Modernisierung Dorint Hotel Bonn schließt Millionen-Umbau ab

Joi-Design hat den neuen Look für die Zimmer entworfen.
Joi-Design hat den neuen Look für die Zimmer entworfen. © Dominik Ketz

Das Haus an der Kennedybrücke wurde umfassend modernisiert. Neue Zimmer, Longstay-Apartments und ein überarbeiteter Tagungsbereich sollen den Standort stärken.

Seit Anfang 2023 betreibt die Dorint-Hotelgruppe das 252-Zimmer-Haus zwischen Rheinpromenade und Bonner Innenstadt. Die nun vollständig abgeschlossene Renovierung bei laufendem Betrieb umfasste sowohl sämtliche öffentlichen Bereiche als auch Zimmer, Suiten und Apartments. Die Investitionssumme von rund zehn Millionen Euro trug der Verpächter der Immobilie, die HKB Hotel an der Kennedybrücke Bonn GmbH & Co. KG.

„Mit der umfassenden Modernisierung des Hauses an der Kennedybrücke investieren wir bewusst in die Zukunft des Standorts Bonn. Gemeinsam mit Dorint wollen wir die hervorragende Lage zwischen Rhein und Innenstadt optimal nutzen und das Hotel langfristig im Markt stärken“, erläutert Thorsten Bauschmann, geschäftsführender Kommanditist der HKB Hotel an der Kennedybrücke Bonn GmbH & Co. KG.

Hinter dem Umbau des Dorint Hotels Bonn steht eine strategische Neuausrichtung: Das Unternehmen will damit auf die wachsende Nachfrage nach längeren Aufenthalten, auf veränderte Anforderungen im Mice-Geschäft sowie auf den Trend zu sogenannten Bleisure-Reisen reagieren.

Historischer Polit-Chic als Designleitlinie

Für das Interior- und Designkonzept zeichnete das Hamburger Innenarchitekturbüro Joi-Design verantwortlich. Der gestalterische Ansatz greift die Geschichte des Hauses als einstigen Treffpunkt internationaler Politprominenz in der damaligen Bundeshauptstadt auf und übersetzt den Polit-Chic der 1950er-Jahre in ein zeitgemäßes Hoteldesign.

Auf zwei Etagen wurden die Zimmer vollständig renoviert und modern ausgestattet, hinzu kommen neu gestaltete Suiten. Besonderer Wert sei auf den Einbau hochwertiger Bäder gelegt worden. Für Gäste mit längerem Aufenthalt stehen zudem 14 renovierte Apartments mit eigener Küche bereit. In weiteren Zimmern wurde ein Soft Refurbishment durchgeführt, das neue Ausstattung und Technik umfasst, ohne die Grundstruktur zu verändern. Auch die öffentlichen Bereiche wurden überarbeitet: Die bisherige Außenterrasse läuft nun unter dem Namen „Riverside Lounge am Rhein“, das Atrium erhielt zusätzliche Lounge- und Aufenthaltszonen.

Mice-Geschäfts rückt in den Fokus

Als Herzstück der Neuausrichtung bezeichnet Dorint den modernisierten Konferenz- und Tagungsbereich. Dieser bietet flexible Raumlösungen für unterschiedliche Veranstaltungsformate. Im Einzelnen nennt die Hotelgruppe drei renovierte Räume: den „Creative Space" für interaktive Workshops, kreative Sessions, Lesungen und Netzwerktreffen, den „Boardroom Konrad Adenauer" für repräsentative Vorstandssitzungen und vertrauliche Besprechungen sowie den „Raum Genscher", der technisch speziell auf hybride Meetings ausgelegt ist. Im Zuge des Umbaus wurden außerdem Lüftungs- und Beleuchtungssysteme, Kühlanlagen, Verschattungstechnik sowie sicherheitsrelevante Anlagen erneuert.

„Wir haben den Umbau genutzt, um unser Profil klar zu schärfen: ein modernes Tagungshotel mit starkem Mice-Fokus, attraktiven Angeboten für längere Aufenthalte und einem klaren Bekenntnis zur Stadt Bonn“, betont Area General Manager Frank Schönherr. Die Neupositionierung schlage sich bereits in den Zahlen nieder: Das Dorint Hotel Bonn verzeichne sowohl im Zimmer- als auch im Tagungsbereich zweistellige Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr. red/sar