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StartHotel+TechnikDigitale AnwendungenGastbeitrag::Mit Technologien gegen die Personalfluktuation

GastbeitragMit Technologien gegen die Personalfluktuation

Die digitale Transformation ist in den vergangenen Jahren in der Hotelbranche ein bestimmendes Thema geworden. Während Technologieunternehmen neue Lösungen entwickeln, suchen Hoteliers stetig nach neuen Wegen, um die Erwartungen der Gäste in schwierigen Zeiten nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen. Ein Gastbeitrag von Stefan Schlachter von Guestline.

Viele Hoteliers schauen aktuell nicht sehr hoffnungsfroh auf die kommenden Monate. Laut einer aktuellen Sonderauswertung der Herbstkonjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gehen allein im Gastgewerbe etwa zwei Drittel der knapp 2.000 Befragten von einer Verschlechterung der Geschäftstätigkeit in den kommenden zwölf Monaten aus. Vor allem die Energie- und Rohstoffpreise aber auch der anhaltende Personalmangel bereiten Sorgen. Und während vor allem der Staat in puncto Energiepreise in der Pflicht ist, ist das Personalthema eines, das aus der Branche heraus gelöst werden kann.

Stefan Schlachter begann seine Karriere in der Reisebranche vor mehr als 20 Jahren, wechselte zu Fluggesellschaften und anschließend zu verschiedenen Hotelketten, wie Kempinski, Grand Hotels Bad Ragaz und Millenium. Bei Bookassist, IDeaS Revenue Management und Sabre Hospitality konnte Schlachter bereits umfangreiche Erfahrungen im Verkauf von SaaS-Lösungen sammeln. Als Director of Sales Europe beim Cloud-Hospitality-Lösungsanbieter Guestline ist er für die Weiterentwicklung der Märkte DACH und Benelux verantwortlich. (Bild: Guestline)

Der Spagat zwischen der Aufrechterhaltung der betrieblichen Effizienz und der Vermittlung eines echten Gastfreundschaftserlebnisses ist ein schwieriges Unterfangen. Aber gerade die technologischen Entwicklungen der letzten Zeit sind aus eben den anhaltenden Herausforderungen entstanden, Mitarbeitende zu rekrutieren und zu binden.

Zwischen High-Tech und High-Touch

Was es braucht, ist Akzeptanz und vor allem ein homogenes Verhältnis zwischen High-Tech und High-Touch im Team. Jede neue Lösung, jedes Upgrade, jeder neue Prozess braucht die Zustimmung der Belegschaft. Sollen Team und Tech harmonieren, ist ein Gespräch mit den Teammitgliedern von entscheidender Bedeutung. Angestellte, die im täglichen Gästekontakt sind, haben oft ein Gespür dafür, wo die Lücken liegen und welche Tools sie benötigen, um sowohl die eigene Arbeit als auch den Aufwand der Gäste effizient zu gestalten.

Die Einbeziehung des Personals in die digitale Transformation zeigt ihnen, dass ihre Meinung zählt. Gezielte Fragen wie: „Welche technologischen Lücken gibt es und wie können wir sie Ihrer Meinung nach am besten schließen?“, sind eine Möglichkeit, dies zu erreichen. Die Mitarbeitenden werden sich nicht nur gestärkt fühlen, sondern es ist auch wahrscheinlicher, dass sie an das Unternehmen gebunden werden, da sie das Gefühl haben, dass sie geschätzt werden und ihr Arbeitsalltag erleichtert wird.

Attraktivität für die Gen Z

Nach demselben Prinzip, mit dem die bestehende Belegschaft zukunftssicher gemacht wird, gilt es zu überlegen, woher die nächste Generation von Mitarbeitenden kommen wird: aus der Gen Z, den zwischen Mitte/Ende der 1990er- und Anfang der 2010er-Jahre Geborenen.

Sie sind die erste Generation, die mit einem ständigen Zugang zu Internet und Mobiltechnologie aufgewachsen ist. Technologie ist Teil ihrer DNA, und damit auch die Erwartung, dass der Arbeitsplatz in Bezug auf Technologieerfahrung etwas bietet. Der Grundsatz, alle Teammitglieder in Technologieentscheidungen, Einstellungs-, Onboarding- und Schulungsprozesse miteinzubeziehen, sollte unbedingt also auch für die Gen Z gelten. Durch Plattformen, die flexible, Remote- und Virtual-Reality-Lernmöglichkeiten bieten, kann sichergestellt werden, dass neue Technologien im gesamten Betrieb eingesetzt werden und die Akzeptanz der nächsten Generation erfahren.

Bei jeder technischen Neuinstallation sollten außerdem auf Popularität und Reputation der Systeme geachtet werden. Egal ob es sich um ein PMS, Channel Manger oder Revenue Management System handelt, kann dies die Chancen erhöhen, die besten Talente für sich zu gewinnen, da diese sich bereits mit dem System auskennen. Dies ist für alle Beteiligten von Vorteil, da weniger Zeit für die Einarbeitung in ein brandneues System aufgewendet werden muss, was andernfalls Bewerbende, die über einen Jobwechsel nachdenken, abschrecken könnte.

Langfristig denken

Für viele Hoteliers ist die Einführung neuer oder das Upgrade bestehender Technologien nicht gerade ein inneres Blumenpflücken. Es kostet Zeit und Geld. Es bedarf daher einer langfristigen Perspektive und der Erkenntnis, dass sich Technologieinvestitionen in Bezug auf Personal und betriebliche Effizienz auszahlen werden. Nicht zuletzt deshalb, weil die Mitarbeitenden dadurch weniger Zeit für die banalen, sich wiederholenden Aufgaben aufwenden müssen, was allein schon eine Position und ein Arbeitsumfeld für potenzielle oder derzeitige Mitarbeitende attraktiver macht.

Für viele, die im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeiten oder eine solche Karriere in Erwägung ziehen, bietet Technologie die Chance, mehr von dem zu tun, was sie lieben – Gästen einen großartigen Empfang und ein tolles Erlebnis bieten sowie Beziehungen aufbauen. Gäste sollen sich wohlfühlen und ermutigt werden, wieder zu buchen. So wie die Technologie ein Teammitglied effektiver und effizienter machen kann, so kann sie sich auch auf den Betrieb und die Rentabilität auswirken.

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