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StartAufmacherF&B::4 Trends für den Sommer

F&B4 Trends für den Sommer

Der Sommer steht in den Startlöchern und die Gastronomie öffnet ihre Außenbereiche. Aber mit welchen Trends können Gäste dieses Jahr begeistert werden? Kollex-Geschäftsführer Lothar Menge gibt Tipps, was 2022 im F&B-Bereich besonders angesagt ist.

1. Local Exotics

Lockdowns und Lieferengpässe haben nicht nur die Bedeutung lokaler Lebensmittelproduktion weiter verstärkt, sondern zugleich eine neue Sehnsucht nach kulinarischen Entdeckungen und exotischen Genüssen geweckt, so Lothar Menge. Local Exotics versprechen diesen Widerspruch aufzulösen. Exoten lokal züchten – das verbirgt sich hinter dem Begriff.

Der Experte nennt Beispiele: Im Rheinland etwa bauen an die 60 Landwirte Quinoa an und erzeugen im Jahr 7.000 Tonnen des glutenfreien Superfood-Getreides, das ursprünglich aus den Anden stammt. Aber auch im sächsischen Coswig sind Local Exotics in Form von Shiitake-Pilzen zu finden: Interessierte können Shiitake-Pilzblöcke adoptieren und an einem nachhaltigen Crowd Farming Projekt teilhaben. In der Hauptstadt ist der Nachhaltigkeitstrend ebenfalls angekommen: Eine Berliner Manufaktur stellt Kombucha-Teepilzkulturen her und verkauft sie online.

„Wer seine Gäste positiv überraschen will, muss kreativ werden. Sorgen Sie für Abwechslung, begeistern Sie Ihre Gäste und ganz wichtig: Beherzigen Sie dabei deren Wertevorstellungen. Am Thema Nachhaltigkeit kommt heute niemand mehr vorbei“, rät Lothar Menge, Geschäftsführer von Kollex.

2. E-Food & Beverage und Service-Roboter

Von Bring- und Abholdiensten, über die Prozessoptimierung in der Küche bis hin zur digitalen Warenbestellung: „Eine Antwort auf den steigenden Personalbedarf im Sommer ist die Digitalisierung. Immer mehr Gastronom:innen verabschieden sich von der Zettelwirtschaft und finden dank kluger Software im Front- und im Backoffice mehr Zeit für ihre Gäste“, so Menge.

Und darüber hinaus: Seit kurzem setzen einige technikaffine Gastgeber in Deutschland auf künstliche Intelligenz (KI) wie etwa den Bella Bot. Der kastenförmige Roboter mit Kätzchenoptik fährt durch die Betriebe, lässt sich mit Gläsern und Tellern beladen, um diese zum Servieren an die Tische zu fahren und transportiert Geschirr wieder ab in die Küche. „Das kann eine erhebliche Entlastung für die Mitarbeiter sein und ganz nebenbei ist so ein Roboter auch eine echte Attraktion“, meint Menge.

Wem die Einführung der KI noch zu futuristisch erscheint, der könne erstmal im Kleinen anfangen: „Mittels QR-Codes lässt es sich digital auf Speise- und Getränkekarten zugreifen und sogar bestellen. Das erspart Bedienungen Laufwege und beschleunigt die Abläufe. Die allermeisten Gäste und Angestellten sind dankbar für solche praktischen digitalen Lösungen.“

3. Zero Waste und Plant Based

Das zentrale Motto nachhaltigen Konsumierens lautet in diesem Sommer Zero Waste. „Es geht um die Idee, Müll oder scheinbaren Müll nicht nur wiederzuverwerten oder zu recyceln, sondern möglichst zu vermeiden“, sagt der Experte.

Der erste Schritt dahin sei die bedarfsgerechte Warenbestellung. Wer trotz gewissenhaften Einkaufs am Ende des Tages doch noch einwandfreie Lebensmittel übrig hat und diese vor der Tonne retten will, könne zum Smartphone greifen. Apps wie Too Good To Go oder ResQ Club lokalisieren, wo zu rettende Reste anfallen – und geben Interessierten die Möglichkeit, diese abzuholen. Aktuell beschränkt sich dieses Angebot noch auf Großstädte. „Solche sinnvollen Initiativen zur Rettung von Lebensmitteln werden sich aber auch in ländlichen Regionen verbreiten“, ist sich Menge sicher.

Auch beim Zero Waste Trend gibt laut dem Experten es Hardware-Lösungen wie Kompostiermaschinen. Das Berliner Zero Waste Restaurant „Frea“ etwa betreibt ein metallenes Gerät, in das alle Essensreste, die auf den Tellern übrigbleiben, wandern. Innerhalb von 24 Stunden verwandele es organische Abfälle in dunkle Erde.

Wer zudem noch auf eine pflanzlich basierte Speisekarte mit Bio-Produkten setzt, schmälert seinen ökologischen Fußabdruck, so Menge. Zudem könne es hilfreich sein, vegetarischen und veganen Speisen mehr in den Vordergrund zu stellen. „Das kommt gerade bei einem jungen Publikum, das bewusst lebt und sich in der Verantwortung sieht, Ressourcen einzusparen, gut an.“

4. Liquid Evolution

Lothar Menge ist sich sicher: Liquid Evolution ist das Schlagwort des Sommers. Denn alkoholfreie Alternativen würden sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. „Darauf sollte auch das Gastgewerbe reagieren. Hervorragende alkoholfreie Biere mit ihren geschmacklichen und isotonischen Varianten sind schon selbstverständlich fester Bestandteil der meisten Getränkekarten. Jetzt ist es an der Zeit, Sekt, Wein und Spirituosen ins alkoholfreie Sortiment zu integrieren. Die Nachfrage ist schließlich da“, betont Menge. Und auch Softdrinks würden im Trend liegen.

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