Neustart Falkensteiner übernimmt Triforêt

41 Apartments und 20 Chalets in Pistennähe: Das Resort am Fuß des Toten Gebirges setzt auf Privatsphäre.
41 Apartments und 20 Chalets in Pistennähe: Das Resort am Fuß des Toten Gebirges setzt auf Privatsphäre. © FMTG

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group steigt mit einem Managementvertrag in das Alpin Resort in Oberösterreich ein – und will damit erstmals Residenzen im Boutique-Format unter eigener Marke betreiben.

Das Triforêt Alpin Resort in Hinterstoder am Fuß des Toten Gebirges soll am 9. Juli 2026 wiedereröffnet werden. Die Anlage umfasst 41 Apartments und 20 Chalets in unmittelbarer Pistennähe. Für die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) ist es nach eigenen Angaben der erste Standort, an dem Falkensteiner Residences als eigenständiges Boutique-Resort im Fünfsterne-Segment geführt werden sollen. Bislang betreibt das Unternehmen seine Residenzen innerhalb bestehender Falkensteiner-Hotelanlagen.

Vorgeschichte: Insolvenz und Betriebsstopp

Die Übernahme durch Falkensteiner folgt auf eine turbulente Phase für das Projekt. Die Arcona Hotelgruppe, die das Resort ursprünglich betrieben hatte, trennte sich 2024 im Zuge ihrer eigenen Gruppeninsolvenz in Eigenverwaltung von dem Objekt. Im Mai 2025 wurde dann die nachfolgende Betreibergesellschaft Alpin Family insolvent, im März 2026 wurde der Betrieb schließlich eingestellt.

Hinter dem Resort stehen laut FMTG zwei Investoren: Michael Fröhlich, der als Ideengeber des Projekts gilt und die Geschäftsführung der Betriebsgesellschaft innehat, sowie Polytec-Gründer Friedrich Huemer, der bereits 2025 in das Projekt eingestiegen war. Beide bleiben als Miteigentümer an Bord. „Mit Falkensteiner haben wir den richtigen Partner gefunden, der unsere Vision langfristig mit touristischer Kompetenz und echtem Qualitätsanspruch weiterentwickelt“, sagt Fröhlich.

Residenzen sind wachsendes Marktsegment

Die FMTG ordnet den Schritt in einen breiteren Branchentrend ein: Servicierte Residenzen gelten laut dem Unternehmen als das am schnellsten wachsende Segment im globalen Luxus-Hospitality-Markt.

Das Modell verbinde aus Betreiber- und Eigentümersicht mehrere Vorteile: die Privatsphäre eines eigenständigen Refugiums mit dem Serviceniveau eines Fünfsternehauses und einem erprobten Renditemodell. FMTG-CEO Otmar Michaeler formuliert es so: „Anspruchsvolle Reisende suchen nicht mehr das große Hotel, sondern den persönlichen Ort. Raum, Stille, Natur und gleichzeitig kompromisslose Qualität.“

Aufsichtsratsvorsitzender Erich Falkensteiner bezeichnete das Projekt als „Auftakt zu einem neuen Kapitel“ der Marke. Man wolle Falkensteiner Residences künftig konsequent im Fünfsterne-Standard an ausgewählten europäischen Standorten etablieren.

Abseits der alpinen Massendestinationen

Die Standortwahl war laut Falkensteiner kein Zufall. Hinterstoder zähle nicht zu den großen alpinen Massendestinationen, sondern positioniere sich als naturnahe Ganzjahresdestination. Im Winter gehöre das Skigebiet zu den wichtigsten in Oberösterreich, im Sommer prägten Bergseen und Wanderwege das Angebot. Die Architektur des Resorts orientiere sich an der alpinen Umgebung, geplant seien unter anderem ein Spa-Angebot und individuelle Serviceleistungen. red/sar

Über die Falkensteiner Gruppe

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG (FMTG) ist eines der führenden Tourismusunternehmen in privater Hand in fünf europäischen Ländern. Unter ihrem Dach vereint sie die Bereiche Falkensteiner Hotels & Residences mit derzeit 27 Vier- und Fünfsterne-Hotels, drei Apartment-Anlagen, die FMTG Development, die FMTG Invest, Falkensteiner Camping und den Tourismusberater Michaeler & Partner.