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Start Technik & Betrieb Gastbeitrag zu förderfähigen Luftreinigern: Abwägen und Auswählen

Gastbeitrag zu förderfähigen LuftreinigernAbwägen und Auswählen

Eine optimale Lufthygiene erhöht Sicherheit sowie Vertrauen von Gästen und Team und kann das Ansteckungsrisiko deutlich reduzieren. Mit der Überbrückungshilfe III fördert die Bundesregierung bis zu 90 Prozent der Investitionskosten in Luftreiniger mit UVC-Licht oder Hepafiltern. In diesem Gastbeitrag erklärt Karsten Matuschka von JK-International, worauf Hoteliers und Gastronomen beim Kauf achten sollten.

Anfang März hat die Bundesregierung die Überbrückungshilfe III angepasst und Investition in mobile Luftreiniger mit UVC-Licht oder Hepafiltern sowie die Nachrüstung bestehender stationärer Luftreiniger werden staatlich gefördert. Die Förderungshöhe ist dabei abhängig vom Umsatzrückgang im Vergleich zum Referenzeitraum in 2019. Ab einem 70-prozentigem Umsatzrückgang übernimmt der Staat 90 Prozent der Investitionskosten. Ein Steuerberater kann Unternehmen, die in solche Systeme investieren möchten, hierzu individuell beraten.

Weder Chemikalien noch Ozon

Die beiden förderungsfähigen Systeme zur Luftreinigung haben den Vorteil, dass Ihre grundsätzliche Wirksamkeit allgemein anerkannt ist. Außerdem sind sie emissionsfrei und benötigen keine Chemikalien zur Luftdesinfektion.

Die IRK (Kommission Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt) warnt vor der Vernebelung von Desinfektionsmitteln. Auch die Emission von Ozon, wie es zum Beispiel bei der Ionisation oder Plasmatechnologie entstehen kann, sollten Anwender vermeiden, da Ozon ein starkes Reizgas für den Atemtrakt ist.

Wirksamkeit von UV-C hängt von Bestrahlungsdosis ab

Werden Hepafilter eingesetzt, müssen diese regelmäßig gewechselt werden. Effektive UVC-Luftreiniger benötigen keine zusätzlichen Filter, wodurch sie meist deutlich leiser als vergleichbare Systeme mit Hepafiltern sind. Luftentkeimer mit UVC-Licht neutralisieren das Erbgut von Viren und Mikroorganismen, wodurch sie dauerhaft ungefährlich werden. Die Wirksamkeit hängt dabei von der Bestrahlungsdosis ab. Für einen sicheren Betrieb müssen Lichtfallen eingebaut sein, die verhindern, dass UVC-Licht nach außen dringt.

Worauf beim Kauf geachtet werden sollte

Bei der Wahl des Luftreinigers sollten vom Hersteller nachprüfbare Nachweise zur Wirksamkeit bei Coronaviren und Mikroorganismen vorhanden sein. Wichtig ist auch die maximale Reinigungskapazität, die in Kubikmeter je Stunde angegeben ist.

Eine Kapazität von etwa 450 Kubikmeter bedeutet, dass das Luftvolumen eines 180 Quadratmeter großen Raumes mit einer Deckenhöhe von 2,5 Metern einmal je Stunde gereinigt werden kann. Die Empfehlung liegt bei einem sechsfachen Luftwechsel je Stunde, falls es keinen weiteren Luftaustausch gibt. Anbieter können hier zum jeweiligen Bedarf individuell beraten.

Ideale Luftzirkulation: Unten ansaugen, oben ausblasen

Neben der angegebenen Kapazität ist die tatsächliche Effektivität des Systems entscheidend. Im Idealfall saugt das Gerät die belastete Luft langsam am Boden an und bläst die entkeimte Luft weit oben mit hoher Geschwindigkeit aus. Diese „Downflow-Luftzirkulation“ wird auch in Operationssälen und Flugzeugen genutzt, um die gesamte Raumluft schnell zu reinigen. Hierbei sollten die Geräte geräuscharm arbeiten, damit sie für den Dauerbetrieb geeignet sind.

Mobile Luftreiniger haben den Vorteil, dass der Anwender sie sofort nutzen kann und, wenn sie mit Rollen ausgestattet sind, sie flexibel einsetzbar sind. Größere Hersteller bieten in der Regel auch Luftreinigungssysteme, die sich nachträglich in bestehende Lüftungs- oder Klimaanlagen eingebauen lassen.

Last but not least ist auch die Lieferzeit von Bedeutung, damit die Anwender die Fördermittel während des Lockdowns nutzen und zur Wiedereröffnung optimal aufgestellt sind.


Checkliste

  • Ist die Technologie der Luftreiniger förderungsfähig?
  • Gibt es nachprüfbare Studien mit Corona-Surrogaten?
  • Welche weiteren Studien zur Effektivität liegen vor?
  • Gibt es Nachweise, dass die Technologie ozonfrei ist?
  • Wie hoch ist die Lautstärke bei minimaler / maximaler Leistung?
  • Wie hoch ist die Luftreinigungskapazität in Kubikmeter pro Stunde?
  • Wie effektiv ist die tatsächliche Luftreinigung in Räumen?
  • Wie häufig müssen Filter und / oder Lampen getauscht werden?
  • Wie hoch sind die laufenden Kosten inklusive Stromverbrauch?
  •  Ist langfristiger, technischer Service sichergestellt?
  • Gibt es Media- / Marketing-Unterstützung?
  • Wie lang ist die Lieferzeit?

Über den Autor

Karsten Matuschka, JK-International (Bild: JK-International)

Karsten Matuschka ist Head of PR & Communication / Productmanagement bei JK-International. Die JK-Gruppe produziert UVC-Luftentkeimer, die laut Angaben des Herstellers in Medizin und Lebensmittelindustrie seit mehr als 15 Jahren eingesetzt werden. Reinigungsraten von über 99,99 Prozent bei Coronaviren (Studie mit Surrogate Phi6 und MS2) und die Wirksamkeit bei weiteren Mikroorganismen wie Bakterien, Allergene und Schimmelpilzen seien durch Studien bestätigt.


 

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