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StartBusiness & ManagementManagementDehoga Rheinland-Pfalz::Verband fordert Subventionen in Millionenhöhe

Dehoga Rheinland-PfalzVerband fordert Subventionen in Millionenhöhe

Der Dehoga Rheinland-Pfalz fordert anlässlich der Veröffentlichung der neuen Tourismus-Zahlen des Statistischen Landesamtes mehr Unterstützung von Seiten des Landes für die Branche. Konkret verlangt der Landes-Verband unter anderem ein fünfjähriges branchenspezifisches Investitionsprogramm in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro.

Rheinland-Pfalz habe laut den neuesten Zahlen in den vergangenen Jahren mehr als elf Prozent an Beherbergungsbetrieben mit zehn oder mehr Schlafgelegenheiten verloren. „In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Verlust von 400 Beherbergungsbetrieben“, heißt es in einem Schreiben des Dehoga Rheinland-Pfalz. Deshalb müsse der Tourismus gestärkt werden – und dabei setzt der Dehoga auf einen Drei-Punkte-Plan:

Das Land solle sich jeweils zur Hälfte an Investitionen in gastgewerbliche Betriebe beteiligen; insbesondere bei Unternehmensübergaben sowie in den Gebietskulissen des Nationalparks und der geplanten Bundesgartenschau 2031, so die Verantwortlichen. „Bei einer jährlichen Fördersumme von zehn Millionen Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren würde damit ein Gesamtinvestitionsvolumen von mindestens 100 Millionen Euro generiert.“ Das seien Investitionen, die Betriebsübergaben deutlich erleichtern würden und vor Ort in Wert gesetzt würden. Davon profitierten auch die örtlichen Handwerker und Bauunternehmen sowie Handel und Gewerbe, so Präsident Gereon Haumann.

Zudem fordert der Dehoga, dass die Übergabe der Konzession erleichtert werden soll. Denn nach geltendem Recht hat der Betriebsübernehmer auf den Übergabestichtag sämtliche gesetzlichen Anforderungen wie bei einem Neubau zu erfüllen. „Hier geht es um Investitionsanforderungen, die in den meisten Fällen im sechs-stelligen Bereich liegen. Hier fordern wir anstelle einer Stichtagsbetrachtung einen zeitlichen Korridor von drei bis fünf Jahren“, so Haumann.

Als dritten Punkt pochen die Verantwortlichen des Landes-Verbands auf die Einführung eines so genannten Befähigungsnachweises für Existenz-Gründer. Denn innerhalb der ersten drei Jahre scheiterten die meisten Neugründungen. Das ließe sich vermeiden. Der Nachweis könne „eine abgeschlossene Berufsausbildung sein, im besten Fall im Gastgewerbe“, so Präsident Haumann. „Mir geht es um die Qualitätsführerschaft unserer gastgewerblichen Betriebe in Rheinland-Pfalz. Darauf soll sich der Gast auch in Zukunft verlassen können.“

Als Begründung für die Forderungen des Verbandes führen die Verantwortlichen weitere Zahlen an: „Während bundesweit die Übernachtungszahlen im Vergleichszeitraum um 27 Prozent gestiegen sind, lag der Anstieg in dem Zehn-Jahres-Zeitraum in Rheinland-Pfalz lediglich bei 9,9 Prozent.“ Präsident Gereon Haumann sagt: „Die Zahlen sind erschreckend. Seit Jahren trage ich dieses Thema den politischen Entscheidungsträgern vor. In den nächsten fünf Jahren wird sich diese Entwicklung zudem noch verschärfen: bei 60 Prozent der gastgewerblichen Betriebe in Rheinland-Pfalz steht die Übergabe an. In nur einem Viertel der anstehenden Geschäftsübergaben steht überhaupt ein potentieller Übernehmer zur Verfügung.“

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