Elektronische Zuftrittslösung von SaltoEine Karte für alles im Kulm Hotel St. Moritz

Beim neuen Design-Schloss ist die Elektronik in die Tür eingebaut und nur der dezente Leser an der Außenseite sichtbar. (Bild: Rolf Müri)

Nachdem das mechanische Schließsystem ausgedient hatte, sollte im Kulm Hotel eine elektronische Alternative her. Dabei ging es dem Hoteldirektor sowohl um optimalen Komfort für seine Gäste als auch um die Kompatibilität mit dem Designkonzept.

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Das Kulm Hotel St. Moritz soll seinen Gästen mehr Sicherheit bieten, daher wurde das mechanische Hotelschließsystem durch eine elektronische Lösung ersetzt. Anlass für den Tausch war ein typisches Manko mechanischer Anlagen, so Heinz E. Hunkeler, Hoteldirektor des Kulms: „Unser altes mechanisches Schließsystem hatte seinen Lebenszyklus beendet, was unter anderem den Kopierschutz und Nachbestellungen betraf. Hinzu kam, dass die Verwaltung durch unsere Anbauten zunehmend komplex wurde. Deshalb haben wir beschlossen, auf eine elektronische Zutrittskontrolle umzustellen.“

Kombinationen von Berechtigungen

Das neue System sollte vor allem mehr Sicherheit, Flexibilität und eine einfachere Verwaltung ermöglichen. „Für uns stand aber auch im Mittelpunkt, dass wir unseren Gästen noch mehr Komfort bieten können. Wenn bei einem elektronischen System ein Schlüssel verlorengeht, müssen wir keine Schlösser mehr tauschen, was den Aufenthalt weniger beeinträchtigt. Außerdem können wir nun Kombinationen von Berechtigungen ausstellen, zum Beispiel für Familien, die mehrere Zimmer belegen. Und es ist natürlich angenehmer für Gäste, die unser Spa benutzen, lediglich eine Karte bei sich zu haben als einen schweren Schlüssel“, erläutert Hunkeler die Vorteile der elektronischen Lösung.

Darüber hinaus waren dem Hoteldirektor verschiedene Programmierungsmöglichkeiten wichtig: „Während der Saison und der Nichtsaison haben wir vollkommen unterschiedliche Abläufe. Es ist praktisch ein völlig anderes Haus. Und das wirkt sich ebenso auf die Berechtigungen aus. Das sollte das neue System unkompliziert umsetzen können.“

Keine Lösung „von der Stange“

Bei der Recherche nach einem geeigneten Schließsystem war für den Hoteldirektor auch der Service entscheidend: „Es kam nur eine Firma in der Nähe in Frage, um gegebenenfalls rasch reagieren zu können. Zugleich sollte der Errichter nicht nur Verkäufer sein, sondern ebenso ein tiefes Technik- und Lösungsverständnis mitbringen. Denn viele Details in unserem Haus lassen sich eben nicht von der Stange umsetzen.“ Die Entscheidung fiel auf eine Lösung von Salto Systems. Die Planung der Anlage erfolgte in Zusammenarbeit mit Christiano Luminati, Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens Auf und Zu. Die Installation fand während einer Hotelumbauphase im Herbst 2018 statt, sodass das System zur Saisoneröffnung im Dezember lief. In den 38 neuen Zimmern ist die „Ansi-Version“ der Türschlösser
„Aelement Fusion“ verbaut, da das Hotel stärkere Türen wegen des Schallschutzes einsetzt.

In den restlichen Zimmern und Suiten im Hauptgebäude kommt seit Sommer 2019 die DIN-Version des Schlosses zum Einsatz, da dort die Bestandstüren schmaler sind. Die Türschlösser können verdeckt in die Tür eingebaut werden und eignen sich für die Kommunikation mittels RFID, NFC und Bluetooth (BLE). Dadurch können Gäste und Mitarbeiter ihr Smartphone zusammen mit der „Just in mobile“-Technologie als Schlüssel verwenden, sofern das gewünscht ist. Außerdem sind die Schlösser mit Türdrückern von Colombo Design kompatibel, die im Kulm Hotel ebenfalls zum Einsatz kamen.

Technologisch basiert die Zutrittslösung auf dem „Salto Virtual Network (SVN)“ mit patentierter Schreib-Lese-Funktionalität und verschlüsselter Datenübertragung. Im „SVN“ werden die Schließberechtigungen auf dem Identmedium gespeichert, wodurch eine Verkabelung der elektronischen Schlösser entfällt. Gleichzeitig schreiben die Schlösser Informationen über gesperrte Identmedien oder Batteriestände auf die Identmedien und geben sie somit weiter. Die Update-Punkte – im Kulm Hotel sind das Online-Wandleser – übertragen die ausgelesenen Daten an den zentralen Server und übermitteln gleichzeitig die aktuellen Schließberechtigungen auf die Identmedien.

Hohe Sicherheit an Außentüren

An den Haupteingängen sind solche Online-Wandleser von Salto installiert. Diese ermöglichen es, Berechtigungen zu aktualisieren, die Daten von den Karten auszulesen und diverse Sicherheitsfunktionen zu nutzen. Dazu zählt der „Tür-offen“-Alarm, der über das Software-Add-on „Alarm Events“ an ausgewählte Personen geschickt wird, um schnelles Handeln zu ermöglichen. Die Wandleser sind außerdem noch an den Schranken und Zufahrten, der Garageneinfahrt und am Lieferanteneingang installiert.

Auch einige Türen im Back-of-House werden mit der neuen Zutrittslösung versehen. Dazu gehören die Küche, der Weinkeller und das Warenlager. Neben dem Hauptgebäude des Kulm Hotels sind noch die Personalunterkünfte, der Country Club und externe Restaurants in das System eingebunden. Dort sind Wandleser an den jeweiligen Haupteingängen beziehungsweise Mitarbeitereingängen installiert.

Als Identifikationstechnologie kommt bei den rund 380 Mitarbeiterausweisen „Mifare Desfire Ev 1“ zum Einsatz. Für die Gästekarten nutzt das Kulm Hotel „Mifare Ultralight C“, wobei es sich bei den Gästekarten um Sonderanfertigungen handelt, die wertiger in Haptik und Optik gestaltet sind als Standardkarten.

Zwei Standorte – eine Software

Bei der Berechtigungsverwaltung kommt die Managementsoftware „Pro Access Space“ von Salto zum Einsatz. Diese ist für eine reibungslose Prozessintegration an das PMS von Protel angebunden. Die Software verfügt über eine Mandantenfunktion, wodurch über dasselbe System auch die Zutrittsverwaltung in dem zum gleichen Unternehmen gehörenden Grand Hotel Kronenhof in Pontresina gehandhabt wird. Dort wurde gleichzeitig begonnen, eine Zutrittslösung von Salto zu installieren.

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