Award Grand Prix 2025: Das sind die besten Tagungshotels

Grand Prix der Tagungshotellerie 2025
Die Gewinner und Kandidaten des Grand Prix der Tagungshotellerie versammeln sich vor dem Nouri Hotel in Bad Krozingen – ein starker Auftakt für einen Abend voller Inspiration und Auszeichnung. © Faye Schicht

Das Reiseportal Mein Tophotel hat zum 29. Mal herausragende Tagungshotels im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Das sind die diesjährigen Preisträger.

Die Top-Adressen der deutschen Tagungshotellerie wurden auch in diesem Jahr mit dem "Grand Prix" gewürdigt. Die feierliche Preisverleihung fand erstmals im Nouri Hotel in Bad Krozingen statt. Hotels aus Donaueschingen, Karlsruhe-Durlach und Soderstorf überzeugten die Jury und das Publikum gleichermaßen – mit starken Konzepten, professioneller Umsetzung und spürbarer Gastgeberleidenschaft.

Über die Sieger des Grand Prix entschied ein zweistufiges Abstimmungsverfahren: Zur Hälfte basierte das Ergebnis auf den Stimmen von rund 1.500 "Mein Tophotel"-Usern und Tagungsveranstaltern, ergänzt durch das Votum einer Fachjury, die die übrigen 50 Prozent der Bewertung ausmachte.

In diesem Jahr bestand die Jury aus Stephan Gingter, Geschäftsführer des BDVT – Berufsverbands für Training, Beratung und Coaching, Julian Gruber, Chefredakteur der Fachzeitschrift mep – internationales MICE-Business, sowie Jacqueline Schaffrath, Head of Mein Tophotel. „Die besondere Atmosphäre, die Herzlichkeit des Teams und das stilvolle Ambiente machen das Nouri Hotel zu etwas ganz Besonderem – genau der richtige Ort, um Exzellenz in der Tagungshotellerie zu feiern", betonte Schaffrath.

Aus der Zusammenführung der Punkte ergibt sich schließlich das Ranking in den drei Kategorien A – Tagungshotels bis 100 Zimmer, B – Tagungshotels mit 100 Zimmern und mehr sowie C – reine Tagungsstätten. Zur Wahl aufgerufen waren sowohl User der Plattform meintophotel.de als auch Tagungsveranstalter. Die Bewertung erfolgte zu gleichen Teilen durch ein öffentliches Online-Voting und eine Fachjury. In drei Kategorien wurden herausragende Häuser für ihre Qualität, Ausstattung und Tagungskompetenz ausgezeichnet.

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Gastgeber mit Haltung

Empfangen wurden die Gäste des Abends von Florina und Moritz Feninger, die Gastgeber des Hauses. In ihrer Begrüßung gaben sie Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Hotels und teilten persönliche Gedanken zur Entwicklung der Marke. Florina Feninger berichtete mit spürbarem Stolz: „Vor acht Jahren habe ich gemeinsam mit meinem Vater Werner Baumgartner die ersten Ideen für das Nouri entwickelt. Die darauffolgenden Jahre waren geprägt von einer engen Zusammenarbeit – jeder hatte seine ganz eigenen Bereiche. Und genau diese Verbindung von zwei Generationen und zwei Disziplinen hat das Nouri zu dem gemacht, was es heute ist.“

Tatsächlich war es ein langer Weg bis zur Verwirklichung dieses ambitionierten Projekts: Dreißig Jahre und drei Bürgermeister hat es gedauert, bis der Traum eines höherwertigen Hotels in Bad Krozingen konkreter Form annahm. Schon vor rund zehn Jahren lagen erste, detaillierte Pläne für einen Neubau im Herzen des Kurorts vor – doch erst mit der Eröffnung des Nouri Hotels im Dezember 2023 fand diese Vision ihren modernen und stimmigen Ausdruck. Die Familie Baumgartner, die seit 1740 das traditionsreiche Gasthaus Hirschen in Freiburg-Lehen betreibt – seit 2005 ergänzt durch ein eigenes Hotel – bringt tief verwurzelte Gastgeberkultur mit. Werner Baumgartner führte den Betrieb lange Zeit gemeinsam mit seinem Bruder Cornelius, ehe 2017 Sohn Elias Baumgartner als Teil der nächsten Generation in die Geschäftsleitung eintrat.

„Das Setting ist hier etwas anders“, erklärte Moritz Feninger mit Blick auf die Unterschiede zwischen dem Traditionsbetrieb und dem neuen Hotelkonzept. „Nicht mit Kochjacke und täglicher Präsenz wie im Hirschen – im Nouri steht das Team im Mittelpunkt. Die Familie tritt bewusst etwas in den Hintergrund, um den Mitarbeitenden Raum zur Entfaltung zu geben – mit unserer Unterstützung.“

Spitzenleistung nach Pflichtpause

In Anschluss startete die Preisverleihung, durch die Radiomoderator Max Herrmannsdörfer und Jurymitglied Schaffrath wie gewohnt charmant führten. In der Kategorie der Tagungshotels mit weniger als 100 Zimmern machte in diesem Jahr das Hotel Der Blaue Reiter in Karlsruhe-Durlach das Rennen. Das mehrfach ausgezeichnete Designhotel im Kreativviertel der Stadt steht für Individualität, stilvolle Modernität und eine große Leidenschaft für Kunst. Mit großzügigen, lichtdurchfluteten Räumlichkeiten, moderner Medientechnik und einer inspirierenden Kunstsammlung schafft das Haus ein professionelles, zugleich kreatives Lernumfeld. Von der Lobby bis zum Rooftop-Bereich wird auf Details, Atmosphäre und ein hohes Maß an Gastlichkeit gesetzt.

Geschäftsführer Markus Fränkle nahm die Auszeichnung persönlich entgegen – und das sichtlich bewegt: Nachdem das Hotel dreimal in Folge den Grand Prix gewonnen hatte, musste es gemäß den Regularien für zwei Jahre aussetzen. Mit der diesjährigen Auszeichnung meldet sich der Blaue Reiter nun souverän an der Spitze zurück. Ich habe wirklich nicht mit einem Sieg gerechnet. Wir waren zwei Jahre aus dem Rennen – und es sind so viele großartige Häuser nachgekommen. Umso mehr freut es mich, dass unser Team heute diese Anerkennung bekommt. Ihr gebt jeden Tag Vollgas und macht einfach einen fantastischen Job. Dieser Preis gehört euch“, sagte Fränkle und wandte sich stolz an sein Team, das ihn zur Preisverleihung begleitet hatte.

Den zweiten Platz belegte das Schwarzwald Panorama in Bad Herrenalb, den dritten Platz das Parkhotel Schillerhain in Kirchheimbolanden.

„Wahnsinnige Wertschätzung“

In der Kategorie B – Tagungshotels mit mehr als 100 Zimmern konnte sich der Öschberghof in Donaueschingen bereits zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz sichern. Das Fünfsterne-Superior-Resort, malerisch gelegen zwischen Schwarzwald und Bodensee, überzeugte Jury und Online-Voter durch seine exklusive Alleinlage innerhalb einer 45-Loch-Golfanlage, die stilvoll reduzierte Architektur der Tagungsbereiche und moderne Technik. Bodentiefe Fensterfronten lassen viel Tageslicht herein und eröffnen zugleich inspirierende Ausblicke in die umgebende Natur – perfekte Rahmenbedingungen für produktives Arbeiten und kreatives Denken.

Mit großer Freude nahm General Manager Michael Artner die Auszeichnung entgegen – für ihn sei der Preis vor allem eine „wahnsinnige Wertschätzung“ für das gesamte Personal. „Es ist dieses Team, das all die Dinge möglich macht. Es ist hier kaum in Worte zu fassen, was wir jedes Jahr leisten. Man kann es nicht besser machen“, würdigte Artner seine Mitarbeitenden.

Der zweite Platz ging an das Parkhotel Pforzheim, Platz drei holte sich das Interalpen-Hotel Tyrol in Telfs/Buchen.

Zukunft in guten Händen

In der Kategorie der reinen Tagungsstätten machte das Seminar- und Eventzentrum Gut Thansen in Soderstorf das Rennen. In den denkmalgeschützten Gutshof sind professionelle Veranstaltungs- und Seminarräume integriert. Als einziges Haus verfügt es über ein eigenes Trainingsinstitut und eine professionelle Eventagentur. Besonders beeindruckend ist der 60 Hektar große "Spielplatz" für Team Challenges, so das Urteil der Jury.

Auf Gut Thansen beginnt zugleich ein behutsamer Generationswechsel. Wie Yannick Tänzer berichtet, ziehen sich Philipp und Christine von Stumm schrittweise aus der operativen Leitung des Seminar- und Veranstaltungszentrums zurück. Mit Sophie von Stumm und Yannick Tänzer übernehmen zwei der fünf Kinder des Paares zunehmend Verantwortung – mit dem Ziel, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Der Übergang sei eine gute Gelegenheit, bestehende Strukturen zu reflektieren und weiterzuentwickeln, heißt es aus dem Team. Philipp von Stumm betonte im Rahmen der Preisverleihung, dass der Grand Prix in diesem Jahr für ihn auch eine symbolische Bedeutung habe: „Diese Veranstaltung ist für uns so etwas wie eine Staffelstab-Übergabe. Und die Auszeichnung ist ein großer Antrieb für die nächste Generation, Gut Thansen in eine neue Zukunft zu führen.“

Den zweiten Platz erreichte das Arcadeon – Haus der Wissenschaft und Weiterbildung in Hagen, den dritten Platz das Schloss Hohenkammer.

Coolste Hotelbar: „Die Mischung macht´s“

Erstmalig verlieh Mein Tophotel in diesem Jahr den Award „Coolste Hotelbar 2025“, über den im Vorfeld per Online-Voting abgestimmt werden konnte. Als Sieger ging die Bar des The Flamingo Nordicwave Hotel Timmendorfer Strand hervor – ein Boutiquehotel an der Ostsee, das sich mit Herz und Charakter gegen namhafte Mitbewerber durchsetzte. „Die lange Anreise hat sich gelohnt“, so das Team freudig bei der Preisverleihung. „Wir sind ein kleines, charmantes Boutiquehotel im Norden und begeben uns in ein Becken mit gestandenen Gastronomen.“

Besonders der Mix aus entspanntem Rückzugsort und ausgelassener Geselligkeit überzeugte: „So ein bisschen ist das Leben bei uns im Haus wie die Ostsee selbst – mal ruhig und glatt, etwas verborgen und unscheinbar, und im nächsten Moment werfen wir die große Party. Dann haben alle eine großartige Zeit. Genau diese Mischung macht uns aus.“

Auf dem zweiten Platz landete die Skyline Bar 20up des Empire Riverside Hotel Hamburg. Den dritten Platz machte die Rooftop Nouri Bar im Gastgeberhotel.

Vision trifft Gastlichkeit

Mit dem Grand Prix der Tagungshotellerie wurde im Nouri nicht nur herausragende Tagungskultur gewürdigt – das Hotel selbst bot den idealen Rahmen für einen Abend voller Inspiration, Gastfreundschaft und gelebter Hotelvision. Die Marke Nouri, gegründet von Werner Baumgartner und Florina Feninger, feierte mit der Hoteleröffnung im Dezember 2023 ihren Auftakt. Dass dabei nicht nur architektonisch, sondern auch konzeptionell neue Wege gegangen werden, unterstrich auch Jan Peter Kruse, Verlagsleiter des ausrichtenden Freizeit-Verlages: „‚To nourish‘ – hegen und pflegen, das steckt im Namen. Es geht darum, einen Ort zu schaffen, an dem Gäste sich ganzheitlich wohlfühlen. Nouri kommt auch aus dem Arabischen und bedeutet Licht – eine schöne Symbolik. Ich habe gelesen, dass dies der Anfang einer Marke ist – wir sind gespannt, wie es weitergeht.“ red/ik

Grand Prix der Tagungshotellerie

Seit mittlerweile 29 Jahren verleiht das B2C-Reiseportal Mein Tophotel aus dem Freizeit Verlag den begehrten Branchenaward, der als Qualitätsspiegel im deutschen Tagungsmarkt gilt. Basis des Wettbewerbs bilden die Webseite www.meintophotel. sowie der jährlich erscheinende Mein Tophotel-Guide. Wer in die Reihen der gelisteten Tagungshotels aufgenommen werden will, muss sich bewerben und einem mehrstufigen Selektionsverfahren unterziehen.

Die Preisverleihung des Grand Prix der Tagungshotellerie findet jährlich im Rahmen des Tophotel Day statt, bei dem ebenfalls der "Tophotel Newcomer Award" des Fachmagazins Tophotel vergeben wird.