Restrukturierung Grandhotel Bad Pyrmont: Von der Eigenverwaltung in die Regelinsolvenz

Grund für die Insolvenz seien die stark angestiegenen Kosten für eine Modernisierung.
Grund für die Insolvenz seien die stark angestiegenen Kosten für eine Modernisierung. © DOC RABE Media

Das Hotel in Bad Pyrmont kämpft mit massiv gestiegenen Sanierungskosten. Das Insolvenzverfahren wurde inzwischen von der Eigenverwaltung ins Regelverfahren überführt.

Die Grand Hotel Bad Pyrmont Betriebs GmbH hatte am 6. Februar 2026 beim Amtsgericht Hameln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Inzwischen hat sich der Verfahrensweg geändert: In Abstimmung mit allen Beteiligten ist die Gesellschaft ins Regelverfahren übergegangen. Am 27. Februar bestellte das Amtsgericht Hameln Rechtsanwältin Karina Schwarz von der Kanzlei Schwarz Rühmland und Partner aus Hannover zur Insolvenzverwalterin.

Die Ursache für die finanzielle Schieflage liegt laut Betreibergesellschaft in der vor rund zwei Jahren begonnenen Sanierung des Gebäudes. Während der Arbeiten habe sich herausgestellt, dass die Erneuerung des Brand- und Schallschutzes in dem denkmalgeschützten Bau weitaus umfangreicher ausfallen musste als ursprünglich angenommen. Die tatsächlichen Kosten hätten die Kalkulation dadurch erheblich überschritten.

Insolvenzplan in Arbeit – Wiedereröffnung bleibt das Ziel

Derzeit werde ein tragfähiger Insolvenzplan erarbeitet. Die insolvenzrechtliche Beratung übernimmt das Team der Kanzlei Brinkmann und Partner unter Projektleitung von Diplom-Wirtschaftsjuristin Zekira Fuest. Auf betriebswirtschaftlicher Seite begleitet Nick Piepenburg von der Restrukturierungsberatung Turnaround Management Partners das Verfahren. Piepenburg hatte bereits im Vorfeld bei der Planung der Eigenverwaltung unterstützt. red/sar