DüsseldorfHotelmarkt und Gästezahlen im Aufwind

©pixabay/Michael Gaida

Mit rund 2,9 Miollionen Gästeankünften in Düsseldorfer Hotels wurde 2017 das Vorjahresergebnis um sechs Prozent übertroffen und damit ein neuer Rekordwert erzielt. Laut dem „City Report Hotelmarkt Düsseldorf“ von BNP Paribas Real Estate reiht sich dieses Ergebnis in den Wachstumstrend der Vorjahre ein: Seit 2010 erhöhte sich die Besucherzahl um insgesamt 38 Prozent, was die steigende Attraktivität der Stadt unterstreicht.

Anzeige

Im Jahr 2017 verbuchten Hotels insgesamt 4,7 Millionen Übernachtungen und damit 35 Prozent mehr als im Jahr 2010. Der Anteil ausländischer Besucher stieg währenddessen um zwei Prozentpunkte auf 38 Prozent. „Dieser vergleichsweise hohe Wert dient als Beleg für die internationale Bedeutung Düsseldorfs als Messestandort und Businessdestination. Die größten europäischen Besuchergruppen kommen dabei aus Großbritannien und den Niederlanden“, erläutert Alexander Trobitz, Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate GmbH. Die wichtigsten Quellmärkte aus Übersee sind die arabischen Golfstaaten, die USA, China und Japan.

Um die sehr dynamische Nachfrageentwicklung bedienen zu können, wurde auch das Angebot ausgeweitet, was sich in der deutlich gestiegenen Bettenanzahl widerspiegelt. Die Zunahme der Betten führte allerdings nicht gleichzeitig zu einem vergleichbaren Anstieg der Hotels. Konkret kletterte die Anzahl der Hotelbetten zwischen 2010 und 2017 um 20 Prozent auf einen Spitzenwert von 26.910, während die Anzahl der Betriebe im gleichen Zeitraum mit 215 in etwa gleich blieb. Die Ursache hierfür liegt dem Report zufolge vor allem in der größeren Übernachtungskapazität der zwischenzeitlich errichteten Hotelneubauten. Beispielsweise hat sich die Bettenanzahl der seit 2015 eröffneten Häuser gegenüber dem langjährigen Mittel von 109 Betten mehr als verdoppelt.

Der Hotelmarkt Düsseldorf entwickelt sich dynamisch weiter und erwartet vor allem im Stadtzentrum, im Bereich des Bahnhofs Düsseldorf-Wehrhahn und am Flughafen zahlreiche Neuzugänge; vornehmlich im Mid- und Upscale‑Segment. Was besonders ins Auge fällt, ist die hohe Anzahl an Konversionsprojekten: Für das Henri Hotel am Wehrhahn, das NYX Hotel in Mörsenbroich, das Ruby Leni Hotel in der Jahnstraße, das Ruby Coco Hotel an der Ecke Steinstraße/Königsallee sowie das Carathotel in der Oststraße finden gleich fünf Büro- und Geschäftshäuser eine neue Verwendung als Hotelimmobilie. Tatsächlich hat das stabile Wachstum des Düsseldorfer Hotelmarkts in den vergangenen Jahren zu einer prall gefüllten Projektpipeline geführt, die sich bis einschließlich 2020 auf bis zu 35 Prozent des derzeitigen Gesamtbestands an Hotelzimmern beläuft.

Der Ausblick: „Düsseldorf boomt! Für die nächsten Jahre zeichnen sich jedoch vor allem durch eine deutliche Ausweitung der Bettenkapazitäten neue Herausforderungen für die Marktteilnehmer ab“, erklärt Alexander Trobitz. Zumindest kurzfristig sei eine Anpassung der Performancezahlen nicht auszuschließen. Für die Zukunft werde es insbesondere darauf ankommen, ob es der Stadt gelingt, den positiven Trend bei den Besucherzahlen fortzusetzen – doch: „Vieles spricht dafür, dass die Rechnung langfristig aufgehen könnte“, so Trobitz.

 

Anzeige