Hoteltest Hyatt Regency DüsseldorfFeminines Top-Domizil

´ (Bild: Shutterstock)

»Wir sind Gastronomen in Düsseldorf, nur eben zufällig in einem Hyatt«, erklärte Deutschland-Chef Fred Hürst im Rahmen der Eröffnung des Hyatt Regency Düsseldorf im Dezember 2010. Wie sich die Gastronomie, aber auch alle anderen Bereiche des mit viel Design versehenen Luxushotels heute präsentieren, überprüfte unser anonymer Tester.

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Mo. 16/04, 16:31, Reservierung

Das Gespräch mit Reservierungsmitarbeiter Z. verläuft korrekt und höflich, doch längst nicht perfekt. Die Unterschiede der Zimmerkategorien werden nur sehr pauschal genannt, zudem fehlt es an Details, die zu einer Entscheidung beitragen könnten. Auch der Ausblick auf den Düsseldorfer Medienhafen sollte genauer beschrieben werden, denn wer nicht aus der Region kommt, kann sich unter dieser Location nur schwer etwas vorstellen. Mitarbeiter Z. könnte darüber hinaus mehr Verkaufsengagement zeigen, vor allem in puncto Gastronomie und Spa – denn diese Bereiche werden nicht einmal erwähnt. Vielleicht fehlen ihm auch die entscheidenden Ortskenntnisse, schließlich sitzt die Reservierungsabteilung nicht in Düsseldorf, sondern bei Hyatt in Mainz. Merkwürdig ist ferner, dass der Herr Z. fragt, ob er die Bestätigung in Englisch schicken könnte, weil dies schneller ginge – das sollte man in Deutschland lieber erst gar nicht einführen. Ein eigener Transfer vom Hauptbahnhof zum Hotel existiert nicht, der Mitarbeiter bietet mir jedoch einen Limousinenservice an, der für diese kurze Strecke jeweils mit 100 Euro zu Buche schlagen würde. Die Taxifahrt kostet hingegen 15 Euro. Die Reservierungsbestätigung für mein gebuchtes Zimmer (290 Euro ohne Frühstück) kommt umgehend und enthält alle relevanten Daten, aber keine persönliche Note.
Wertung: mangelhaft

Mi. 25/04, 15:32, Check-in

Ich werde sehr freundlich vom livrierten Doorman begrüßt, der sich gleich um das Gepäck kümmert. Auch an der Rezeption werde ich höflich willkommen geheißen. Die Anmeldekarte ist korrekt ausgefüllt und muss nur noch unterschrieben werden. Als morgendliche Lektüre kann ich eine Zeitung auswählen, die auch stets an die Tür gehängt wird. Ich konfrontiere den Rezeptionisten mit einem abweichenden Tarif im Internet, wonach es mein Zimmer eventuell schon für 250 statt 290 Euro gegeben hätte. Der junge Mitarbeiter sucht Rat beim Chefrezeptionisten, der den Tarif kurzerhand im Sinne des Gas­-tes ganz unbürokratisch auf 250 Euro heruntersetzt. Der junge Mitarbeiter wünscht mir noch einen schönen Aufenthalt und fragt, ob man mir beim Gepäck behilflich sein könne. Der Eingangsbereich wird sehr genau beobachtet, ein von mir »vergessenes« Gepäckstück, stets auch ein Sicherheitsrisiko, wird mir sofort hinterher gebracht.
Wertung: sehr gut

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