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StartBusiness & ManagementBusinessDigitalisierung::5 Trends für Hospitality-Branche

Digitalisierung5 Trends für Hospitality-Branche

Das Thema Digitalisierung wird das Gastgewerbe auch kommendes Jahr beschäftigen. Michael Scheiblich, Experte und Lead Customer Success DACH der Personalplanungssoftware Planday, weiß, was die Hotel- und Gastronomiebranche 2023 erwarten wird.

Trend 1: Die Digitalisierung des Backoffice

Mit dem Grundsatzurteil 1 ABR 22/21 des BAG (Bundesarbeitsgericht) vom 13. September 2022 wird die Arbeitszeiterfassung für Arbeitgeber Pflicht. Sollen also die Angestellten entlastet werden, muss der Fokus auch in 2023 weiter auf der Optimierung interner Prozesse und speziell der Arbeitszeiterfassung liegen, so Michael Scheiblich. Moderne Software-Lösungen und Apps seien eine einfache, aber vor allem ortsungebundene Möglichkeit, die Arbeitszeit effizient zu erfassen – egal ob im Betrieb oder im Homeoffice.

Auch für Personalmanager biete die Digitalisierung des Backoffice eine zunehmende Entlastung. Sie behalten den Überblick über die jeweiligen Zuständigkeitsbereiche und können effizient Dienstpläne erstellen oder gegebenenfalls Änderungen schnell und transparent eintragen. Zusätzliche Features, wie interne Kommunikationsfunktionen oder die Verknüpfung mit bestehenden Tools bis hin zum Frontdesk-Bereich sorgen laut dem Experten zudem für mehr Struktur im Arbeitsalltag.

Trend 2: Modernes Bewerbungsmanagement

Auch in Sachen Recruiting können digitale Prozesse unterstützen. So könnten Bewerber zum Beispiel verschiedene Kanäle, über die sie auf die Arbeitgeber zukommen können, nutzen. Diese unterschiedlichen Portale können dank smarter Lösungen inhouse zu einer zentralen Datenbank zusammenfasst und der komplette Bewerbungsprozess damit effizienter gestaltet werden, sagt Scheiblich. Absagen oder die Priorisierung von potenziellen Mitarbeitenden sowie Terminerinnerungen und Onboarding-Prozesse können ebenso automatisiert werden. So könne die Einarbeitung beispielsweise effizienter durch Online-Videos, web-basierte Trainings oder Mediatheken erfolgen und so Ressourcen sparen. Der Ausbau Cloud-basierter HR-Software wird somit im Jahr 2023 im Fokus sein, prognostiziert Scheiblich.

Trend 3: Mitarbeitende binden und Zufriedenheit fördern

Während digitale Zeiterfassungs- und Abrechnungsanwendungen schon in einigen Unternehmen zum Arbeitsalltag gehören beziehungsweise verpflichtend sind, bietet die Automatisierung laut dem Digitalexperten im Bereich Employee Experience noch viel Potenzial. Das habe auch der Gesetzgeber erkannt und will vor allem kranke Arbeitnehmer mit der eAU, der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, entlasten. Ab dem 1. Januar 2023 sind die Krankenkassen zur digitalen Weiterleitung der Krankmeldung an die Arbeitgeber verpflichtet.

Außerdem sollen personalisierte Performance Dashboards, die den Fortschritt von Mitarbeitenden transparent sowie jederzeit abrufbar darlegen, zur Bindung und Weiterentwicklung von Angestellten beitragen. „Mittels intuitiver Tools kann dann eine stärkere Feedback-Kultur gelebt und die eigene Leistung in messbaren Zielen festgehalten werden. Schlussendlich steigt die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeitenden nachhaltig, wenn Arbeitgeber ein gut strukturiertes und organisiertes Arbeitsumfeld bieten“, weiß Scheiblich.

Trend 4: Automatisierung des Frontoffice

Der Experte ergänzt: „Auch 2023 wird die Digitalisierung des Frontoffice weiter vorangetrieben“. Voice- sowie Chatbots können beispielsweise zunehmend für Bestellungen oder Reservierungen eingesetzt werden, um so auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Während das Personal durch die KI (Künstliche Intelligenz) entlastet und anderweitig eingesetzt werden kann, könne gleichzeitig schneller auf die Bedürfnisse der Gäste reagiert werden. Zudem werde das Bestandsmanagement dank digitaler Kassensysteme effizienter. Unter anderem können durch automatisierte Sortimentsprüfungen Warenbestellungen schnell und direkt bis zum angebundenen Lieferanten weitergeleitet werden.

Trend 5: Waste-Management dank smarter Tools

Der letzte Trend, den Scheiblich für das kommende Jahr ausgemacht hat: Durch die Nutzung von Recycling- oder Foodwaste-Software wird auch die Nachhaltigkeit der Unternehmen zunehmend digitaler werden. Entsprechende Tools könnten zum Beispiel Warenbestände erfassen und weggeworfene Gegenstände ermitteln. Künstliche Intelligenz könne Abfallbereiche identifizieren und quantifizieren. Gerade in der Gastronomie und Hotelküche können so Prozesse optimiert werden.

Fazit

„Vorhandenes Personal kann mit Hilfe von smart eingesetzten Tools entlastet und effizient eingesetzt werden. Auch die Betreuung der Gäste wird durch die zunehmende Digitalisierung vereinfacht und die sogenannte Customer Experience weiter ausgebaut“, sagt Scheiblich abschließend.

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