Zwei Jahre lang hat das Viersternehotel an seiner strategischen Ausrichtung gearbeitet. Jetzt beginnt die Umsetzung: Neue Strukturen und eine KI-gestützte App sollen die Vision im Alltag verankern.
Mehr als 80 Mitarbeitende haben am 23. Juli 2026 beim Vision Day des Fritz Lauterbad die neue Positionierung des Hotels kennengelernt und gemeinsam diskutiert. Damit beginnt für das Haus in Freudenstadt-Dietersweiler die Umsetzungsphase eines zweijährigen Entwicklungsprozesses, in dem die strategische Ausrichtung und Unternehmenskultur neu definiert wurden.
Begleitet wurde der Prozess von der Tourismusberatung Project M unter der Projektleitung von Tobias Klöpf. Gemeinsam mit der Geschäftsführung Kerstin und Steffen Schillinger entstand ein Zukunftsbild für das Viersternehotel, das neben Lage, Architektur, Kulinarik und Gastfreundschaft stärker die Frage in den Mittelpunkt stellt, welche Impulse ein Aufenthalt bei Gästen auslösen kann.
Eine Vision für Gäste, Mitarbeitende und Partner
Im Zentrum steht das Leitmotiv „Inspiration verbindet.“: Das Hotel will seinen Gästen bei jedem Aufenthalt mehr als ein Zimmer, gute Kulinarik und ein stimmiges Ambiente bieten. Im Mittelpunkt stehen etwa ein neuer Gedanke, ein Moment der Ruhe, eine andere Perspektive oder das Gefühl, Teil eines besonderen Ortes zu sein. Jede Handlung im Haus soll dazu beitragen. Der Anspruch richte sich nicht ausschließlich an Gäste, sondern ebenso an Mitarbeitende und Lieferanten, die durch gemeinsame Werte miteinander verbunden werden sollen.
„Besonders stolz macht uns, wie unser Team diesen Weg mitträgt und mitgestaltet. Diese Energie ist für uns der Antrieb, das Fritz weiterzuentwickeln und in Zukunft Großes entstehen zu lassen“, hebt Kerstin Schillinger hervor.

Ein Bestandteil der neuen Unternehmenskultur ist eine wissenschaftlich entwickelte Persona, die eine klar definierte Zielgruppe beschreibt. Sie soll künftig als Orientierung für Entscheidungen dienen. Angebote, Kommunikation, Serviceverhalten und die gesamte Guest Journey sollen daran ausgerichtet werden. Gleiches gilt für künftige Umbauten und Neuerungen. So soll eine Verbindung zwischen strategischer Planung und dem täglichen Handeln entstehen.
Für Steffen Schillinger steht dabei das Verhältnis zwischen Tradition und Weiterentwicklung im Mittelpunkt: „Wir wollen bewahren, was das Fritz besonders macht, und gleichzeitig den Mut haben, es weiterzudenken. Für uns bedeutet Zukunft, aus dem, was gewachsen ist, neue Perspektiven und Möglichkeiten entstehen zu lassen.“
Historische Wurzeln und kontinuierliche Entwicklung
Das Fritz Lauterbad blickt auf eine längere Entwicklungsgeschichte zurück. Das Haupthaus stammt aus dem Jahr 1896. 2019 kam ein moderner Anbau hinzu, der 2020 mit dem German Design Award ausgezeichnet wurde. Seither wurde das Hotel kontinuierlich weiterentwickelt.
Der jüngste Entwicklungsprozess führte laut Hotel auch zu einer stärkeren Konzentration auf interne Prozesse. Sobald das Unternehmen konsequenter in Prozessen gedacht habe, seien Verantwortlichkeiten gezielter definiert und Abläufe besser gespiegelt worden. Entscheidungen konnten dadurch stärker an der gemeinsamen Zukunftsausrichtung ausgerichtet werden. Aus einzelnen Maßnahmen sei so ein gemeinsames Bild für die weitere Entwicklung des Hotels entstanden.
Eine App für bessere Abläufe
Die nächste Phase konzentriere sich auf die Umsetzung im Arbeitsalltag. Vorgesehen seien eine neue Meetingkultur, regelmäßige und transparente Kommunikation zwischen den Abteilungen sowie klarere Strukturen. Ein technischer Baustein ist dabei eine eigens entwickelte App. Sie soll Prozesse, Wissen und Kultur des Hauses bündeln. Über einen KI-gestützten Chat können Mitarbeitende künftig schneller Antworten auf Fragen finden, etwa zu Abläufen, Zuständigkeiten oder Bestellwegen. red/sar