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StartBusiness & ManagementFlemings Hotels::Rob Hornman über die Wachstumsstrategie

Flemings HotelsRob Hornman über die Wachstumsstrategie

Die Flemings Hotels wollen ihren Fokus auf den Developmentbereich legen. Im Interview spricht CEO Rob Hornman über die Wachstumsstrategie, neue Projekte und aktuelle Herausforderungen.

Tophotel: Herr Hornman, die Flemings Hotels legen ihren Fokus auf Wachstum. Welche Projekte befinden sich aktuell in der Pipeline?

Rob Hornman: Wir setzen weiter auf die Hotellerie und werden nicht nur in die eigenen Häuser und Betriebe investieren, sondern auch individuelle Konzepte und Maßnahmen für sich im Umbruch befindende Hotels bieten. Dabei steht auch die Erschließung neuer Standorte auf unserer Agenda, wobei wir schon sehr vielversprechende Projekte in der Pipeline haben. Wir planen, in den kommenden fünf Jahren mit jeweils drei Hotels pro Jahr zu wachsen und so unseren Wachstumskurs konstant weiterzuführen.

Auch ganz aktuell setzen wir ein großes Investment um: unser neues Skyline-Restaurants „Occhio D’Oro“ in unserem Flagship Flemings Selection Hotel Frankfurt-City. Das Restaurant startet mit einem Soft-Opening im April 2022. Für die Renovierung des Upscale-Restaurants mit gehobener italienischer Küche haben wir Investitionen im siebenstelligen Bereich getätigt.

Wie würden Sie die Wachstumsstrategie der Flemings Hotels definieren?

Die Flemings Group prägt ein tiefes Verständnis für die individuellen Bedürfnisse von Häusern und Betrieben, da sie selbst sowohl Immobilieneigentümer als auch Hotelbetreiber ist und somit die Chancen und Risiken der Hotelbranche und des Immobilienmarktes versteht. Bereits seit 30 Jahren fokussieren wir uns auf die Stadthotellerie. Hier liegen die Vorteile klar auf der Hand: die zentrale Lage und gute Erreichbarkeit. Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsstrategie liegt auch klar auf diesen Top-Lagen.

Haben Sie Ihre Strategie wegen der Coronakrise anpassen müssen?

Besonders die Stadthotellerie wurde sehr hart von Corona getroffen. Daher mussten wir frühzeitig einen Strategiewechsel anpeilen, der unser Unternehmen nach vorne bringt und stärkt. Deshalb haben wir angefangen, die bereits dargestellten individuellen Konzepte und Maßnahmen für sich im Umbruch befindende Hotels anzubieten.

Was versprechen Sie sich davon?

Die Gruppe ist bereit, Betriebe in Pachtverhältnissen zu übernehmen und glaubt insbesondere an mittelständische Hotelbetriebe, die sich für die Zukunft neu aufstellen möchten. Dabei können wir im Rahmen der oft dringend notwendigen Change- und Neu-Positionierungsprozesse sowohl interimsweise als auch langfristig als Betreiber fungieren.

Welche Standorte haben Sie bei der Expansion im Fokus? Und worauf achten Sie bei der Suche nach geeigneten Standorten?

Unsere Wachstumsstrategie beschränkt sich nicht nur auf den DACH-Raum, sondern wir möchten ebenso in der Benelux-Region, Prag und Warschau Fuß fassen. Für die Destination haben wir folgende Parameter festgelegt: Diese muss bei über 1.500.000 Übernachtungen und bei mindestens 120 Zimmern liegen. Unser Ziel ist es stets, diese Häuser wirtschaftlich zu betreiben, wir handeln allerdings bei der Auswahl bei entsprechendem Potenzial keineswegs dogmatisch.

Es sind natürlich auch andere Kriterien entscheidend. Wir überprüfen, ob die Hotels grundsätzlich in unser bestehendes Markenportfolio passen. Häuser müssen zudem von der Lage und Gebäude-Beschaffenheit unseren Anforderungen entsprechen – vor allem Stadthotels müssen eine Top-Lage besitzen.

Trotz der Wachstumsstrategie haben die Flemings Hotels im vergangenen Jahr Häuser in Frankfurt geschlossen – was führte zu diesem Schritt?

Wir blicken auf ein sehr bewegtes Jahr 2021 zurück. Die Corona-Pandemie sowie dynamische Marktveränderungen erforderten eine Anpassung unseres Hotelportfolios am Messestandort Frankfurt. Nach dieser schweren, unternehmerischen Entscheidung zur Sicherung der Zukunft unserer familiengeführten Hotelgruppe blicken wir nun sehr zuversichtlich nach vorne und gehen auf Wachstumskurs.

Wir glauben weiterhin an den Standort Frankfurt, der auch in Zukunft unser Unternehmenssitz bleibt und an dem wir mit sechs Häusern vertreten sind. Neben der international hohen Bedeutung als Messestandort sehen wir gerade in der Coronazeit, welch großen Stellenwert die Stadt auch als deutsche Metropole hat.

Durch die Expansion werden Sie auch mehr Personal brauchen. Wie gehen Sie mit der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt um?

Wir bei Flemings Hotels setzen einen starken Fokus auf unsere Teams, denn unser Motto lautet „people make places“. Erst Ende 2021 tourte unsere gesamte Geschäftsführung durch alle Hotels der Flemings Gruppe, um alle Kollegen zu treffen und sie mit auf unseren Wachstumskurs zu nehmen. Im Zuge dessen setzen wir für 2022 auch eine große Summe für ein neues Schulungsprogramm ein.

Wie können mehr Mitarbeitende gewonnen werden?

Die Hotellerie ist eine coole und attraktive Branche – und als diese müssen wir gerade jetzt unseren Invest auf unsere Mitarbeitenden sowie neue Kolleginnen und Kollegen setzen. Mein persönliches Ziel ist es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Industrie nach wie vor äußerst interessant ist. Wir sind nicht die einzigen am Markt und müssen etwas bieten, dabei ist natürlich auch die Bezahlung ein wichtiges Thema. Natürlich hat es Corona nicht einfacher gemacht – aber es ist wichtig, dass sich die Gehälter entwickeln und die Bedingungen verbessern; es gibt hier in der Branche einen Nachholbedarf. Wir müssen damit rechnen, dass sich weiterhin viele Branchen um die gleichen Talente streiten werden. Der Bewerber-Pool wird kleiner werden, daher müssen wir weiter in Digitalisierung investieren.

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