Mehrwertsteuer Gastgeber nehmen an Bauern-Protesten teil

Die Präsidentin des Dehoga Bayern, Angela Inselkammer, fordert bei der Kundgebung der Bauern in München 7 Prozente Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants.
Die Präsidentin des Dehoga Bayern, Angela Inselkammer, fordert bei der Kundgebung der Bauern in München 7 Prozente Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants. © Dehoga Bayern

Unter dem Motto "Ohne Wirte kein Essen" haben Gastgeber bei der Kundgebung in München 7 Prozent Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie gefordert.

Wie der Dehoga Bayern am Montag mitteilte, haben die Gastgeber bei der Kundgebung auf dem Odeonsplatz in München gefordert, die 7 Prozent auf Speisen in Restaurants wieder einzuführen. Die Veranstaltung war Teil der bundesweiten Aktionswoche "Ohne uns kein Essen" des Bauernverbandes, der sich auch Verbände anderer Branchen angeschlossen haben.

Der Dehoga Bayern hatte seine Mitglieder zuvor zur Teilnahme aufgerufen - unter dem Motto "Ohne Wirte kein Essen". Die Verbände fordern: Lebensmittelerzeuger und Lebensmittel verarbeitende Branchen dürften in diesem Jahr nicht schlechter gestellt werden als 2023. "Geplante und bereits erfolgte Steuerhöhungen und Subventionsstreichungen verteuern das Alltagsleben der Menschen massiv, schaden den Betrieben und müssen deshalb rückgängig gemacht werden", so der Dehoga.

Gastgeber wollen zu Abschlusskundgebung am 15. Januar nach Berlin fahren

Auch andere Landesverbände beteiligten sich am Montag am Protest der Bauern. Zum Beispiel in Rheinland-Pfalz. Der Dehoga Nordrhein-Westfalen teilte mit: "Mit dem Bauernverband stehen wir seit Mitte Dezember im Austausch. Wir sind eingeladen mitzumachen, und das tun wir natürlich! Denn schon Anfang November hatte der Bauernverband die von uns initiierte Verbändeallianz zur einheitlichen Besteuerung von Essen mit 7 Prozent unterstützt."

Auch an der Abschlusskundgebung der Bauern am 15. Januar in Berlin wollen Gastgeber teilnehmen. Vom Dehoga Bayern heißt es: "Alle Gastgeber in Deutschland sind aufgerufen, nach Berlin zu kommen und die wichtigsten Botschaften der Branche friedlich, aber kraftvoll zu platzieren."

Einige Gastgeber äußern Bedenken

An der Teilnahme der Gastgeber an der Protestwoche der Bauern gibt es aber auch Kritik. Einzelne Gastgeber gaben in den sozialen Netzwerken zu bedenken, dass die Gastronomen bei dem Streik von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden könnten. sr