Drei junge Fachfrauen erhielten den erstmals von der Gerhard Günnewig Stiftung verliehenen Zukunfts-Award: Sarah Sophie Eller, Anna Sophie Kühne und Denise Lewendel.
Veranstaltungspartner war die Deutsche Hotelakademie DHA, in deren Kölner Räumen auch die Verleihung stattfand. Merle Losem, Geschäftsführerin der DHA: "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Gerhard Günnewig Stiftung. Nie war es wichtiger als heute, sich für den Nachwuchs in Hotellerie und Gastronomie einzusetzen".
Gerhard Günnewig Stiftung
Klaus Hübenthal, Vorstandsvorsitzender der Gerhard Günnewig Stiftung: “Für Gerhard Günnewig, der jetzt 116 Jahre alt wäre, war schon 1985 bei Begründung der Stiftung anlässlich seines 80. Geburtstages ganz klar, dass die Förderung des gastronomischen Nachwuchses eine Zukunftsaufgabe ist. Nach den ersten Coronawellen fehlen heute mehr Fachkräfte denn je. Das Gastgewerbe hat noch mehr als sonst Fachkräfte an andere Branchen verloren".
"Wir haben im Stiftungsvorstand intensiv die Möglichkeiten diskutiert, wie wir ein Zeichen zur Mitarbeitersicherung setzen können und haben uns dann für die Verleihung des Zukunfts-Award entschieden. Zusammen mit Geschäftsführerin Dagmar Becker-Tewes wurden die Details des Zukunfts-Awards ausgearbeitet", so Hübenthal.
"Corona-geschuldet hat die Stiftung lange geprüft, ob und vor allem wie eine Preisverleihung 2021 aussehen könnte. Mit der Deutschen Hotelakademie hat sich eine besondere Perspektive aufgetan. Wir wollten tollen Nachwuchskräften nicht ein weiteres `Fachbuch auf den Schreibtisch legen`. Wir wollen zum Ausdruck bringen, dass es um mehr geht. Erstmals haben wir deshalb als Preise je zwei mehrtägige Web-Seminare der DHA vergeben. Die Preisträgerinnen können diese ganz flexibel und nach ihren Schwerpunkten, aus den Themenbereichen Stress-Management und Mindful-Living auswählen", so Hübenthal weiter.
Ehemaliger Stipendiat
Ein besonderes Grußwort erwartete die Gäste von Michael Hövel. Er erhielt 1998 ein Auslandsstipendium nach Guam von der damals noch jungen Stiftung. Gerade aus China nach Deutschland zurückgekehrt erzählte der ehemalige General Manager des Luxushotels JW Marriott Zhengzhou von seinen beruflichen Stationen, die ihn von Guam aus nach Indonesien, Singapur, Bangkok und schließlich nach China führten. Er lobte die duale gastgewerbliche Ausbildung, die es in dieser Form in anderen Ländern nicht gibt. "Auf der ganzen Welt habe ich Führungskräfte mit einer gastgewerblichen Ausbildung ‚made in Germany‘ getroffen", so Hövel. "Mein Leitsatz, wonach ich meine Handlungen immer ausrichtete, stammt vom französischen Schriftsteller Charles Baudelaire, der einmal meinte: Es gibt kein schöneres Vergnügen als einen Menschen dadurch zu überraschen, dass man ihm mehr gibt, als er erwartet hat".
Die Preisträgerinnen

Die 24-jährige Sarah Sophie Eller absolvierte nach ihrem Bachelor Studium, mit den Fächern Kunst und Germanistik, ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau mit der Note 1 bei der Culinaria Gastronomie in Wuppertal. Als Studentin hatte sie dort über Jahre bereits gejobbt. Klaus Hübenthal bei der Übergabe der Auszeichnung: "Es gibt immer wieder Auszubildende im Gastgewerbe, die mit ihrem Fachwissen punkten. Perfekt wird es, wenn zu den ausgezeichneten Fachkenntnissen auch ein gastorientiertes Auftreten hinzukommt. Das ist genau das, was wir in Gastronomie und Hotellerie brauchen, das Gefühl willkommen und gut beraten zu sein. Dafür steht Frau Eller".

Nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung als Fachfrau für Systemgastronomie bei der LSG Sky Chef Düsseldorf studierte die 24-jährige Anna Sophie Kühne an der WIHOGA Dortmund und der Buckinghamshire New University UK. Ihr Studium schloss sie im September 2021 als staatlich geprüfte Betriebswirtin und Bachelor Professional Business Management ab. Vorstandsmitglied Hardy R. Voges, der die Auszeichnung überreichte, appellierte: "Mit Ihrer beruflichen Qualifikation haben Sie die besten Karrieremöglichkeiten in der Hotellerie und Gastronomie. Nutzen Sie Ihre Chance und setzen Sie sich als zukünftige Führungskraft für eine moderne Lohnpolitik ein. Helfen Sie mit, Betriebszugehörigkeiten zu verlängern, Fluktuation und Branchenabwanderung zu verringern".
Die 24-jährige Denise Lewendel studierte zunächst Rechtswissenschaften, bevor sie ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Excelsior Hotel Ernst Köln begann, die sie mit der Note 1,0 abschloss. Michael Hövel überreichte ihr die Auszeichnung mit den Worten: "Sie sind eine hochmotivierte und interessierte junge Fachfrau, die sich mit den ihr übertragenen Aufgaben identifiziert. Ihre hohe Einsatzbereitschaft zeigt sich nicht zuletzt auch durch Ihre Aktivität als Ausbildungsbotschafterin der IHK zu Köln. Sammeln Sie internationale Erfahrung und bleiben Sie der Hotellerie treu. Wir brauchen Menschen wie Sie in unserer Branche".
Alle Beteiligten waren sich nach Ende der Veranstaltung einig: Die Verleihung des Zukunfts-Awards wird fortgesetzt.