Mit einer laufenden Kapitalmaßnahme will die EPH Group ihre Entwicklungstätigkeit im Premium- und Luxushotelsegment vorantreiben. Im Fokus stehen Vorhaben in Regionen Österreichs und Deutschlands.
Die börsennotierte EPH Group AG setzt auf weiteres Wachstum im Hotelimmobilienmarkt. Das Unternehmen mit Sitz in Wien entwickelt Projekte für internationale Betreiber und konzentriert sich dabei vor allem auf Standorte in Alpen- und Seeregionen. Zur Finanzierung weiterer Entwicklungsschritte führt die Gesellschaft derzeit eine Barkapitalerhöhung durch. Das maximale Bruttoemissionsvolumen beträgt rund 10,3 Millionen Euro. Die öffentliche Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 26. Juni 2026.
Nach Angaben des Unternehmens sollen die Mittel unter anderem in laufende Projekte in Österreich und Bayern fließen. Langfristig prüft die Hotelentwicklungsgesellschaft zudem eine Expansion in weitere europäische Märkte.
Internationale Marken im Fokus
Das Geschäftsmodell der Hotelentwicklungsgesellschaft unterscheidet sich von dem klassischer Projektentwickler. Das Unternehmen entwickelt bestehende oder geplante Hotelimmobilien gezielt für internationale Hotelmarken, die ihre Präsenz im DACH-Raum ausbauen möchten. Dabei übernimmt EPH die Grundstücksakquisition, Projektentwicklung und Strukturierung des späteren Hotelbetriebs.
„Wir sehen erhebliches Potenzial im DACH-Premium- und Luxushotelmarkt und eine hohe Nachfrage internationaler Hotelmarken nach attraktiven Standorten außerhalb der großen Städte“, sagt Vorständin Yasmin Wilfling. Vor allem in Alpen- und Seeregionen seien internationale Marken bislang nur begrenzt vertreten. Aktuell verfügt die Gesellschaft nach eigenen Angaben über eine Pipeline von neun Projekten in Österreich und Deutschland. Die geplanten Häuser sollen jeweils mehr als 200 Betten umfassen und von renommierten global agierenden Hotelgruppen betrieben werden.
Alternative Finanzierungsmodelle
Für die Grundstückssicherung setzt EPH unter anderem auf das sogenannte „Land-for-Equity“-Modell. Dabei erhalten Grundstückseigentümer im Gegenzug für ihre Flächen Unternehmensanteile. Ziel ist es, die Projektpipeline auszubauen und gleichzeitig den Kapitalbedarf in frühen Entwicklungsphasen zu reduzieren.
„Das eingesammelte Kapital soll primär für den Erwerb und die Weiterentwicklung bereits identifizierter Grundstücke und Projekte, die Finanzierung weiterer Entwicklungsphasen sowie für den Ausbau der Eigenkapitalbasis verwendet werden“, erklärt CEO Alexander Lühr. Die 2023 gegründete Gesellschaft ist seit Ende 2025 im Freiverkehr der Börse Stuttgart notiert. 2026 folgten die Notierung im Primärmarkt der Börse Düsseldorf sowie der Handelsstart auf Xetra. red/ik