26 Prozent aller Deutschen fühlen sich durch die gestiegenen Preise stark belastet, wie eine Umfrage zeigt. Das hat Folgen für die Gastronomie.
Die Deutschen sind im Spar-Modus angekommen: Dies zeigt eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) zu den drei Lebens- und Konsumbereichen der deutschen Bevölkerung. Demnach fühlen sich 26 Prozent aller Deutschen durch die gestiegenen Preise sehr stark beziehungsweise stark belastet. Fast jeder dritte Deutsche will deshalb vor allem bei Gastronomiebesuchen sparen.
Wo wird am meisten gespart?
Standen vor einem Jahr Einsparungen beim Stromverbrauch (35 Prozent) und bei der Heizenergie (29 Prozent) ganz oben bei den Sparmaßnahmen, so sehen derzeit nur noch 24 Prozent beim Stromverbrauch und 19 Prozent bei der Heizenergie wie Öl, Gas und Fernwärme Einsparpotentiale. Mit einer deutlichen Steigerung von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr auf 31 Prozent führen nun Restaurant-, Café- und Barbesuche die Liste an.
Auf Platz drei der Lebens- und Konsumbereiche, in denen die Befragten sparen wollen, rangiert der Urlaub mit 22 Prozent, knapp vor Kleidung mit 18 Prozent. Von den Personen, die im Bereich Urlaub sparen wollen, überlegt rund die Hälfte (55 Prozent), den Urlaub ganz ausfallen zu lassen.
Insbesondere in den Einkommensgruppen mit einem geringeren Haushaltsnettoeinkommen sei dies eine Option: Drei von vier Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro beabsichtigt, den Urlaub ganz ausfallen zu lassen. Bei Befragten mit einem Einkommen von 1.000 bis unter 2.000 Euro sind es 68 Prozent und bei Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.000 bis unter 3.000 Euro 58 Prozent.
„Bei weiteren Preissteigerungen, in welchen Bereichen auch immer, besteht die Gefahr, dass sich die soziale Schere weiter öffnet und sich dann einige Bevölkerungsgruppen einen Urlaub gar nicht mehr leisten können. Das Gleiche gilt auch für den Besuch von Gastronomiebetrieben,“ so BZT-Leiter Alfred Bauer. Und was machen die Befragten, die zwar verreisen, aber dennoch im Urlaub sparen wollen? 23 Prozent planen, eine günstigere Unterkunft zu wählen, 16 Prozent wollen den Urlaub verkürzen und 13 Prozent beabsichtigen, am Urlaubsort weniger auszugeben. red/sar