Anfang 2025 verkaufte Michael Struck die von ihm gegründete Marke Ruby Hotels an IHG. Die Gruppe treibt nun die Expansion voran – erstmals auch in den USA. Im Tophotel-Interview spricht Struck über Wachstum und Effizienz.
Tophotel: Herr Struck, Ruby Hotels startete vor 13 Jahren als Lean-Luxury-Konzept mit starkem Digitalisierungshintergrund. Heute ist der Digitalisierungsgrad in der gesamten Branche weit fortgeschritten. Ist das noch ein USP für Ruby?
Michael Struck: Definitiv, wir sind ja nicht stehen geblieben, wo wir angefangen haben. Wir hinterfragen Prozesse permanent. Wir entwickeln unser Produkt weiter und arbeiten dabei auch mit KI. Nach der Automatisierung des Frontoffice, der Beschaffung und der vorbereitenden Buchhaltung haben wir die Automatisierung inzwischen auf zahlreiche Prozesse im Personalbereich, auf die Dienstplangestaltung, aber auch auf Zahlungsprozesse ausgedehnt. Außerdem entwickeln wir unseren hohen Zentralisierungsgrad weiter. Damit können wir auch den Lohndruck aus den Tarifverhandlungen kompensieren. Kosten zu optimieren, ist das Gebot der Stunde. Ich bin überzeugt davon, dass wir durch die Weiterentwicklung der KI noch viel bewegen können.
Was spricht noch dafür, dass sich ein Investor für Ruby als Betreiber entscheiden sollte?
Unsere Gästebewertungen sind sehr gut. Wir beobachten und analysieren die Kundenzufriedenheit und haben hier sehr klare Richtwerte definiert. Dieses Monitoring zeigt, dass wir bei unseren Gästen nicht nur absolut, sondern auch im Segmentvergleich zu Wettbewerbern dazugewonnen haben. Zudem haben wir uns im Bereich Marketing stark verbessert. Wir monitoren auch den RevPAR im Vergleich zu definierten Wettbewerbern. Diese umfassen pro Standort fünf bis sechs Hotels, die wir tagesgenau analysieren ...
>> Mehr dazu lesen Sie in der neuen Tophotel Ausgabe 5/2026.
