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StartHotel+TechnikIT & AnwendungenGastbeitrag von Felix Pflüger von Peoplefone: So gelingt Datensicherheit im Hotel

Gastbeitrag von Felix Pflüger von PeoplefoneSo gelingt Datensicherheit im Hotel

Im Hotel werden verfügbare Daten immer wichtiger. Dabei sollte Sicherheit mit an erster Stelle stehen, auch die Internet-Nutzung der Gäste betreffend.

In Deutschland sind je nach Standort die DSL-Netze unterschiedlich stark in der Abdeckung. Manchmal fallen sie sogar stundenweise aus. Das ist für Hoteliers schlecht, wenn Buchungen oder Anfragen online eingehen.

Andreas Brus, Gründer und Chef des IT-Systemhaus Artif in Tübingen, hat deshalb in die Systeme ein Backup installiert: Eine Datasim von Peoplefone Deutschland. Diese SIM-Karte wählt ortsunabhängig und automatisch das Mobilfunknetz mit den meisten Balken und der besten Qualität – egal ob T-Mobil, Vodafone oder Telefonica (O2). „Die Datasim schlummert im LTE-fähigen Router und wird aktiv, wenn der DSL-Anschluss ausfällt“, erklärt Brus. Dabei fällt die Grundgebühr für das Backup gering aus. Peoplefone berechnet knapp drei Euro pro Karte und Monat und bietet dafür Empfang in 110 Mobilfunknetze in ganz Europa. Jedes genutzte Megabyte kostet netto ein Cent – einen Mindestumsatz gibt es nicht.

Felix Pflüger ist Geschäftsführer bei Peoplefone Deutschland. (Bild: Peoplefon Deutschland)

Anfragen oder Datenmüll

Was diese Lösung im Kleinen ausmacht, liefert Artif auch in größeren Varianten. Etwa für eine mittelständische Hotelfamilie aus Hessen mit drei Standorten, 150 Zimmern und 15 Konferenzräumen – dazu Anbindungen an die zentrale Verwaltung plus Notebooks der Mitarbeiter im Homeoffice und Außendienst. Auch die Spam-Mails-Flut nimmt, wie bei vielen populären Webseiten, zu, sodass die Mitarbeiter Mühe haben, Anfragen vom Datenmüll zu unterscheiden. Ein mehrstufiges Firewall-Konzept, zentraler Virenschutz und ein separierter Internetzugang für Gäste stehen neben einer einfacheren Administration via Exchange-Alternative im Pflichtenheft.

Zum Einsatz kommt ein virtualisierter Business-Server, die Hardware vor Ort entfällt. Alle Standorte sind über Internet mit IPsec-VPN für den Benutzer transparent und sicher als Netzwerk verbunden. Für Mitarbeiter, die Kunden außer Haus beraten, etwa bei der Planung von Kongressen oder großen Familienfeiern, ist zusätzlich der mobile Fernzugriff eingerichtet. Gleichzeitig fungiert der Business-Server als Internet-Zugang. Alle Mitarbeiter können über ihn via E-Mail und Chat kommunizieren. „Wichtig ist, eine zentrale E-Mail-Adresse zu verwenden“, so Brus, sie filtere Spam und Viren restlos raus. Geschäftliche Korrespondenz wie Anfragen oder Wünsche nach Umbuchungen würden somit besser sichtbar. Das spare Zeit, denn das Wühlen im Postfach falle weg.

Schutz vor Missbrauch

Zweiter Teil des IT-Konzepts ist ein sicherer Service für Gäste. Diese können auf eine kostenlose Internet-Lounge zugreifen, über die sie online gehen. Sie ist durch eine sogenannte demilitarisierte Zone realisiert und vom internen Netzwerk gelöst. Darüber hinaus protokolliert das System alle Internet-Zugriffe zum Schutz vor Missbrauch, ganz so wie es die aktuelle Gesetzeslage zum Datenschutz will. Hinzu kommt die Einbindung von 75 Web-Cams über alle Standorte verteilt.


Was ist eine demilitarisierte Zone?

Eine demilitarisierte Zone (DMZ) ist ein Computernetz mit kontrollierten Zugriffsmöglichkeiten auf die daran angeschlossenen Server. Die in der DMZ aufgestellten Systeme werden durch eine Firewall gegen andere Netze (z.B. Internet, LAN) abgeschirmt. Durch diese Trennung wird der Zugriff auf öffentlich erreichbare Dienste (zum Beispiel E-Mail, WWW) gestattet und gleichzeitig das interne Netz (LAN) vor Zugriffen von außen geschützt.


 

Und um in der Verwaltung über VPN auf das Buchungs- und Hotelsystem zugreifen zu können, hat Artif eine Remote-Desktop-Nutzung installiert. Für das zentrale Controlling ein einfacher, weil sicherer Weg, um auf alle Daten zuzugreifen. So sind Zentrale und Hotels in alle Geschäftsprozesse eingebunden, als wären sie am selben Ort.

Eine heterogene Netzwerk-Struktur mit 73 PC-Arbeitsplätzen, Windows-Server, mobile Notebooks sowie mehrere Hotelstandorte sind binnen eines Tages vor Spam und Viren geschützt. Durch die integrierte Sicherheitslösung sind zudem weitere Funktionen wie die Firewall mit DMZ und VPN-Fernzugriff umgesetzt.

Lediglich das Anbinden der Branchen-Software über das PPTP-Protokoll, das der Business-Server aus Sicherheitsgründen ablehnt, macht kurzzeitig Probleme. Doch mit einer IPsec-VPN Variante ist es binnen Stunden gelöst. Die Investition lohnt sich zudem, da der manuelle Aufwand für Sicherheits- und Funktionsupdates getilgt ist.

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