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StartBusiness & ManagementMonotalkDie Falkensteiner-Brüder im #Monotalk::Über die Bedeutung von Familie und Zusammenhalt

Die Falkensteiner-Brüder im #MonotalkÜber die Bedeutung von Familie und Zusammenhalt

Der eine sieht sich eher als Stürmer, der andere eher als Verteidiger: Erich und Andreas Falkensteiner haben als Hoteliers schon eine Menge erlebt – nicht nur in der Coronapandemie. Am Eröffnungsspieltag der aktuellen Fußball-Europameisterschaft sprachen wir mit dem Südtiroler Brüderpaar, das ihrem Family Resort Lido kürzlich ein umfangreiches Upgrade spendiert hat, über das Thema Familie.

Tophotel: Die Coronakrise fordert die Hotellerie extrem heraus. Hat sich Ihr Blick aufs Thema Familie in der Pandemie verändert?

Erich Falkensteiner: Verändert nicht, nein. Wenn man es positiv betrachtet, hat sich unsere Bindung noch einmal verstärkt. Als Familie sind wir all die Jahre immer eng gewesen – das Band ist jetzt noch enger geworden. Denn natürlich steht man in Krisensituationen noch mehr zusammen. Zumal wir als Familie ja schon ein paar Krisen hinter uns haben wie die Bombenanschläge Anfang der 1960er-Jahre oder die Finanzkrise 2008/2009 – und jetzt eben Corona. Der Vorteil: Man geht mit Krisen ganz anders um. Wir haben in dieser Zeit unheimlich viel am Produkt gearbeitet.

Einen Blick in die Historie ermöglicht unsere Bildergalerie

Wie steht man diese Monate der ungewissen Zukunft als Brüderpaar am besten durch?

Erich Falkensteiner: Wir sind beide über 60 Jahre alt und sprechen sicherlich viermal am Tag miteinander. Durch den Tod unseres Vaters sind wir relativ schnell ins kalte Wasser geworfen worden. Ich war 19 Jahre alt, Andreas 17 Jahre. Somit waren wir von Anfang an ein Team. Und wir sind auch ziemlich unterschiedlich: Mein Bruder ist eher der Verteidiger, und ich bin der Stürmer. Und dieses Spiel haben wir auch in den letzten Monaten gespielt – gestärkt durch unsere eigenen Familien. Das hat uns schon geholfen.

„Auf meinen Bruder kann ich mich in jeder Lebenslage zu 100 Prozent verlassen.“

Andreas Falkensteiner

Andreas Falkensteiner: In dieser Zeit war auch für mich der Zusammenhalt in der Familie das Wichtigste. Auf meinen Bruder kann ich mich in jeder Lebenslage zu 100 Prozent verlassen. Diese Harmonie überträgt sich auch auf unsere leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche auch zu uns gestanden sind, als es nicht einfach war. Ein gutes Team um sich zu haben erleichtert vieles.

Auf alten Schwarz-Weiß-Fotos sieht man Sie beide vor dem Falkensteiner-Stammhaus in Ehrenburg spielen. Jetzt hat Ihr Elternhaus ein umfangreiches Upgrade erhalten und soll den Gästen nun besondere „Welcome Home“-Momente garantieren …

Erich Falkensteiner: Mit diesem Familienprodukt, das wir im Lido neu bauen beziehungsweise neu interpretieren, wollen wir einen neuen Standard setzen. Die Frage war: Wie definieren wir ein Familienprodukt? Was uns in Ehrenburg gelungen ist, ist, die Sicht des Gastes voll einzubringen. Das war entscheidend. Wir bauen ja die Hotels nicht für uns, sondern für die Gäste! Eine große Rolle hat auch meine Frau Brigitte gespielt – sie sieht das Thema ganz stark aus der Sicht einer Mutter.

Apropos Familienprodukt: Familien mit Kindern dürften nach dem Check-in als Erstes den Sky Adventure Park oder die Hotel-Badewelt aufsuchen, richtig?

Erich Falkensteiner: Das sind unsere zwei Highlights! Der Sky Adventure Park mit seinem phänomenalen Sportangebot auf dem interaktiven Hoteldach ist einzigartig in Europa. Und er ist ökologisch und nachhaltig: Wir verbrauchen keinen Grund. Und einzigartig bei der Badelandschaft ist beispielsweise, dass fast jedes Zimmer eine eigene Liege für die Familie hat. Ein Luxus, der den Unterschied machen kann.

„Das Lido ist für uns Heimat.“

Erich Falkensteiner

Eng verbunden: Ein Foto von Andreas und Erich Falkensteiner aus Kindheitstagen. (Bild: Falkensteiner Hotels & Residences)

Hatten Sie nach dem Baubeginn spezielle „Welcome Home“-Erinnerungen? Vielleicht Erinnerungen, die Sie besonders geprägt haben?

Erich Falkensteiner: Sicher! Wir beide sind in dem Haus geboren und haben deshalb eine unheimliche Bindung zu diesem Haus. Das Lido ist für uns Heimat. Die letzten 40 Jahre haben wir es dreimal umgebaut, da kommen einem viele Erinnerungen: Was waren die Highlights, was die Schwierigkeiten? Wir haben eine große Dankbarkeit für das Haus, das uns groß gemacht hat. Wir nannten es die letzten Monate immer wieder unsere alte Lady! Herausfordernd war, diese alte Lady neu zu gestalten und alles ins Gleichgewicht zu bringen, alt und neu.

„Erich hat an der Rezeption gearbeitet und ich in der Hausdisco.“

Andreas Falkensteiner

Andreas Falkensteiner: Das Lido und der Falkensteinerhof werden für uns immer besonders sein. Diese beiden Häuser haben noch unsere Eltern geplant, wir kennen dort jeden Winkel und haben sehr viele Erinnerungen an unsere Jugendzeit. Erich hat an der Rezeption gearbeitet und ich in der Hausdisco, hier haben wir unsere ersten Erfahrungen in der Hotellerie machen dürfen.

Wie sind Sie beim Umbau konkret vorgegangen?

Erich Falkensteiner: Wir haben in der Familie sehr viel diskutiert. Beispielsweise haben wir fünf, sechs Architektenwettbewerbe gemacht, bis wir zum richtigen Architektenbüro gekommen sind. Wir haben uns also im Vorfeld die nötige Zeit gelassen, dann aber innerhalb eines Jahres gebaut.

Was macht Heimat für Sie aus?

Erich Falkensteiner: Heimat bedeutet für mich Heimkommen. Und: Wir kommen ja aus einer Bauernfamilie. Wenn ich von Geschäftsreisen aus dem Ausland heimkomme, fahre ich immer im Lido vorbei – so wie der Bauer früher nach seinen Kühen geschaut hat. Einfach noch mal schauen, ob alles in Ordnung ist – und dann schläft man gut.

Andreas Falkensteiner: Heimat ist für mich das Dorf, in dem wir seit Kindertagen leben, hier sind unsere Familien und unsere Freunde.

Ein Traum für Familien: Das upgegradete Falkensteiner Family Resort Lido ist für Erich und Andreas Falkensteiner ein Herzensprojekt. (Bild: Falkensteiner Hotels & Residences)

Das zeigt, dass Sie sich in dem neuen Haus durchaus noch heimisch fühlen …

Erich Falkensteiner: Absolut. Das verändert sich auch nicht.

Andreas Falkensteiner: Das neue Haus ist immer noch ein Zuhause für viele treue Gäste, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns über Jahre begleitet haben, und wird allein durch seinen Standort in unserem Heimatdorf immer einen besonderen Stellenwert haben.

Kommen wir zurück zu Ihren Gästen: Wie wichtig sind spezielle Rückzugsorte für die einzelnen Familienmitglieder?

Erich Falkensteiner: Natürlich lieben wir alle unsere Kinder. Aber ab und zu zwei, drei Stunden in der Wellness-Landschaft zu verbringen, tut den Eltern auch mal gut. Und die Kinder sind dann in der „Kinderbetreuung deluxe“ beschäftigt – übrigens gestaffelt nach Altersstufen. Wir haben ja mehr als 20 Betreuer in diesem Hotel.

Wenn wir uns in fünf Jahren noch einmal unterhalten würden: Welche „Magic Family Moments“ haben Sie in Ehrenburg noch umgesetzt? Denken Sie schon an die nächsten Schritte?

Erich Falkensteiner: Nein, die Hardware steht jetzt. In den nächsten ein, zwei Jahren heißt es, auch die Software top hinzubekommen. Wir starten etwa neue Live-Cooking-Stationen, verzichten somit auf Büfetts. Zudem setzen wir nur noch auf regionale Küche. Und es gibt für jedes Zimmer einen kleinen Garten, in dem beispielsweise die Kinder ihre Karotten ernten und neue einsetzen können. Wichtig ist auch, dass wir ein paar Fehler, die wir sicherlich gemacht haben, korrigieren. Und dann fällt uns sicher auch wieder etwas Neues ein, wie wir noch ein Highlight draufsetzen können.

Interview: Patrick Neumann


Magic Family Moments

Das Falkensteiner-Stammhaus in Ehrenburg ist für Erich (63) und Andreas (62) Falkensteiner ein besonderer Ort: Hier wurden die beiden Brüder geboren. Im Jahr 1957 hatten die Eltern Maria und Josef Falkensteiner den Grundstein für die heutige Hotelgruppe gelegt, als sie im Pustertal (Südtirol) eine Neun-Betten-Pension eröffneten. Heute begrüßen die Falkensteiner Hotels & Residences in 27 Vier- und Fünfsternehotels, drei Apartment-Anlagen und einem Premium-Campingplatz in sieben europäischen Ländern ihre Gäste. Das Motto der Gruppe: „Jedes Hotel ist so individuell, dass es seine eigene Geschichte erzählen kann.“ Mit dem jüngst upgegradeten Falkensteiner Family Resort Lido möchten die Gastgeber besondere „Magic Family Moments“ bieten.


 

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