Gault&Millau 2019Jan-Philipp Berner und Johannes King vom Söl’ring Hof Sylt haben überzeugt

Eigentlich sollten die Preisträger des Restaurantführers Gault&Millau erst in einigen Wochen bekannt gegeben werden. Doch durch eine Panne können sich Jan-Philipp Berner und Johannes King schon jetzt freuen: Sie erhielten vom Restaurantführer Gault&Millau die Auszeichnung „Koch des Jahres 2019“.

„Koch des Jahres 2019“: Johannes King (re.) und Jan-Philipp Berner (li.), hier mit Bärbel Ring vom Restaurants im Söl’ring Hof. (Bild: Michael Magulski)

Eigentlich sollten die Preisträger des Restaurantführers Gault&Millau erst in einigen Wochen bekannt gegeben werden. Doch durch eine Panne können sich Jan-Philipp Berner und Johannes King schon jetzt freuen: Sie erhielten vom Restaurantführer Gault&Millau die Auszeichnung „Koch des Jahres 2019“.

Für ihre „gemeinsam entwickelte authentisch norddeutsche Küche, die ganz auf die Qualität hochwertiger und vergessener regionaler Produkte setzt“, kürt der Guide Gault&Millau Johannes King, 55, und Jan-Philipp Berner, 30, vom „Söl’ring Hof“ in Rantum auf Sylt zum „Koch des Jahres“. King, seit der Eröffnung im Jahr 2000 prägender Kopf der Küche, und Berner, seit 2013 als Küchenchef an seiner Seite, „setzen darauf, dass eine Makrele, ein Knurrhahn oder Wittling aus nahen Gewässern in Qualität und Frische und damit auch im Geschmack die aus dem Ausland herbeigeschafften Fische übertrifft, und demonstrieren, dass neben Salzwiesenlamm, Austern und Seeigel aus der Nordsee auch Strandgewächse der Insel und Knickfrüchte, die am Wegesrand wachsen, genug Delikatesse für Spitzenküche mit norddeutscher DNA haben“.

Gault&Millau: Panne bei der Auslieferung

Eigentlich sollten die Gewinner erst später bekannt gegeben werden, doch, wie mehrere Medien berichteten, kam es bei der Auslieferung des Gault&Millau 2019 zu einer Panne: Einige Restaurants hatten bereits Exemplare geliefert bekommen, der Gourmet-Blog „Le Gourmand“ veröffentlichte dann die komplette Liste der Ausgezeichneten. Heute gab dann der renommierte Restaurantführer selbst auch die Liste heraus. Neben dem Koch des Jahres vergibt der Guide weitere Auszeichnungen an führende Gestalter einer genussreichen Gastronomie in Deutschland.

Die Ausgezeichneten des Gault&Millau 2019

•    Gastgeber des Jahres: Nils Blümke vom „Français“ in Frankfurt, der „die hierzulande im Service so selten erfolgreiche Gratwanderung zwischen formvollendet und locker, hochprofessionell und humorvoll perfekt beherrscht“.
•    Aufsteiger des Jahres: Daniel Schimkowitsch vom „L.A. Jordan“ in Deidesheim/Pfalz, der „vom Jungen Wilden zum prägnanten Küchenchef mit eigener kulinarischer Handschrift wurde: auf das Wesentliche konzentriert, intelligent durchstrukturiert, optisch ansprechend und mit Mut zu raffinierter (gerne euro-asiatischer) Würze“.
•    Entdeckung des Jahres: Torben Schuster vom „Gut Lärchenhof“ in Pulheim bei Köln, der „mit virtuosem Aromenspiel und feinsinnig-ideenreichen Kompositionen im Menü beeindruckt und die klassische Lehre ebenso wie die Vielfalt asiatischer Gewürze, Produkte und Techniken beherrscht“.
•    Sommelier des Jahres: Stephanie Hehn vom „Lakeside“ in Hamburg, die „mit Bravour die seltene Chance nutzte, einen Keller von null aufzubauen, und ihre Gäste mit ebenso großem Sachverstand wie Feingefühl und Charme berät“.
•    Pâtissier des Jahres: Tatsuya Shimizu vom „Steinheuers Restaurant Zur Alten Post“ in Bad Neuenahr, der „mit intuitivem Gespür für Aromen, virtuosem Handwerk und japanischem Perfektionismus phantasievolle Dessert-Kunstwerke wie den „Kussmund“ oder „Sakura“, eine süße Hommage an die Kirschblüte, kreiert“.
•    Gastronom des Jahres: Frank Marrenbach vom „Brenners Park-Hotel“ in Baden-Baden, der „in einem der traditionsreichsten deutschen Hotels mit Innovationsgeist, Gestaltungsfreude und Mut eine Gourmet-Zeitenwende bewirkte: Alles Überkommene wich zeitgemäßer Lockerheit auf weltstädtischem Niveau“.
•    Bester deutscher Koch im Ausland: der gebürtige Niederbayer Peter Knogl vom „Cheval Blanc“ in Basel, der „zum Blick auf den Rhein in seinem ganz großen Gaumenkino beste Produkte und subtil austarierte Aromen in leichten, verführerischen Gerichten vereint und in der Schweiz zum ‚König aller Saucen‘ gekrönt wurde“.

Die „Jungen Talente“ des Gault&Millau

•    Christoph Kunz vom „Alois“ in München (17 Punkte).
•    Ronny Bell vom „Weinhaus Uhle“ in Schwerin, Thomas Gilles vom „Clostermanns Le Gourmet“ in Niederkassel bei Köln, Grischa Herbig vom „La Société“ in Köln, Alexander Müller vom „17Fuffzig“ in Burg/Spreewald, Marc Pink vom „Landwerk“ in Wallerfangen (Saarland), Valentin Rottner vom „Waidwerk“ in Nürnberg und Simon Schlachter vom „Falkenstein“ in Pfronten/Allgäu (jeweils 16 Punkte).
•    Maike Menzel vom „Schwarzreiter“ in München, Phillip Schneider vom „Der Schneider“ in Dortmund und Daniel Weimer vom „Oscars“ in Hinterzarten/Schwarzwald (jeweils 15 Punkte).