Der DIHK hat in seiner Konjunkturumfrage auch die finanzielle Lage verschiedener Branchen beleuchtet. Demnach gibt es große Unterschiede. Dabei sehen sich 20 Prozent der befragten Gastronomiebetriebe von einer Insolvenz bedroht.
Die Umfrage führte der Verband unter mehr als 18.000 Betrieben aller Branchen durch. Derzeit sehen sich fünf Prozent der Betriebe in der Gesamtwirtschaft von einer Insolvenz bedroht, so der Deutsche Industrie- und Handelskammertag.
Dabei unterscheide sich die Lage aber je nach Branche. So stünden nach der aktuellen Auswertung 33 Prozent der kreativen und künstlerischen Betriebe, 30 Prozent der Reisevermittler, 27 Prozent der Taxibetriebe und 20 Prozent der Unternehmen aus der Gastronomie vor einer drohenden Pleite.
Gastro: Schmelzendes Eigenkapital bei 62 Prozent der Betriebe
Auch die Lage beim Eigenkapital war Teil der Befragung. 23 Prozent der Industrieunternehmen berichten demnach von schmelzendem Eigenkapital, bei den Industriebetrieben mit weniger als 200 Mitarbeitern sind es 25 Prozent.
Anders sieht es bei den direkt vom Lockdown betroffenen Branchen aus. Hier verzeichnen 37 Prozent der Betriebe im Einzelhandel einen Rückgang des Eigenkapitals. Bei den Messe- und Kongressveranstaltern sind es 51 Prozent, die mit schmelzendem Eigenkapital zu kämpfen haben, in der Gastronomie 62 Prozent. Branchenübergreifend spitze sich die Finanzlage vor allem bei kleinen und mittelständischen Betrieben zu, so der Verband.