Statistik Gastgewerbeumsatz im Mai gesunken

Gastgewerbe_Umsatz_Mai_2023
In der Gastronomie war stieg der reale kalender- und saisonbereinigte Umsatz 14,3 Prozent niedriger als im Mai 2019. © xartproduction - stock.adobe.com

Der Umsatz im Gastgewerbe ist im Mai 2023 gegenüber April 2023 preisbereinigt um 1,8 Prozent zurückgegangen. Auch vor diesem Hintergrund warnt der Dehoga vor einer Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, verzeichnete das Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2022 ein reales Umsatzminus von sieben Prozent und ein nominales Umsatzplus von 1,4 Prozent.

Preisniveau im Gastgewerbe gestiegen

Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt nach Angaben der Wiesbadener Behörde das deutlich gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider. Gegenüber Mai 2019, dem Vergleichsmonat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, wies der Gastgewerbeumsatz ein reales Minus von 11,8 Prozent auf.

In der Gastronomie stieg der reale kalender- und saisonbereinigte Umsatz im Mai 2023 im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent, war jedoch 14,3 Prozent niedriger als im Mai 2019. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten im Mai 2023 gegenüber April 2023 ein reales kalender- und saisonbereinigtes Umsatzminus von 0,2 Prozent, womit der Umsatz 0,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau vom Mai 2019 lag.

Dehoga warnt vor Anhebung der Mehrwertsteuer

Auch vor dem Hintergrund der schwachen Umsätze hatte der Dehoga Bundesverband erst kürzlich vor über 12.000 Betriebsschließungen gewarnt, wenn die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie von aktuell sieben Prozent auf 19 Prozent steigt. "Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2024 wäre eine Katastrophe mit fatalen Folgen für die Betriebe unserer Branche und ihre Beschäftigten, aber auch für die Gäste und die Tourismuswirtschaft in Deutschland", erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Es dürfen nicht noch mehr ,öffentliche Wohnzimmer` verschwinden. Deshalb müssen die sieben Prozent bleiben."

Bei einer Heraufsetzung der Mehrwertsteuer sehen sich laut einer Umfrage des Bundesverbands 95,7 Prozent der Unternehmer gezwungen, ihre Preise zu erhöhen. "Nur mit den sieben Prozent ist es bisher gelungen, die explodierenden Kosten bei Energie, Lebensmitteln und Personal zumindest teilweise aufzufangen", hebt Zöllick hervor. Bei einer Steuererhöhung und den weiterhin hohen Kosten für Lebensmittel, Gehälter und Energie würden die Preise nach Angaben der Unternehmer dabei um durchschnittlich 15,5 Prozent steigen.

In der Folge würde die Nachfrage einbrechen, erneute Umsatzverluste wären die Konsequenz. 81,5 Prozent der Betriebe gehen davon aus, dass die Nachfrage stark (57,1%) bis sehr stark (24,4%) sinken würde. 86 Prozent der Unternehmer rechnen zudem damit, dass die Gäste stark (58,0%) bis sehr stark (28,0%) sparen würden. Damit einhergehend sagen 74 Prozent im Falle eine Mehrwertsteuererhöhung sinkende Nettoumsätze voraus. sar