Entwicklung der Spültechnik bei WinterhalterHygiene first

Das Bewusstsein für hygienesicheres Spülen hat sich verändert, so Alexander Blüm von Winterhalter. (Bild: Winterhalter)

Sauberes Geschirr ist in Hotellerie und Gastronomie seit jeher ein Aushängeschild. In der Coronakrise wurde es zur obersten Prämisse. Winterhalter-Vertriebsleiter Projekte Alexander Blüm erläutert, mit welchen Maßnahmen Betriebe auf der sicheren Seite sind.

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Hotel+Technik: Herr Blüm, worauf legen Sie den Fokus bei Beratungen im Bereich Spültechnik?

Alexander Blüm: Das Wichtigste ist, dem Kunden die richtigen Fragen zu stellen, um die Abläufe hinter seinen gastronomischen Prozessen zu verstehen. Jeder Kunde hat individuelle Ansprüche. Das voraus­sichtliche Spülgutauf­kom­men in Art und Menge und die Spitzenlasten müssen berücksichtigt werden. Neben den baulichen Gegebenheiten ist es vor allem wichtig, die geplanten Ar­beits­ab­läu­fe sowie die Schnittstellen der Spül­kü­che zu den verschiedenen Arbeits­berei­chen zu analysieren. Nur so können für die Kunden die optimale Spültechnik, Spülchemie und das Zubehör bestimmt werden. Es gilt zu eruieren, was tatsächlich benötigt wird und was nur ‚nice to have‘ ist.

Was nennen die Hoteliers beziehungsweise Küchen- und Betriebsleiter als wichtigste Anforderungen an die Spültechnik?

Ganz vorn sind immer der angemessene Preis, das hervorragende Spülergebnis, der niedrige Verbrauch, die einfache Bedienung und Reinigung. Die Technik soll außerdem absolut zuverlässig funktionieren. Genannt wird aber auch eine schnelle Reaktionszeit beim Service.

Wie sehr beeinflussen Ihre Gespräche mit den Kunden die Produktentwicklung bei Winterhalter?

Wir beschäftigen uns viel mit den Nöten und den täglichen Herausforderungen unserer Kunden und leiten daraus zukünftige technische Lösungen und strukturelle Maßnahmen ab. Grundsätzlich wurde unser gesamtes Portfolio auf Kundenwünsche oder Anforderungen konstruiert und konzipiert.

Können Sie ein Beispiel dafür nennen?

Bei der Korbtransportspülmaschine CTR haben wir uns an den Anforderungen neuer Betriebe orientiert. Für sie ist das Spülaufkommen immer ein Blick in die Glaskugel, zwar mit Erfahrungswerten, aber eben auch mit Unschärfen. Wie entwickelt sich das Geschäft? Wie verändert sich möglicherweise mein Spülgut oder das Spülgutaufkommen? Mit dem modularen System der CTR können wir genau nach den aktuellen Bedürfnissen planen, mit der Option, sich später zu vergrößern, wenn das Geschäft anzieht oder sich verändert.

Welchen Einfluss hat die Coronakrise auf die Entwicklung von Spültechnik bei Winterhalter?

Auf die Entwicklung tatsächlich keinen. Unsere Spülmaschinen werden schon immer, das heißt auch vor Corona, nach DIN SPEC 10534 geprüft. Mit dieser Prüfung wird die Hygienisierungsleistung und somit die Reduzierung von potenziellen Krankheitserregern der Spülmaschinen mit einer Keimreduktion von fünf log-Stufen nachgewiesen, was einer Desinfektion gleichzustellen ist.

Stellen Kunden häufig Corona-spezifische Fragen?

Am Anfang war die Verunsicherung sehr groß. Wir hatten unzählige Anfragen, viele unserer Kunden wollten schriftliche Stellungnahmen. Langsam lässt es nach, wahrscheinlich auch deshalb, weil wir online sehr schnell proaktiv informiert haben. ­Hygienechecks und Unterweisungen zum Umgang mit der Spülmaschine, die wir seit jeher anbieten, werden verstärkt nachgefragt. Neu ist, dass wir Kunden, die mit dem Winterhalter-System arbeiten, nach erfolgreichem Hygienecheck einen hygienesicheren Spülprozess bescheinigen.

Bekommt professionelle Spültechnik durch die Krise eine neue Bedeutung?

Das Bewusstsein für hygienesicheres Spülen hat sich geändert, Handspülen wird infrage gestellt. Vor allem im Bereich der Kleingastronomie gibt es nun mehr Anfragen als vor der Krise. 

Interview: Mareike Knewitz

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