Reisen wird nach Einschätzung des Branchenriesen angesichts der hohen Nachfrage vorerst teuer bleiben. So denke er nicht, dass Preise für Hotelaufenthalte bald sinken werden, sagte Expedia-Chef Peter Kern.
Bei Flugreisen seien zwar Schwankungen je nach Nachfrage und Angebot möglich - aber insgesamt werde die noch ausstehende Rückkehr von Touristen aus China die Reisepreise nach oben treiben. "Das wird die nächste große Welle sein. Und sie werden überall hinfahren, so wie früher", sagt Peter Kern im US-Sender CNBC.
Insgesamt rechnet der Expedia-Chef damit, dass Reisen für die Corona-Generation auf Dauer einen hohen Stellenwert haben werde. Kern verglich es damit, wie Menschen, die Wirtschaftskrisen durchlebten, danach jeden Cent sparten. So hätten die Leute jetzt erlebt, wie es sich anfühlt, nicht mehr reisen zu können – "und das wird für unsere Generation etwas sein, woran wir uns alle erinnern können werden."
Reisen ins Ausland nehmen zu
Erst vor kurzem hat Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, dass Reisende aus Deutschland 2022 insgesamt 222 Millionen Privat- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung im In- oder Ausland unternommen. Das waren 24 Prozent mehr als im stark von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2021, aber 15 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019.
Die Ausgaben für Unterkünfte lagen laut der Behörde 2022 bei 60 Milliarden Euro. Das waren 73 Prozent mehr als im Vorjahr und ein Prozent mehr als 2019. Die Ausgaben für Speisen und Getränke in Cafés und Restaurants betrugen 28 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 64 Prozent zum Vorjahr und ein Minus von fünf Prozent zu 2019. dpa/red