Das sollten (Hotel-)Betreiber wissenNotfallplan für Aufzüge ist Pflicht

Damit eingeschlossene Personen rechtzeitig befreit werden können, ist ab 1. Juni für jeden Aufzug ein Notfallplan vorgeschrieben. (Bild: Schindler)
Seit 1. Juni 2016 fordert der Gesetzgeber für alle Aufzüge einen Notfallplan. Bei Neuanlagen ist das Dokument mit der novellierten Betriebssicherheitsverordnung bereits jetzt verpflichtend, für bestehende Anlagen ist die bislang geltende Übergangsfrist zum 31. Mai ausgelaufen.

Dr. Karl Meyer, Leiter der Notrufzentrale beim Aufzugsunternehmen Schindler, begrüßt nach Angaben des Unternehmens diese gesetzliche Neuerung. „Der
Notfallplan enthält alle Informationen, die für eine zügige Befreiung eingeschlossener Personen erforderlich sind. Aufzugsbetreiber, die noch keinen
Notfallplan erstellt haben, können auf www.schindler-notruf.de ein Musterformular herunterladen.“

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Daten für mehr Sicherheit

Das Dokument ist innerhalb weniger Minuten ausgefüllt und enthält Informationen zum Standort des Aufzugs, dem verantwortlichen Betreiber und zu Personen, die
eine Notbefreiung vornehmen können. Auch die Kontaktdaten von Ersthelfern sowie Informationen zur Lage der Notbefreiungsanleitung dürfen nicht fehlen.
Diese Angaben müssen regelmäßig aktualisiert werden. Bei Aufzügen mit Verbindung zu einer Einsatzleitzentrale reicht es, wenn der Notfallplan beim
Notdienst und in der Betreiberdokumentation hinterlegt ist. Bei Anlagen, die nicht an einen Notdienst angeschlossen sind, sondern bei denen noch eine beauftragte
Person (ehemals Aufzugswärter) für die Notbefreiung verantwortlich ist, muss der Notfallplan in der Nähe des Aufzugs sichtbar angebracht sein. Schindler steht
seinen Servicekunden nach Unternehmensangaben bei Fragen zum Notfallplan und zur Notbefreiungsanleitung zur Seite.

Notrufsystem nachrüsten

Zusätzlich sollten Betreiber darauf achten, dass der Aufzugsnotruf den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Denn spätestens ab 2020 muss jeder
Aufzug über eine sogenannte Zwei-Wege-Kommunikationseinrichtung verfügen. „Es ist ratsam, die Installation kurzfristig in Angriff zu nehmen“, weiß Dr. Karl
Meyer. „Schon heute haftet der Betreiber, wenn die Befreiung eingeschlossener Personen nicht innerhalb einer halben Stunde eingeleitet werden kann.“ Die
Nachrüstung oder Modernisierung eines veralteten Fernnotrufs über einen kostengünstigen Mobilfunkanschluss lässt sich bei jedem Aufzug problemlos
realisieren und sichert die direkte Sprechverbindung zur Notrufzentrale.

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