Gregor Andréewitch im Video-Interview Das Waldorf-Astoria soll "voll vom Standort profitieren"

Seit über 40 Jahren bereist General Manager Gregor Andréewitch für Hilton die Welt und zeichnet aktuell für das Waldorf Astoria Berlin verantwortlich. Über die Besonderheiten des Standorts City West und die Rolle des Luxushotels im Hauptstadtmarkt sprach Gregor Andréewitch im exklusiven Tophotel-Interview.

Tophotel: Herr Andréewitch, das Waldorf Astoria symbolisiert für Sie die ‚Renaissance West-Berlins‘ oder ‚die neue Mitte im Westen‘.

Gregor Andréewitch: Das ist richtig. Hilton eröffnete in Berlin nicht nur das erste Waldorf Astoria in Deutschland, sondern auch das europaweit erste Haus der Marke in einem Neubaugebäude. Die Entscheidung und der Mut, an diesem Standort ein neues Luxushotel zu bauen, förderte auch die Wiederbelebung der Gegend am Berliner Zoo. Während vorher die meisten Entwicklungen in Berlin Mitte stattfanden, haben sich während der Bauzeit des Hotels viele Investoren für Projekte in unserer Nachbarschaft entschlossen. Heute ziehen hippe Firmen aus Mitte hierher. Ich empfinde diesen Trend als eine große Bereicherung für den ehemaligen Westen der Stadt.

Als Sie 2013 in Berlin starteten, war die Gegend eine einzige Baustelle.

Es waren fünf Jahre mit Baustellen. Erst vor einem Monat wurden die letzten Straßensperren abgebaut und die restlichen Container mit den Baubüros abtransportiert. Nun endlich präsentiert sich die ganze Gegend neu.

Wie hat sich das alles auf Ihr Haus ausgewirkt?

Es ist schwer mit Zahlen zu belegen. Aber ich denke, dass die Baustellen und damit verbundene Unannehmlichkeiten wie Lärmbelästigung oder auch Sicherheitsaspekte manche Gäste davon abgehalten haben, bei uns einzuchecken. Speziell Celebrities und Weltstars aus Film und Musik konnten teilweise nicht bei uns übernachten, da vertraglich keine Baustellen in unmittelbarer Nähe ihrer Unterkünfte geduldet werden.

Wie wichtig sind prominente Gäste für das Waldorf Astoria?

Internationale Prominenz ist wichtig. Aber der größte Markt ist der deutsche. 60 Prozent unserer Gäste kommen aus der Bundesrepublik, der weitere Fokus liegt auf den USA, England, dem Mittleren Osten, Russland und Europa.

Was waren die wichtigsten Herausforderungen in den letzten fünf Jahren?

Wesentlich war natürlich, den Standort für eine Luxusmarke populär zu machen und die Marke Waldorf Astoria in Deutschland zu etablieren. Ebenso wichtig war es, ein Managementteam zu finden und zu formen, das die richtige Mischung aus Erfahrung, Expertise und Verständnis von Luxus mitbringt und eine offene und ehrliche Unternehmenskultur lebt…


Tophotel 1-2/2019

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