F&B Konzept Bristol Berlin eröffnet das "Flaneur"

Petrol-, Kupfer- und Erdtöne, Samt und Art-déco-Elemente prägen den Gastraum des Flaneur im Bristol Berlin. Im Innenbereich finden 120 Gäste Platz.
Petrol-, Kupfer- und Erdtöne, Samt und Art-déco-Elemente prägen den Gastraum des Flaneur im Bristol Berlin. Im Innenbereich finden 120 Gäste Platz. © Steffen Sinzinger

Nach dem Wechsel in die Vignette Collection im Sommer erhält das Hotel am Kurfürstendamm eine neue Brasserie. Sie knüpft an eine Gastronomietradition an, die bis 1918 zurückreicht.

Ohne Eile durch die Stadt streifen: Diese Haltung eines Flaneurs gibt dem neuen Restaurant im Bristol Berlin seinen Namen. Am 9. Oktober 2026 hat das Hotel die Brasserie eröffnet. Für das Luxushotel ist das „Flaneur“ ein weiterer Schritt der Neupositionierung.

Seit Juli 2026 firmiert es als erstes deutsches Mitglied der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. „Mit dem Flaneur wird ein weiterer wichtiger Teil unserer Vision für das Bristol Berlin Wirklichkeit“, sagt General Managerin Mareke Watson. Ziel sei es, die Geschichte des Hauses nicht nur zu bewahren, sondern sie „mit neuem Leben füllen und für unsere Gäste ebenso wie für die Berlinerinnen und Berliner erlebbar machen“.

Neues Kapitel für einen Ort mit Geschichte

Küchenchef Catalin Ghinea.
Küchenchef Catalin Ghinea. - © Steffen Sinzinger

Die kulinarische Geschichte des Standorts beginnt 1918. Damals eröffnete Richard Unger, Schwiegersohn von Berthold Kempinski, an der Ecke Kurfürstendamm und Fasanenstraße ein Restaurant, das sich zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt entwickelte. Mit der Eröffnung des Hotels 1952 setzte sich diese Tradition fort. Neben dem Haupteingang entstand der „Kempinski Grill“, später „Bristol Grill“, der in den 1970er-Jahren einen Michelin-Stern erhielt. Zuletzt prägte das „Reinhard’s“ von 2006 bis 2023 den Standort.

Auch die Gestaltung des Restaurants nimmt Bezug auf dieBerliner City West. Petrol-, Kupfer- und Erdtöne treffen auf Art-déco-Elemente, Samt und reflektierende Oberflächen. Im Innenraum stehen 120 Plätze zur Verfügung, auf der Terrasse am Kurfürstendamm weitere 86.

Dreierlei Fasan als Signature Dish

Die Küche leitet Catalin Ghinea, der unter anderem im Londoner „Bibendum“ und im New Yorker „Eleven Madison Park“ gearbeitet hat. Er kombiniert klassische Gerichte mit internationaler Handschrift und verarbeitet saisonale Zutaten sowie regionale Produkte. Auf der Karte stehen etwa Salade Niçoise und Steak au Poivre. Als Signature Dish serviert Ghinea Dreierlei Fasan, eine Anspielung auf die Fasanenstraße. Viele Gerichte gibt es auch als halbe Portion zum Teilen und Probieren. Eine hauseigene Pâtisserie mit klassischen Kuchen ergänzt das Angebot.

Revitalisierung bis Jahresende

Das Restaurant ist Teil einer umfassenden Modernisierung, die Eigentümer Aroundtown umsetzt. Im Zuge der Neuausrichtung wurden die 303 Zimmer und Suiten sowie die öffentlichen Bereiche neu gestaltet. Prägende architektonische Elemente des Hauses hat das Team restauriert. Die letzten Arbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. red/sar

Über das Bristol Berlin, Vignette Collection

Das Bristol Berlin am Kurfürstendamm besteht seit 1952 und gehört als Luxury- und Lifestyle-Hotel zur Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Das Haus verfügt über 303 Zimmer und Suiten, ein Restaurant, einen Indoor-Pool, ein Fitnessstudio sowie Veranstaltungsflächen.