Seit 1936 war das Münchner Luxushotel ein Aushängeschild der Geisel Privathotels. Nun übernehmen Siggis Capital und Black Rock.
Familie Geisel hat das Hotel Excelsior in der Münchner Schützenstraße verkauft. Wie ein Unternehmenssprecher der Geisel Privathotels mitteilt, sei die Entscheidung nach sorgfältiger Prüfung getroffen worden. Sie sei allen Beteiligten schwergefallen. Das Hotel war seit 1936 im Besitz der Familie und galt als Aushängeschild des Unternehmens.
Neue Eigentümer: Siggis Capital und Black Rock
Der Kaufvertrag mit der neuen Betreibergesellschaft Siggis Capital sowie der US-amerikanischen Investmentgesellschaft Black Rock sei bereits unterzeichnet. Zum Kaufpreis und weiteren Details der Transaktion äußerte sich die Eigentümerfamilie nicht – alle Parteien hätten Stillschweigen vereinbart.
Für die Hotelangestellten gibt es eine Absicherung: „Bestandteil der Vereinbarung ist, dass alle derzeit rund 100 Mitarbeitenden übernommen werden, sofern sie dies wünschen“, teilt der Unternehmenssprecher mit. Die Weiterführung als Hotelbetrieb sei vertraglich festgeschrieben.
Wie das Hotel künftig heißen wird und welches Konzept die neuen Betreiber verfolgen, steht hingegen noch nicht fest. Die Neukonzeption, zukünftige Ausrichtung und Namensgebung obliegen laut Geisel Privathotels der neuen Betreibergesellschaft. red/sar
Über das Hotel Excelsior by Geisel
Das Hotel mit 114 Zimmern befindet sich seit 1936 im Besitz der Familie Geisel. Nach einer Nutzung als Hauptquartier der Besatzungsmacht während des Zweiten Weltkriegs wurde es 1956 wieder eröffnet. Eine grundlegende Renovierung erfolgte 1986, gefolgt von einer Erweiterung im Jahr 2012 und der Modernisierung der Konferenzräume 2014. 2017 wurden nahezu alle Gästezimmer, die Lobby sowie die Fassade umfassend erneuert. Das Restaurant „Vinothek by Geisel“ wurde erweitert und bietet Platz für bis zu 25 Personen.