Die Hotelgruppe hat vergangenes Jahr ihr Portfolio auf 222 Häuser ausgebaut und meldet einen Netto-Gesamtumsatz von knapp 922 Millionen Euro. Der Ausblick auf 2026 ist positiv.
BWH Hotels Central Europe hat die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorgelegt. Der Netto-Gesamtumsatz lag laut Unternehmensangaben bei 921,8 Millionen Euro – nahezu identisch mit dem Vorjahreswert von 921,5 Millionen Euro. Da die Gruppe das Jahr mit weniger Hotels gestartet hatte als im Vorjahr, ergibt sich bereinigt ein leichtes Plus. Insbesondere der Logisbereich legte laut BWH Hotels um rund zwei Prozent zu. Auch die weiteren Leistungskennzahlen entwickelten sich positiv: Die Belegungsquote stieg von 58,1 auf 58,9 Prozent, die durchschnittliche Tagesrate (ADR) von 111,11 auf 112,04 Euro und der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPar) von 64,55 auf 65,99 Euro.
Portfolio wächst auf Vor-Pandemie-Niveau
Im Laufe des vergangenen Jahres wuchs das Portfolio von 206 Hotels mit 22.662 Zimmern im Januar auf 222 Hotels mit 23.305 Zimmern im Dezember. Damit habe das Wachstum wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht, so das Unternehmen. Die Nachfrage erstrecke sich über verschiedene Hoteltypen, Marken und Destinationen. Als strategischen Wachstumstreiber nennt die Hotelgruppe die Partnerschaft mit Ipartment im Longstay-Segment, die derzeit acht Häuser umfasst. Weitere Standorte befänden sich in der Pipeline. Für 2026 plant die Gruppe die Anbindung von insgesamt 17 neuen Hotels – zwei davon seien bereits in Bochum und Wilhelmshaven vertraglich gesichert.
Steigende Vertriebsbedeutung und neues Beratungskonzept
Einen wachsenden Stellenwert nimmt laut BWH Hotels die Brand Contribution ein – also der Anteil des Logisumsatzes, den die Gruppe für ihre Mitgliedshotels generiert. Dieser stieg dem Unternehmen zufolge von 60 Prozent im Jahr 2024 auf 62 Prozent im Jahr 2025. „BWH Hotels managet heute zwei Drittel des Logisumsatzes seiner angeschlossenen Hotels – Tendenz eindeutig steigend“, betont Geschäftsführerin von BWH Hotels Central Europe, Carmen Dücker.
Hoteliers suchten angesichts der zunehmenden Komplexität bei Vermarktung und Distribution sowie steigender Vertriebskosten verstärkt die Unterstützung der Gruppe. Vor diesem Hintergrund habe das Unternehmen ein neues sogenanntes Pro-Konzept entwickelt, das die Gruppe als operativen Begleiter und strategischen Partner der Hotels im Markt positionieren soll, erläutert Geschäftsführer von BWH Hotels Central Europe und Vorstand der Dehag Hospitality Group, Marcus Smola.
Verhaltener Optimismus trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Auf 2026 blickt BWH Hotels positiv. „Wie im vergangenen Jahr sehen wir auch in diesem Jahr einer stabilen Geschäftsentwicklung entgegen, die sich trotz weiterhin deutlich zu hoher Kosten und einer schwierigen weltpolitischen Lage behaupten kann“, sagt Carmen Dücker. Dies bestätige bereits ein Plus von 1,6 Prozent beim Logisumsatz, gerechnet auf alle BWH Hotels, im Januar 2026.
Smola ordnet die eigene Position im Kontext aktueller Branchenentwicklungen ein: „Jüngste Marktverwerfungen und Insolvenzen zeigen die aktuelle Verwundbarkeit der Branche. Im Gegensatz dazu stehen wir mit unserer starken Marke für Stabilität und Resilienz.“ red/sar