lässt. Zudem ist ein Sea-Food-Display integriert, das eine erlesene Auswahl fangfrischer Fische, Austern und Krustentiere präsentiert.
Ovaler Salon als Kontrast zum Restaurant
Im Restaurant sollen kaukasischer Nussbaum, Farben wie Rostrot, Olivgrün und Taubenblau zusammen mit einem Kaminfeuer eine wohnliche Atmosphäre schaffen. Gleichzeitig präsentiert sich der benachbarte Ovale Salon als heller Raum in zarten Pastelltönen – eine bewusste Neugestaltung im Sinne Fahrenkamps. Eine umlaufende Wandmalerei im Ovalen Salon zeigt eine Welt, die vom Hamburger Feenteich inspiriert ist.
Neuer Restaurantleiter
"Unser Ziel ist es, unseren Gästen ein unvergleichliches kulinarisches Erlebnis in einem unvergleichlichen Ambiente zu bieten und ihre Erwartungen zu übertreffen", so Ingo C. Peters, geschäftsführender Direktor des Hotel Vier Jahreszeiten. Er freue sich auch sehr über den neuen Restaurantleiter José Luis de Castro dos Santos. Dos Santos arbeitete zuletzt im Grand Elysee und war bereits bis 2007 für fünf Jahre im Sternerestaurant "Haerlin" als Restaurantleiter tätig, insgesamt hat er ab 1996 für elf Jahre im Hotel Vier Jahreszeiten gearbeitet. red/sar