Digitalisierung in den Lindner HotelsMusik nach Gäste-Gusto

Das Smartphone ist mittlerweile zum wichtigen Kommunikationsmedium geworden. Bei den Lindner Hotels können Gäste zum Beispiel mit dem Personal an der Rezeption chatten. (Bild: Lindner Hotels)

Check-in, Check-out, Fragen zu Services im Hotel – das und mehr kann in den Häusern der Düsseldorfer Hotelgruppe komplett über das Smartphone erledigt werden. In Zusammenarbeit mit der Telekom entstanden noch weitere Features auf dem Weg zum „Hotel 4.1“.

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Um ihren Gästen den Check-in-Prozess so komfortabel wie möglich zu gestalten, bieten die Me-and-all- sowie die Lindner Hotels & Resorts die Anmeldung ganz ohne Rezeption, per Smartphone an. Dafür bietet die Gruppe im gesamten Gebäude leistungsstarkes WLAN. Ein QR-Code oder die Schlüsselkarte vom Terminal öffnen die Türen der Zimmer, von denen viele sogar über einen eigenen Hotspot verfügen. Auch Check-out und Bezahlung funktionieren mobil. Neben schnellem Surfen möchten viele Gäste auch im Hotel nicht auf Video-
Streaming verzichten. „Eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung ist heute essenziell und für Gäste ein ebenso wichtiges Auswahlkriterium wie ein bequemes Bett, Sauberkeit und freundlicher Service“, sagt Andreas Krökel, Vorstand Operations, Sales und Marketing bei Lindner.

Kommunikation mit der Rezeption per Chat

Auch in der Kommunikation mit den Gästen setzt die Hotelgruppe auf digitalen Service: Statt an der Rezeption anzurufen, können sie jetzt ihre Fragen und Wünsche rund um die Uhr per WhatsApp, SMS oder Facebook-Messenger übermitteln. Das Personal kann dann Fragen zum Beispiel nach zusätzlichen Handtüchern oder zu den täglichen Frühstückszeiten unkompliziert beantworten. „In Zeiten, in denen Chatten zum Alltag gehört, möchten wir unseren Gästen eine zeitgemäße Art der Kommunikation ermöglichen“, so Krökel.

Für eine schnelle Internetanbindung setzt die Lindner-Gruppe auf Glasfaser. Eine gute Netzabdeckung innerhalb jedes Gebäudes ermöglichen Switches und Access-Points von Cisco Meraki. Außerdem hat das MPLS-Netz (Multiprotocol Label Switching) mehr Bandbreite – es verbindet alle Lindner-Hotels mit der Zentrale und dem Rechenzentrum. Andreas Krökel: „Die Mitarbeiter müssen blitzschnell auf IT-Plattformen in unseren Rechenzentren zugreifen können. Aber auch für den externen Zugriff auf IT-Systeme im Unternehmen, etwa für IT-Support, ist die Bandbreite sehr wichtig.“

Über ein zentrales Dashboard überblickt die IT-Abteilung nun jederzeit, wie viel Bandbreite jeder Niederlassung zur Verfügung steht, und bucht bei Bedarf weitere hinzu. Die Administration des Rechenzentrums liegt in den Händen der Telekom. Sie begleitet Lindner seit mehr als zwölf Jahren als Digitalisierungspartner.

Externer Support extrem gefragt

Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Knapp 600 im Rahmen einer Studie befragte Hoteliers aus Deutschland und Österreich bewerten die Folgen des Mega­trends für die Branche und den eigenen Betrieb als wichtig oder sehr wichtig. Beinahe jeder Zweite sieht sich bei der Umsetzung neuer digitaler Trends vorn dabei, so die Benchmarkstudie „Hotellerie 4.1“ von Roland Berger, dem Hotelverband Deutschland (IHA) und der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Unbedingt notwendig sei hier digitale Unterstützung von außen, das geben in Deutschland 71 Prozent, in Österreich sogar 78 Prozent an.

So auch im Hause Lindner: Dort verbindet das MPLS-Netz jetzt auch alle Telefonanschlüsse der einzelnen Häuser mit der zentralen Anlage in Berlin. Eine separate Lösung in jedem Hotel ist damit überflüssig. Administriert und gewartet wird die Lösung ebenfalls von der Telekom. Der Vorteil: Eine zentrale Anlage spart Zeit und Geld. „Bis zur Installation von klassischen TK-Anlagen sind früher Monate vergangen, was zu Störungen oder Verzögerungen der Arbeitsabläufe geführt hat“, sagt Andreas Krökel. „Jetzt lassen sich Ports monatlich hinzubuchen oder auch wieder entfernen. Somit können wir sie der Mitarbeiterzahl in den Hotels flexibel anpassen.“ Auch in puncto Sicherheit hat Lindner vorgesorgt und setzt auf die E-Mail-Security-Lösung der Telekom. Sie überwacht den gesamten E-Mail-Verkehr, blockiert Viren, Spam und Trojaner und verhindert Angriffe auf kritische IT-Infrastrukturen und vertrauliche Daten.

Musikzonen als Gästemagnete

Neben Bandbreite, Rechenzentrum-Service und Telefonanlage beherbergt Lindner außerdem einen Jungunternehmer aus dem Start-up-Programm „Tech Boost“ der Telekom. Jetzt sorgt das Hamburger Start-up Elbsilber bei Lindner für passende Musik: Die „Music Box Deluxe“ generiert keine standardisierten Playlists, sondern individuell angepasste Varianten für Lobby, Restaurant oder Wellnessarea in Düsseldorf oder Oberstaufen – alles auf der Grundlage von Gästebewertungen. Andreas Krökel sieht bereits Veränderungen: „Die Gäste bewegen sich unbewusst in Richtung der Musikzonen und halten sich gern dort auf. Auch die Mitarbeiter schätzen die neue Lösung.“

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