Personalien Führungskarussell bei Marriott

Neue Marriott-Führungsriege: (von links) Satya Anand, Neal Jones und Federico Greppi.
Neue Marriott-Führungsriege: (von links) Satya Anand, Neal Jones und Federico Greppi. © Marriott International

Zwei langjährige Führungskräfte gehen in den Ruhestand, drei neue übernehmen: Marriott strukturiert seine Führung in den Regionen Amerika, CALA und EMEA um.

Marriott International hat eine umfassende Neuordnung seiner regionalen Führungsstruktur angekündigt. Laut einer Mitteilung des Unternehmens werden Liam Brown, bisher Group President für die USA und Kanada, sowie Brian King, Präsident für Enterprise Transformation und die Region Karibik/Lateinamerika (CALA), Ende März ihre operativen Rollen abgeben und Ende Juni 2026 in den Ruhestand treten. Beide haben jeweils mehrere Jahrzehnte für den Hotelkonzern gearbeitet.

Neue Führungsriege für drei Kontinente

Die Nachfolge ist bereits geregelt: Satya Anand, derzeit Präsident der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA), soll ab dem 28. März 2026 als Group President die Verantwortung für die USA, Kanada und CALA übernehmen. Diese Zusammenlegung unter einer zentralen Führung sei ein strategischer Schritt, um eine engere Abstimmung und Zusammenarbeit innerhalb der westlichen Hemisphäre zu ermöglichen.

Neal Jones, aktuell Chief Operating Officer für Europa und Afrika sowie Global Leader für Design Hotels, soll die Position des Präsidenten für EMEA von Anand übernehmen. Federico Greppi, bisher Chief Operating Officer für CALA, wird zum Präsidenten dieser Region befördert. Jones und Anand werden künftig dem Executive Leadership Team angehören und direkt an CEO Anthony Capuano berichten. Greppi wird an Anand berichten.

Fast vier Jahrzehnte Marriott-Erfahrung

Satya Anand ist seit 37 Jahre im Unternehmen tätig. Er begann seine Marriott-Karriere 1988 als Night Auditor im Vienna Marriott Hotel. Seitdem hat er verschiedene Führungspositionen in den Bereichen Betrieb, Finanzen und Design bekleidet – darunter Cluster General Manager für die Renaissance Hotels in Wien, Area Vice President für West- und Zentraleuropa sowie Chief Financial Officer für Europa.

Seit 2020 leitet Anand die EMEA-Region als Präsident. In dieser Zeit hat er das Portfolio auf mehr als 1.300 Hotels erweitert, die digitale Transformation vorangetrieben und Nachhaltigkeitsinitiativen umgesetzt. Anand stammt ursprünglich aus Indien und hat einen Bachelor-Abschluss in Rechnungswesen vom MES College of Commerce in Bangalore sowie ein Diplom in Hotel- und Tourismusmanagement vom Institut für Tourismus- und Hotelmanagement in Österreich. Für seine neue Rolle wird Anand laut Unternehmensangaben in die USA umziehen und seinen Sitz am globalen Hauptquartier in Bethesda, Maryland, haben.

Jones übernimmt Verantwortung für 80 Länder

Neal Jones bringt rund drei Jahrzehnte Erfahrung im Unternehmen mit, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Betrieb. Als Chief Sales & Marketing Officer für EMEA hat er die kommerzielle Strategie und Markenpositionierung in der Region gestärkt. In seiner aktuellen Rolle als COO für Europa und Afrika hat er zudem die Integration von Design Hotels in das Marriott-Portfolio geleitet.

In seiner neuen Position als EMEA-Präsident wird Jones für den Betrieb in fast 80 Ländern und Territorien mit mehr als 1.300 Hotels und 30 Marken verantwortlich sein. Jones ist in Großbritannien ansässig und Absolvent der Hotelschool The Hague in den Niederlanden.

Greppi soll CALA-Wachstum beschleunigen

Federico Greppi verfügt laut Marriott über mehr als 22 Jahre Erfahrung in der Hotelbranche, davon 13 Jahre bei Starwood Hotels & Resorts. Als gebürtiger Argentinier bringe er fundierte Kenntnisse der lateinamerikanischen Märkte mit. In seiner bisherigen Rolle als COO für CALA hat er Marriotts globale Vision in lokale Strategien übersetzt. Als früherer CFO und Leiter für Franchise-Betrieb und Eigentümerbeziehungen in CALA hat er dazu beigetragen, das Portfolio auf mehr als 500 Hotels in 37 Märkten auszubauen. Greppi besitzt einen MBA der London Business School und wird weiterhin vom CALA-Büro in Südflorida aus arbeiten. red/sar