Die Europäische Kommission hat die Fusion der beiden Online-Buchungsplattformen untersagt. Booking will dagegen vorgehen.
Der geplante Zusammenschluss der Online-Buchungsplattformen Booking Holdings (Booking) und Flugo Group (Etraveli) wurde von der Europäischen Kommission nicht genehmigt.Das teilte die Europäische Kommission am Anfang der Woche mit. Booking hätte mit der Übernahme von Etraveli seine Vormachtstellung auf dem Markt für Hotelportale im Europäischen Wirtschaftsraum weiter ausgebaut. Das Unternehmen habe keine ausreichenden Abhilfemaßnahmen angeboten, um diese Bedenken auszuräumen.
Booking will Berufung einlegen
Booking Holdings gab daraufhin bekannt, gegen die Entscheidung bei europäischen Gerichten Berufung einlegen zu wollen. Das Unternehmen ist "der festen Überzeugung, dass die Kommission sowohl in Bezug auf den Sachverhalt als auch auf das auf diese Transaktion anwendbare Recht falsch liegt." Booking verweist darauf, dass sowohl die britische Competition & Markets Authority als auch der amerikanische FTC den Kauf ohne Auflagen genehmigt hätte.
"Die Entscheidung der Europäischen Kommission weicht nicht nur von geltendem Recht und Präzedenzfällen ab, sondern beraubt die Verbraucher auch der Reiseoptionen, auf die sie ein Recht haben", sagte Glenn Fogel, Chief Executive Officer von Booking Holdings.
Die europäische Hotellerie sieht in der Entscheidung wiederum einen wichtigen Schritt, die Marktmacht der Online-Buchungsplattform einzugrenzen. "Die Untersagung der Übernahme von Etraveli durch Booking Holdings ist wegweisend. Denn jetzt ist klar, dass auch die EU-Kommission das Buchungsportal als marktbeherrschend einstuft", kommentierte Tobias Warnecke, Geschäftsführer des Hotelverbands Deutschland (IHA). sar