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Start Coronakrise Geschäftszahlen: So drastisch waren die Auslastungseinbrüche im April und Mai

Geschäftszahlen So drastisch waren die Auslastungseinbrüche im April und Mai

Die niederschmetternden Folgen der Coronakrise für das Gastgewerbe sind nun amtlich: Lediglich 4,3 Millionen Gästeübernachtungen zählte das Statistische Bundesamt für den April 2020 – ein Rückgang von rund 90 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Den Benchmarking-Experten von Fairmas liegen ähnlich katastrophale Zahlen für den Monat Mai vor. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist gerade in den Metropolen wenig erhebend.

Bereits im März bilanzierte die Statistik knapp 53 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. „Das wahre Ausmaß dürfte noch größer sein, da in der Statistik ausschließlich Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten berücksichtigt werden“, sagt der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Norbert Kunz. Der Rückgang geht auf die seit Mitte März geltenden Verbote zur Beherbergung privatreisender Gäste und die starken Einschränkungen im Geschäftstourismus zurück.

„Angesicht dieser verheerenden Bilanz steht es außer Frage, dass Bund und Länder der angeschlagenen Tourismusbranche weiterhin unter die Arme greifen müssen. Dafür müssen die von der Koalition verabredeten Unterstützungsmaßnahmen für die Kommunen und die Soforthilfen für das Tourismusgewerbe auf den Weg gebracht werden. Es besteht dringender Handlungsbedarf”, so Kunz.

Trauiger Negativrekord: Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist dies der stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe. Dies war 1992.

Trendreport: “…erste Anzeichen für den Beginn eines Preiskampfs.”

Alles andere als leicht war die Arbeit am aktuellen Trendreport der Benchmarking-Experten von Fairmas: “Wie kann berücksichtigt werden, dass die Lockerungen erst ab Mitte des Monats beschlossen wurden? Gleiches gilt für das Trendbarometer, etabliert als ein stets hilfreiches Instrument, um Einschätzung und Informationen für die zukünftige Marktentwicklung der kommenden drei Monate zu erhalten. (…) Es ist eine herausfordernde, sehr bewegte Zeit. Wir meinen, jede zusätzliche Information über den Hotelmarkt und seine Entwicklung unterstützt eine valide Einschätzung zum aktuellen Hotelmarkt zu bilden und gute Entscheidungen zu treffen”, schreiben die Berliner Analysten.

Aus ihren Abfragen geht hervor, dass das Minus bei der Mai-Auslastung in den sechs deutschen Metropolen zwischen 80 und 86 Prozent unterhalb des Vorjahreswertes lag. Die Aussichten für Berlin, Frankfurt, München, Köln, Düsseldorf und Hamburg sind erwartungsgemäß bescheiden. So heißt es beispielsweise für die Monate Juni und Juli in Berlin: “Die Stimmung vor Ort ist verhalten. Sehr langsam kommt die eine oder andere Buchung – es wird mit einer Belegung von zwölf bis 15 Prozent gerechnet. (…) Es gilt der Versuch, die Preise zu halten. In einigen Segmenten sehen unsere Hotelpartner vor Ort erste Anzeichen für den Beginn eines Preiskampfs. Dies betrifft vor allem den Leisurebereich.”

Weiter zum Trendbarometer Mai 2020

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