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StartBusiness & ManagementCorona-Beschlüsse::Erste Reaktionen aus der Branche

Corona-BeschlüsseErste Reaktionen aus der Branche

Laute Rufe nach mehr staatlichen Hilfen und die Angst vor weiteren Mitarbeiterverlusten in der Gastronomie – die Verschärfung der Corona-Bestimmungen durch Bund und Länder hat für Aufregung gesorgt. 

Angesichts der am Donnerstag beschlossenen bundesweiten Einschränkungen und 2G-Regeln für Gastronomie, Clubs und Diskotheken hat sich der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) für eine Fortführung des erhöhten Kurzarbeitergeldes ausgesprochen. „Wenn zum 1. Januar viele Beschäftigte kein aufgestocktes Kurzarbeitergeld mehr erhalten, sondern nur noch 60 Prozent, droht der Verlust von weiteren 100.000 Beschäftigten“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Deutschen Presse-Agentur. Auch die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge für die Unternehmen müsse fortgesetzt werden.

Mitarbeiterverlust droht

Der Bund hatte Ende November den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld für die Unternehmen bis Ende März 2022 verlängert. Laut Hartges bezieht sich die Verlängerung allerdings nicht auf das erhöhte Kurzarbeitergeld von 70 Prozent (77 Prozent für Beschäftigte mit Kindern) ab dem vierten Monat. Diese Regelung sei nach wie vor bis Ende Dezember befristet.

„Die Lage in unserer Branche ist wirklich von Tag zu Tag dramatischer“, sagte Hartges. Für die nun besonders von neuen Einschränkungen betroffenen Clubs und Diskotheken brauche es neuerliche Hilfen. „Es muss jetzt sichergestellt werden, dass alle von Schließungen und massiven Beschränkungen betroffenen Betriebe ausreichende Hilfen zum Überleben erhalten. Die Branche darf jetzt nicht im Stich gelassen werden.“

Bundesweite 2G-Regel

Bund und Länder hatten sich angesichts Zehntausender täglicher Neuinfektionen am Donnerstag auf neue Corona-Regeln verständigt. So gilt für die Gastronomie nun bundesweit die sogenannte 2G-Regel, wonach Gäste geimpft oder genesen sein müssen. Clubs und Diskotheken müssen zudem ab einem Inzidenzwert von 350 schließen. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich innerhalb von sieben Tagen nachweislich mit dem Virus infiziert haben.

Weitere Branchen stark betroffen

Auch der Handelsverband Deutschland befürchtet durch die geplante bundesweite Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen des Einzelhandels Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent in den betroffenen Geschäften. Ausgenommen von der Verschärfung sind Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte in Berlin, Bund und Länder versuchten, „auf dem Rücken des Handels die Versäumnisse in der staatlichen Impfkampagne zu kaschieren“. Dabei sei die Ansteckungsgefahr in den Läden dank der funktionierenden Hygienekonzepte und der Maskenpflicht gering. Ausgerechnet in der umsatzstärksten Zeit würden viele Händler aus rein symbolischen Gründen massiv eingeschränkt. Er verlangte deshalb: „Die Bundesregierung muss die drohenden Verluste bei vielen stationären Händlern jetzt konsequent auffangen. Die bisherigen Fixkostenzuschüsse reichen dafür bei weitem nicht aus.“ dpa


Überblick: Die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern
Um die dramatische Pandemielage in den Griff zu bekommen, legen Bund und Länder deutlich nach.
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