Opening • Mit Fotostrecke • Conrad debütiert in Deutschland

Das Conrad Hamburg im historischen Levantehaus hat sein Opening mit einer festlichen Gala zelebriert.
Das Conrad Hamburg im historischen Levantehaus hat sein Opening mit einer festlichen Gala zelebriert. © Conrad Hamburg

Das Conrad Hamburg vereinigt Hamburger Bautradition mit zeitloser Eleganz. MHP will mit dem Haus in die Führungsgruppe der Luxushotellerie in der Hansestadt vorstoßen.

"Es ist eine Evolution, keine Revolution." Mit diesen Worten beschreibt General Manager Gordon A. Debus den Leitgedanken der Entwicklung des neuen Hotels Conrad Hamburg. Unter Federführung des Londoner Designbüro 1508 London ist in den Räumen des ehemaligen Park Hyatt Hotels das erste Conrad Hotel mit 283 Zimmern und Suiten in Deutschland entstanden. "Dream Different" lautet das Motto der Londoner Innenarchitekten, die bei ihrer Neugestaltung den Prinzipien Romantik, Erbe und Handwerkskunst gefolgt sind. Grundlagen ihres Designs waren nach Angaben von Marina Breves, Regional Director von 1508 London einerseits Studien der Marke Conrad von Hilton aber auch der Geschichte des Hauses, seines Erbauers und der Hansestadt Hamburg.

Vom Park Hyatt zum Conrad

Anstoß für das Hotelprojekt war nach Angaben von Jörg Frehse, CEO von Munich Hotel Partners Hotel AG (MHP) ein Mieterwettbewerb um die Hotelimmobilie zwischen Mönckebergstraße und Bugenhagenstraße in der Hamburger City. Die Räumlichkeiten in der zweiten bis neunten Etage dessogenannten Levantehauses waren nach dem Auszug des Park Hyatt Hotels Ende 2022 frei geworden, das 24 Jahre an dem Standort bestanden hatte.

Das Kontorhaus in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes war in den Jahren 1911 bis 1912 von dem Architekten und Bauunternehmer Franz Albert Bach gebaut worden. Seinen Namen erhielt es durch den ersten großen Mieter der Deutschen Levante Schiffahrts Linie. Im Zweiten Weltkrieg schwer durch Bomben beschädigt wurde es nach dem Krieg durch die Familie Bach originalgetreu wieder aufgebaut, die bis heute Eigentümer der Immobilie ist. Nach einer Nutzung des Bürogebäudes unter anderem als Hauptverwaltung der Deutschen Philips wurde es zwischen 1995 bis 1997 in eine Einkaufspassage mit einem Luxushotel umgebaut. "Die Familie Bach wünschte sich neue Hotelmarke für ihr Haus", fügte Frehse hinzu.

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    Opening-Gala: (von links) Nachrichtensprecher Andre Schünke und Künsterlin Natalia Yegorova mit Jörg Frehse.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: (von links) Nachrichtensprecher Andre Schünke und Künsterlin Natalia Yegorova mit MHP-CEO Jörg Frehse.
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    Opening-Gala: "Die Eröffnung des Conrad Hamburg ist ein besonderer Moment für uns. Wir sind stolz, dieses anspruchsvolle Projekt fristgerecht umgesetzt zu haben", sagte Jörg Frehse, CEO der MHP Hotel AG, zur Begrüßung.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: "Die Eröffnung des Conrad Hamburg ist ein besonderer Moment für uns. Wir sind stolz, dieses anspruchsvolle Projekt fristgerecht umgesetzt zu haben", sagte Jörg Frehse, CEO der MHP Hotel AG, zur Begrüßung.
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    Opening-Gala: Rund 500 geladene Gäste kamen ins historische Levantehaus, um die Eröffnung des Conrad Hotels zu feiern.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: Rund 500 geladene Gäste kamen ins historische Levantehaus, um die Eröffnung des Conrad Hotels zu feiern.
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    Opening-Gala: Michael Wagner, COO MHP Hotel AG, Patissier Roshlee Cardoso und Dietmar Hamm, Geschäftsführer Kontorhausverwaltung Bach, mit einer außergewöhnlichen Patisserie-Kreation: einer Torte in Form des Levantehauses.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: Michael Wagner, COO MHP Hotel AG, Patissier Roshlee Cardoso und Dietmar Hamm, Geschäftsführer Kontorhausverwaltung Bach, mit einer außergewöhnlichen Patisserie-Kreation: einer Torte in Form des Levantehauses.
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    Opening-Gala: Das Levantehaus als Torte.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: Das Levantehaus als Torte.
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    Opening-Gala: Die Band Frida Gold sorgte für den musikalischen Rahmen.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: Die Band Frida Gold sorgte für den musikalischen Rahmen.
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    Opening-Gala: (von links) Jörg Frehse mit Hamburgs Justizsenator a.D. und Moderator Christian Stübinger.
    ©
    Opening-Gala: (von links) Jörg Frehse mit Hamburgs Justizsenator a.D. und Moderator Christian Stübinger.
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    Opening-Gala: (von links) Jörg Frehse, CEO MHP Hotel AG, mit Make-up Artist Boris Entrup.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: (von links) Jörg Frehse, CEO MHP Hotel AG, mit Make-up Artist Boris Entrup.
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    Opening-Gala: (von links) Pamela und Thomas Collien, St. Pauli Theater, mit Jörg Frehse.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: (von links) Pamela und Thomas Collien, St. Pauli Theater, mit Jörg Frehse.
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    Opening-Gala: (von links) Jörg Frehse mit Thomas Martin und Moderator Christian Stübinger.
    ©
    Opening-Gala: (von links) Jörg Frehse mit Thomas Martin und Moderator Christian Stübinger.
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    Opening-Gala: (von links) Grit Weiss, General Manager Gordon Debus und Marion Fedder.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: (von links) Grit Weiss, General Manager Gordon Debus und Marion Fedder.
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    Opening-Gala: (von links) Koch Brian Bojsen, Moderatorin Nova Meierhenrich und Moderator Christian Stübinger.
    © Ulrich Perrey
    Opening-Gala: (von links) Koch Brian Bojsen, Moderatorin Nova Meierhenrich und Moderator Christian Stübinger.
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    Die meisten öffentlichen Räume - wie die Lobby - befinden sich in der zweiten Etage des Gebäudes.
    © Conrad Hamburg
    Die meisten öffentlichen Räume - wie die Lobby - befinden sich in der zweiten Etage des Gebäudes.
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    Ein Sofa in der Lobby soll zu einem entspannten Check-in beitragen.
    © Conrad Hamburg
    Ein Sofa in der Lobby soll zu einem entspannten Check-in beitragen.
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    In dem südamerikanischen Restaurant Greta Oto finden bis zu 110 Gäste Platz.
    © Conrad Hamburg
    In dem südamerikanischen Restaurant Greta Oto finden bis zu 110 Gäste Platz.
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    Teppiche mit geometrischen Mustern in den Standardzimmern sollen an die Backsteine des Hauses erinnern.
    © Conrad Hamburg
    Teppiche mit geometrischen Mustern in den Standardzimmern sollen an die Backsteine des Hauses erinnern.
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    Jedes Zimmer verfügt über eine Badewanne und eine Erlebnisdusche, die Waschbecken sind aus dunkelgrünem Granit und mit goldfarbenen Wasserhähnen ausgestattet.
    © Conrad Hamburg
    Jedes Zimmer verfügt über eine Badewanne und eine Erlebnisdusche, die Waschbecken sind aus dunkelgrünem Granit und mit goldfarbenen Wasserhähnen ausgestattet.
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    Die Greta-Oto-Bar befindet sich als Blickfang am Ende der zweiten Etage.
    © Hotel Conrad Hamburg
    Die Greta-Oto-Bar befindet sich als Blickfang am Ende der zweiten Etage.
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    Das Conrad Hamburg im historischen Levantehaus hat sein Opening mit einer festlichen Gala zelebriert.
    © Conrad Hamburg
    Das Conrad Hamburg im historischen Levantehaus hat sein Opening mit einer festlichen Gala zelebriert.

Mit der Idee, ein Conrad Hotel im Levantehaus zu eröffnen, gewann das 2012 gegründete Hotel-Investment und Management Unternehmen den Mieterwettbewerb in Hamburg. Bisher betreibt MHP in Franchise 12 Luxushotels der Marken Le Méridien, Sheraton, Marriott sowie ihre Eigenmarke Moons in Deutschland und Österreich.

Die Marke Conrad wurde 1982 von Barron Hilton als Hommage an seinen Vater Conrad gegründet, der ein großer Kunstliebhaber gewesen sein soll. Zurzeit gibt es insgesamt 48 Conrad Hotels in mehr als 20 Ländern auf fünf Kontinenten. In Europa wurden die ersten Conrad Hotels in London, Dublin, Istanbul, in der Algarve und auf Sardinien eröffnet. Die Marke Conrad richtet sich an anspruchsvolle Luxus-Reisende, die tiefer in die Kultur des Gastlandes eintauchen wollen. Kunst spielt deshalb bei der Ausstattung der Häuser eine große Rolle.

Räume mit künstlerischer Note

Die Zimmer und öffentlichen Räume des Hotels Conrad Hamburg zieren mehr als 245 Kunstwerke von überwiegend deutschen Künstlern. Die Kunstsammlung des Hotels ergänzt damit die bereits vorhandenen Kunstwerke des im Jugendstil eingerichteten Levantehauses. Die Kuratorin Minda Dowling aus London hofft, damit kunstaffine Gäste in das Hotel zu locken. Ergänzt wird die Ausstattung des Hauses durch das Programm "1-3-5", das jedem Gast die Möglichkeit bieten soll, in dem Zeitraum von einer bis zu fünf Stunden Kultureinrichtungen der Hansestadt zu besichtigen.

Die Räumlichkeiten wurden nach dem Auszug des Park Hyatt Hotels leer übergeben. Das Inventar wurde versteigert. Einige Elemente wie die Holzböden aus Rosenholz wurden behalten und renoviert. Auch andere Raumelemente, wie die immer noch modernen halboffenen Bäder wurden beibehalten.

Jedes Zimmer verfügt über eine Badewanne und eine Erlebnisdusche, die Waschbecken sind aus dunkelgrünem Granit und mit goldfarbenen Wasserhähnen ausgestattet. In den Standardzimmern liegen Teppiche mit geometrischen Mustern, die an die Backsteine des Hauses erinnern sollen. In der Farbgebung dominieren vor allem Braun-, Grün- und Dunkelrottöne.

Insgesamt verfügt das Hotel Conrad Hamburg über 283 Zimmer, darunter 28 Studios mit voll ausgestatteter Küchenzeile und 29 Suiten. Insgesamt gibt es in dem Luxushotel 14 verschiedene Zimmerkategorien – angefangen mit dem kleinsten 34 Quadratmeter Standardzimmer bis zur 232 Quadratmeter großen Präsidentensuite. Die tagesaktuellen Zimmerpreise beginnen bei 400 Euro die Nacht und reichen bis zu 3.000 Euro für die größte Suite. Als durchschnittliche Zimmerauslastung werden 70 Prozent im ersten Jahr angestrebt. Zur Eröffnungsphase arbeiten etwa 100 Angestellte im Hotel, deren Zahl auf mehr als 200 aufgestockt werden soll.

Steckbrief Conrad Hamburg

  • Umbauzeit: rund 3 Jahre
  • Eigentümer:  GbR Levantehaus
  • Betreiber: Munich Hotel Partners Hotel AG (MHP)
  • General Manager: Gordon A. Debus
  • Klassifizierung: bisher keine
  • Zimmer & Suiten: 283
  • Zimmerpreise: ab 400 Euro
  • Zimmergrößen: 34 - 232 Quadratmeter
  • Kooperation: Conrad Hotels & Resorts, Hilton
  • Entwurfsarchitekt: Franz Albert Bach
  • Interior Design: 1508 London

Kulinarische Akzente mit südamerikanischem Flair

Bei der Gastronomie greift MHP auf das bewährte „Greta Oto“-Konzept zurück. Das nach einem tropischem Falter benannte Restaurant mit südamerikanischer Küche existiert bereits in Häusern von MHP in München und Frankfurt am Main. In Hamburg sollen vor allem Küchenchef Tilo Sachadä und Chef-Patissier Roshlee Cardoso für neue Akzente sorgen. Im Restaurant finden bis zu 110 Gäste Platz; hinzu kommen im Sommerhalbjahr 43 Sitzplätze in einem Innenhof. Zusätzlich gibt es einen Private-Dining-Room für bis zu 12 Gäste. Ergänzt wird das gastronomische Angebot durch die Greta-Oto-Bar, die täglich bereits um 11 Uhr öffnen soll.

Die öffentlichen Räume mit Rezeption, Bar und Restaurant befinden sich überwiegend im zweiten Stock des Gebäudes. Für Tagungen und Events verfügt das Luxushotel über insgesamt neun zum Teil kombinierbare Veranstaltungsräume für bis zu 220 Personen. Zur Entspannung der Gäste steht ein 1000 Quadratmeter großer Wellnessbereich mit einem 20-Meter-Innenpool, Sauna, Dampfbad, Whirlpool sowie ein Fitnessstudio zur Verfügung, die extern betrieben werden.

MHP, das in Hamburg bereits das Hotel Le Méridien betreibt, will mit dem Conrad Hotel in die Spitzengruppe der Luxushotels in der Hansestadt vorstoßen. Auch Hilton will mit seiner Luxusmarke weiter expandieren. Weltweit befinden sind nach Angaben des Hotelkonzerns zurzeit 35 Conrad Hotels & Resorts in der Pipeline, davon sechs in Europa. Bereits 2026 sollen neue Conrad Hotels in Athen, Kuala Lumpur, Nagoya und in Riadh eröffnet werden. In Deutschland ist nach Angaben von Thorsten Fraasch, Managing Director Development DACH zurzeit kein weiteres Conrad Hotel geplant.