Bilanz Gastgewerbe startet mit Umsatzminus ins Jahr 2026

In der Gastronomie sank der reale Umsatz im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 um 4,3 Prozent.
In der Gastronomie sank der reale Umsatz im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 um 4,3 Prozent. © Drazen - stock.adobe.com

Hotels und Restaurants haben im Januar preisbereinigt fast vier Prozent weniger umgesetzt als im Vormonat – gegenüber dem Vorjahr beträgt das reale Minus sogar fünf Prozent.

Die Lage im deutschen Gastgewerbe hat sich zu Jahresbeginn 2026 verschlechtert. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der kalender- und saisonbereinigte Umsatz im Januar 2026 real – also preisbereinigt – um 3,9 Prozent unter dem Wert des Vormonats Dezember 2025. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, stagnierte der Umsatz bei 0,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 ging der reale Umsatz laut Destatis um fünf zurück, während er nominal um zwei Prozent stieg.

Dezember-Zahlen nach oben revidiert

Destatis hat zudem die vorläufigen Ergebnisse für Dezember 2025 korrigiert. Der reale Umsatzrückgang gegenüber November 2025 beträgt demnach 0,6 Prozent statt der zunächst gemeldeten 1,2 Prozent. Nominal lag der Umsatz im Dezember gegenüber dem Vormonat bei 0,0 Prozent – ursprünglich war ein Minus von 0,6 Prozent angegeben worden.

Gastronomie stärker betroffen

Die Teilbranchen entwickelten sich laut Destatis unterschiedlich. In der Gastronomie sank der reale Umsatz im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 um 4,3 Prozent, nominal stieg er um 0,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2025 lag der reale Umsatz um 5,9 Prozent niedriger, nominal um 2,4 Prozent höher.

Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 ein reales Umsatzminus von 3,2 Prozent und ein nominales Minus von 2,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich sank der reale Umsatz um 2,8 Prozent, während er nominal um 1,4 Prozent anstieg. red/sar