In Europas größtem künstlich geschaffenen Seenverbund nahe der Grenze zu Sachsen prüft Center Parcs eine Großinvestition. Brandenburg rechnet mit neuen Arbeitsplätzen.
Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. „Wir sehen großes Potenzial in der Region und möchten nun gemeinsam mit den relevanten Akteuren untersuchen, ob und wie sich hier ein Ferienpark entwickeln lässt“, sagt Frank Daemen, Managing Director Center Parcs Germany.
Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen, teilte Center Parcs mit. Auch ein Erlebnisbad sei vorgesehen. Eine Investitionssumme von rund 300 Millionen Euro sei geplant.
Das ganzjährige Angebot soll um Restaurants, Freizeit- und Sporteinrichtungen ergänzt werden und für Familien ausgerichtet sein. Das Seenland bietet aus Sicht von Center Parcs mit der Kombination aus Wasser, Natur und Freizeitangeboten großes touristisches Potenzial.
Brandenburgs Wirtschaftsministerin: „Große Strahlkraft“
Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) sprach von „tollen Nachrichten für Brandenburg“– für Tourismus und Wirtschaft in der Lausitz und darüber hinaus. „Der geplante Center Parc Ferienpark ist eines der größten touristischen Entwicklungsvorhaben im Land Brandenburg, das für die gesamte Region eine große Strahlkraft entfalten kann“, sagte sie.
„Der neue Ferienpark hat mit der vorgesehenen Bettenkapazität das Potenzial, die Übernachtungen im Lausitzer Seenland insgesamt zu verdoppeln – und das sogar das ganze Jahr über.“ Die Ministerin geht davon aus, dass der Park wirtschaftlich einen spürbaren Einfluss auf die Region und das ganze Land haben wird.
Lausitzer Seenverbund eröffnet
Erst im Juni war in der Lausitz in Brandenburg und Sachsen Europas größter künstlich geschaffener Seenverbund eröffnet worden. Die Seen, die aus gefluteten früheren Tagebaulöchern entstanden, sollen den Tourismus ankurbeln. Der Familienpark Senftenberger See bietet bereits zahlreiche Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie Camping-Stellflächen.
Diese Schritte stehen jetzt an
Mit Beginn der ersten Projektphase werden laut Center Parks nun die planungsrechtlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine mögliche Realisierung des Vorhabens untersucht. Dazu zählen Machbarkeitsstudien, Umweltprüfungen, Raumplanungsverfahren sowie die Abstimmung mit Behörden und weiteren relevanten Akteuren. Die Untersuchungen werden voraussichtlich rund 18 Monate in Anspruch nehmen.
Ein zentraler Bestandteil der weiteren Prüfung sei die Raumverträglichkeitsprüfung, die eine wichtige Grundlage für die nachfolgenden Planungs- und Genehmigungsschritte bilde. Erst auf Basis der Ergebnisse der laufenden Untersuchungen können weitere Entscheidungen über die zukünftige Entwicklung des Projekts getroffen werden, so das Unternehmen. dpa/sar
Über Center Parcs Europe
Center Parcs Europe ist eine Tochtergesellschaft der an der Pariser Börse notierten Groupe Pierre & Vacances Center Parcs. Zu Center Parcs Europe gehören die Marken Center Parcs und Sunparks.
Das Konzept von Center Parcs wurde 1967 in den Niederlanden entwickelt. Das Unternehmen betreibt derzeit 30 Ferienparks: sieben in Frankreich, sieben in Belgien, davon zwei unter der Marke Sunparks, neun in den Niederlanden, einen in Dänemark und sechs in Deutschland. Das Angebot konzentriert sich auf gemeinsame Erlebnisse in naturnahen Umgebungen. Die Ferienparks bieten verschiedene Unterkünfte sowie Freizeit-, Sport- und Erholungsangebote.