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StartManagementDebatte im Bundestag: Dehoga argumentiert für Minijobs

Debatte im BundestagDehoga argumentiert für Minijobs

Auf Einladung der FDP nahm der Dehoga im Deutschen Bundestag an einer Diskussion zum Thema Minijobs teil. Dabei wies der Verband nicht nur auf die grundsätzliche Notwendigkeit von Minijobs im Gastgewerbe hin. Er forderte auch eine Anhebung und Dynamisierung der 450-Euro-Grenze.

Am Montag, den 22. Februar 2021, hatte der Dehoga im Deutschen Bundestag Gelegenheit, die Positionen des Gastgewerbes bezüglich der Minijobs vorzutragen und zu erläutern. Anlass waren drei Anträge der Oppositionsfraktionen von FDP, Die Linke und AfD, die sich in höchst unterschiedlicher Stoßrichtung mit der Zukunft der Minijobs beschäftigen. Die Linken forderten eine sofortige Abschaffung der Minijobs, die volle Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro sowie eine Mindeststundenzahl von 22 Stunden pro Woche.

Neben Wissenschaftlern, Sozialversicherungsträgern, dem DGB und von Verbandsseite noch der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sowie dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks war der Dehoga auf Einladung der FDP als Sachverständiger geladen. Der Verband konnte sowohl die grundsätzliche Notwendigkeit von Minijobs im Gastgewerbe als auch seine Forderung zur Anhebung und Dynamisierung der 450-Euro-Grenze ausführlich begründen, teilen die Verantwortlichen mit.

Minijobs reduzieren Arbeitslosigkeit

Bislang führe nämlich jede Mindestlohnerhöhung dazu, dass Minijobber weniger Stunden arbeiten dürfen, was die Minijobs schleichend entwerte. Die Beschäftigungsentwicklung im Gastgewerbe beweist laut Dehoga, dass Minijobs sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht verdrängen, sondern sogar dazu beitragen, sie zu sichern.

Schützenhilfe erhielt der Dehoga dabei außer von den anderen Arbeitgeberverbänden insbesondere auch seitens der Minijob-Zentrale. Deren Vertreterin bestätigte, dass die Einführung der Minijobs 2003 zur Senkung von Arbeitslosigkeit und Zurückdrängung von Schwarzarbeit geführt habe. Minijobs seien heute eine akzeptierte, flexible und auch im Umfang konstante Beschäftigungsform.

Kritische Töne kamen dagegen neben dem DGB auch aus der Wissenschaft. Hier wurde der Fokus auf eine unzureichende Brückenfunktion der Minijobs in den regulären Arbeitsmarkt gelegt. Eine Erhöhung der Geringfügigkeitsschwelle würde bereits heute bestehende Probleme der Minijobs vergrößern. Das Ziel dieser Position: Minijobs abzuschmelzen und perspektivisch in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu überführen.

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