Anzeige
Anzeige
Anzeige
StartBusiness & ManagementBlogpost: Markus Luthe zur Deutschen Hotelklassifizierung

BlogpostMarkus Luthe zur Deutschen Hotelklassifizierung

Die Deutsche Hotelklassifizierung feierte in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass veröffentliche Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbands Deutschland, bereits zwei Blogposts. In einem dritten Teil greift er nun das Verhältnis von Hotelsternen und Gästebewertungen auf.

Die Hotelklassifizierung hat nach objektiven Kriterien mit dem Aufkommen der Bewertungsportale Konkurrenz bekommen, stellt Markus Luthe in seinem neusten Blogpost fest. Das sei gut, denn die subjektiven Gästebewertungen könnten mit Kategorien wie Freundlichkeit oder Hilfsbereitschaft Aspekte der Hotelleistung abbilden, die von der offiziellen Klassifizierung systembedingt unterbelichtet blieben.

Luthe stellt jedoch die Frage in den Raum, ob Gästebewertungen die Hotelklassifizierung wirklich obsolet gemacht haben. Der IHA habe das genauer wissen wollen und deshalb deutsche Hotelgäste repräsentativ befragen lassen, woran sie sich als Privatreisende bei der Hotelauswahl orientieren.

Umfrage unter Hotelgästen

Demnach würden persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten an der Spitze rangieren; zwei von drei Befragten vertrauen ihnen. Dahinter kommen Online-Bewertungen. Jeder Zweite würde dem Votum anderer Gäste vertrauen. Knapp dahinter liegen laut Luthe die offiziellen Hotelsterne.

„Der Gast hat längst gelernt, sich das Beste aus beiden Welten zunutze zu machen. Subjektive Bewertungen und objektive Klassifizierung stehen nicht in einer Konkurrenzbeziehung zueinander, sondern sind für den Gast komplementäre Informationsquellen“, schreibt Luthe. Eine Orientierung ausschließlich anhand der Gästebewertungen würde auch schnell an ihre Grenzen stoßen.

Beide Informationsquellen wichtig

Da Gäste beide Informationsquellen für eine Buchungsentscheidung zu Rate ziehen, würden sie sie seitens der Hotelklassifizierung auch nicht zu einer „Einheitsbewertung“, beispielsweise durch rechnerische Einbeziehung der Bewertung in die Puntewertermittlung, verwässern, so Luthe.

Er schreibt weiter: „Wir machen uns bei der Hotelklassifizierung aber gänzlich unverkrampft Online-Bewertungen durchaus auch zunutze. Bereits seit 2009 erhalten unsere Auditoren vor dem Vor-Ort-Prüftermin im Hotel immer eine von Trustyou erstellte Stärken-Schwächen-Analyse des zu klassifizierenden Hotels an die Hand, damit sie schon im Vorhinein mindestens so gut wie das Web über das aufzusuchende Hotel informiert sind und etwaige Schwachpunkte gezielt in Augenschein nehmen können.“ Zukünftig soll zudem in regelmäßigen Abständen der Trustyou-Score der klassifizierten Hotels automatisiert zum Vergleichszeitpunkt der Klassifizierung monitoriert werden.

Luthes Fazit: „Hotelsterne und Online-Bewertungen konkurrenzieren sich also keineswegs, sondern ergänzen sich mit ihren jeweiligen systemimmanenten Stärken und Schwächen gegenseitig.“

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link