Bei einem Live-Wettbewerb im Kameha Grand wurde der Koch des Jahres gekürt. Wer die Fachjury überzeugen konnte.
Tausend Fachbesucher, prominente Gäste und Fernsehteams – das war der Rahmen für das Finale des "Koch des Jahres" im Kameha Grand in Bonn am 13. November.
Die Finalisten
- Antonio Amer Baqué – Sous Chef, Restaurant Facil**, The Mandala Hotel in Berlin
- Marcel Förster – Küchenchef, Agata’s* in Düsseldorf
- Entihal Khatib – Demi Chef de Partie, Leonardo Royal Hotel in Nürnberg
- Miguel Marques – Küchenchef, Alois By Dallmayr** in München
- Simon Bantle – Sous Chef, Epoca by Tristan Brandt*, Sonnenberg in Zürich
- Marcel von Winckelmann – Küchenchef, Landgasthof zum Müller in Ruderting
Was waren die Final-Aufgaben?
Die sechs Profi-Köche im Finale mussten innerhalb von fünf Stunden ein Drei-Gänge-Menü in sechsfacher Ausführung zubereiten. Alles, was auf den Tellern landete, musste in dieser Zeit kreiert werden. Anschließend blieben 20 Minuten, um 18 Teller an die Jury zu schicken.
Die Menüs hatten genaue Vorgaben. In der Vorspeise musste Norwegian Seafood Königskrabbe verarbeitet werden, im Dessert drehte sich alles um Moak Kaffee. Die größte Herausforderung erwartete die Finalisten beim Hauptgang. Sie erhielten einen vorgegebenen Warenkorb mit der Pflichtkomponente Reh und anderen Produkten, von denen sie frei wählen durften. Die Schwierigkeit: Der Warenkorb wurde den Kandidaten erst am Abend vor dem Wettbewerb offenbart. Zusätzlich war die Verwendung des Rational Multibakers zur Zubereitung von mindestens einem Gang verpflichtend.
Miguel Marques überzeugt Fachjury
Am Jurytisch waren internationale Größen der Spitzengastronomie wie Juan Amador (Amador***, Wien), Oriol Castro (disfrutar**, Barcelona), Sebastian Frank (Horváth**, Berlin), Martin Klein (Ikarus**, Hangar-7, Salzburg), Torsten Michel (Schwarzwaldstube***, Baiersbronn), Dieter Müller, Marco Müller (Rutz***, Berlin), Cornelia Poletto, Martina Puigvert Puigdevall (Les Cols**, Olot, Spanien), Erik Kragh Vilgaard (Jordnær**, Kopenhagen, Dänemark) und Sven Wassmer (Memories***, Bad Ragaz, Schweiz) vertreten. Tim Mälzer begleitete als Ehrenjurymitglied den Wettbewerb – sein Urteil floss allerdings nicht in die Gesamtwertung ein.
Den Sieg konnte sich Miguel Marques aus dem Alois By Dallmayr in München mit seinem Assistenten Peter Leibetseder sichern. Sein Menü, das die Jury überzeugte: Vorspeise: Königskrabbe | Kürbis | Sanddorn; Hauptspeise: Black Box; Dessert: Kaffee von Moak | Zwetschgen | Kardamom. Neben dem Titel erhält er ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. "Ich bin unfassbar glücklich über diesen Sieg! Es war eine so große Ehre mit diesen Kollegen im Wettbewerb zu stehen und für so eine Jury zu kochen“, sagt Miguel Marques.
Auf Platz zwei folgte Marcel Förster, Küchenchef des Agata’s. Der dritten Platz ging an Marcel von Winckelmann, Küchenchef des Landgasthofs zum Müller sichern.
Jeder der Finalisten wurde von einem Assistenten unterstützt, die wiederum in einer eigenen Challenge antraten. Diese entschied Florian Kornexl für sich und sicherte sich damit den Titel "Newcomer des Jahres 2023" und einen Platz im Vorfinale für den "Koch des Jahres 2024".