Drogen-Lager, Zechpreller, Schlägerei, Einbruch Das Hotel als Tatort

14 kg Marihuana wurden in einem Hotelzimmer beschlagnahmt. (Bild: Polizei NRW / Polizeipräsidium Köln)

In den vergangenen Tagen haben sich in bundesdeutschen Hotels mehrere Strafdelikte ereignet, die fast schon an TV-Krimis erinnern. So flüchteten Gäste ohne zu bezahlen mit dem PKW, auf dessen Motorhaube sich der Hotelinhaber festkrallte. Und in Köln wurde ein Hotelzimmer benutzt, um 14 Kilogramm Drogen zu trocknen. Damit aber noch nicht genug…

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Köln

Ungewöhnlich ist der Fall, der sich in einem Hotel in Köln-Gremberghoven zugetragen hat: Aufgrund von Gästebeschwerden wegen Geruchsbelästigung wurde ein Zimmer seitens des Hotelmanagements geöffnet, in dem insgesamt 14 Kilogramm Marihuana auf dem Boden zur Trocknung ausgebreitet waren (siehe Foto). “Gäste haben sich über starken Geruch aus einem anderen Zimmer beschwert. Ich habe das Zimmer lokalisiert, aufgeschlossen und auf dem Boden die Drogen gefunden”, gab eine Angestellte zu Protokoll. Als der 21-Jährige Gast mit seinem Begleiter das Hotelzimmer betrat, standen die Zivilpolizisten schon bereit und nahmen die beiden Männer fest. Die Ermittlungen der Polizisten führten wenig später auch zu dem Komplizen (28) der beiden Beschuldigten, der die Hotelbuchung vorgenommen hatte.

Kleve

An einen Schimanski-Tatort erinnert die Szene, die sich nach Angaben der Kreispolizeibehörde Kleve am Montag auf dem Gelände des Airports Weeze zugetragen hat. Sechs Erwachsene mit Kleinkindern verließen das dort befindliche Hotel, ohne die Hotelrechnung zu begleichen. Der Hotelinhaber sah, wie ein Teil der Gruppe in zwei Autos wegfuhr. Er sprach den Fahrer des dritten Fahrzeugs an und erklärte ihm, dass die Rechnung noch nicht bezahlt sei. Der Fahrer gab plötzlich Vollgas und fuhr auf den in zwei bis drei Meter Entfernung stehenden Inhaber zu. Der 31-Jährige sprang auf die Motorhaube, um nicht überfahren zu werden, und hielt sich an der Kante fest. An der Schranke der Haupteinfahrt wendete der PKW und beschleunigte erneut. Vor der Schranke einer Mitarbeiterausfahrt machte der Fahrer dann eine Vollbremsung und der Hotelier schleuderte von der Motorhaube. Anschließend durchbrach der PKW die geschlossene Schranke und flüchtete über einen Nebenweg vom Flughafengelände. Der 31-Jährige verletze sich leicht; nach den Fahrern wird derzeit gesucht.

Sylt, Cursdorf, Arnstadt

Einbrüche in Hotels sind keine Seltenheit – aber nur selten geligt es den Tätern, viel Bargeld zu erbeuten. In einem Hotel in Westerland auf Sylt war es gerade mal die Trinkgelddose, die erbeutet wurde, in Cursdorf bei Saalfeld “immerhin” ein dreistelliger Betrag. und dann war da noch der Hotel-Einbruch in der Arnstädter Innenstadt, bei dem aus der Küche eines Hotels drei Boxen mit Wurst, Käse und Obst sowie ein orangefarbener Anorak entwendet wurden.

München

Ungewollte mediale Aufmerksamkeit erhielt der Bayerische Hof in München, in dem Rammstein-Sänger Till Lindemann am Pfingstwochenende einen Hotelgast geschlagen haben soll. Darüber, was sich am Abend in der Bar abgespielt hat, gehen die Meinungen auseinander. Ein ausdrückliches Lob erhielt aber der Barkeeper des Luxushotels, der dem Hotelgast nach der Auseinandersetzung vom Boden geholfen hat, während die Entourage des Rammstein-Sängers den Raum verließ.

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