CoronakriseDiskussion über Maskenpflicht – Politik uneins

Der Mund-Nasen-Schutz wird voraussichtlich weiterhin eine große Rolle im öffentlichen Leben spielen. (Bild: Pixabay/Innviertlerin)

Die Politik diskutiert aktuell die Abschaffung der Maskenpflicht in Geschäften. Dabei zeichnet sich ab: Der Großteil spricht sich gegen die Lockerungen aus. Auch im Gastgewerbe gilt die Pflicht weiterhin in vielen Bundesländern.

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Angesichts der Pläne von Mecklenburg-Vorpommern zur Abschaffung der Maskenpflicht in Geschäften hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Vorsicht gemahnt. Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert sei, bleibe deshalb die Maskenpflicht bestehen. Unterstützung erhält er von SPD-Chef Norbert Walter-Borjans, der sich ebenfalls für die Beibehaltung der Maskenpflicht aussprach, wie unter anderem tagesschau.de berichtet.

Hintergrund ist eine Debatte in mehreren Bundesländern. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hatte angekündigt, die Maskenpflicht im Einzelhandel abschaffen zu wollen. Wenn das Infektionsgeschehen in seinem Bundesland so gering bleibe wie derzeit, sehe er keinen Grund für diese Auflage, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der “Welt am Sonntag”. Auch andere Bundesländer prüfen laut “Wams” die Abschaffung der Maskenpflicht in Geschäften. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) plädierte zudem dafür, die Pflicht in eine Empfehlung umzuwandeln. Im ARD-Morgenmagazin verwies er auf die niedrigen Infektionszahlen in seinem Bundesland.

Während Deutschland über die Abschaffung der Pflicht diskutiert, führt die Schweiz derweil nach stark gestiegenen Infektionszahlen erstmals eine landesweite Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr ein.

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