Best Western Hotel Das Donners Cuxhaven Carsten Weber initiiert Hilfsfonds für Mitarbeiter aus privaten Mitteln

Carsten Weber, Geschäftsführer des Best Western Hotels Das Donners in Cuxhaven unterstützt seine Mitarbeiter während der Corona-Krise mit einem Hilfsfonds, den er aus privaten Mitteln finanziert. (Bild: Best Western Hotel)

Carsten Weber, Geschäftsführer des Best Western Hotels Das Donners in Cuxhaven will seine Mitarbeiter in der Krise unterstützen. Dafür hat er einen Hilfsfonds auf die Beine gestellt, den er aus privaten Mitteln finanziert.

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Der Geschäftsführer des Best Western Hotel Das Donners, Carsten Weber, hat aus eigenen Mitteln einen Hilfsfonds für seine Angestellten ins Leben gerufen. Mit privaten Geldern aus aufgelösten Altersvorsorgen, Steuerrückzahlungen und Erspartem will der Hotelier nach eigenen Angaben in der Corona-Krise seinen Kollegen, die seit April in Kurzarbeit sind, finanziell unter die Arme greifen und zumindest einen Teil der fehlenden Einkünfte ausgleichen.

“Die Corona-Krise trifft Hoteliers und Gastronomen mit aller Härte. Die Auswirkungen sind für die gesamte Branche verheerend, die fatale wirtschaftliche Situation verschärft sich von Tag zu Tag und die Spätfolgen sind noch in keiner Weise abzusehen. Seit Mitte März habe ich mein Team ganz bewusst auf alle möglichen Entwicklungen vorbereitet. Es war mir ein Anliegen, meine Kollegen so zeitig wie möglich zu informieren und offen über alle möglichen Szenarien und den damit verbundenen Konsequenzen zu sprechen”, erklärt Carsten Weber.

Mitarbeiter-Hilfsfonds: Unterstützung in Zeiten der Kurzarbeit

Mit seinem neuen Mitarbeiter-Hilfsfonds wolle er seinem Team Rückhalt und Sicherheit spüren lassen: “Das Ziel ist es, die Mitarbeiter, die wegen der Lohneinstiegsklassen nicht in der Lage sind ihren Lebensunterhalt mit einem reduzierten Netto-Einkommen aufrechtzuerhalten, während der Zeit in Kurzarbeit zu unterstützen und das aufgetretene Delta von 33 bis 40 Prozent des Netto-Lohns zu einem großen Teil aufzufangen.”

Die Größenordnung des Fonds, der sich aus aufgelösten Altersvorsorgen, Steuerrückzahlungen und Erspartem zusammensetzt, wird voraussichtlich zwischen 15.000 und 20.000 Euro liegen. Der Hilfsfond sei erst einmal für eine Dauer von zwei bis drei Monaten geplant und wird, in verschiedenen Tranchen und an die unterschiedlichen Situationen der Mitarbeiter angepasst, als zinsfreies Darlehen ausgegeben.

Klare Mitarbeiterkommunikation in der Krise

In einer kurzfristig einberufenen Mitarbeiterversammlung am 15. März 2020 wurde das Team des Best Western Hotel Das Donners von Carsten Weber über die möglichen Schritte informiert, um das Hotel so lange wie möglich für Geschäftskunden geöffnet zu haben und Arbeitsplätze zu erhalten.

Seitdem wurden die Arbeiten stufenweise heruntergefahren und umverteilt, Überstunden und Resturlaub wurden abgebaut und die Mitarbeiter und Auszubildenden übernahmen abteilungsübergreifende Aufgaben. Dazu gehören Grundreinigung, Instandhaltung, Gartenarbeit und vieles mehr. Die Auszubildenden wurden in verschiedenen Bereichen ihres Ausbildungsberufs eingearbeitet, die regulär noch nicht im Rahmenlehrplan vorgesehen waren.

Blick in die Zukunft: Hilfsmaßnahmen müssen schnell erfolgen

Die wirtschaftliche Situation des Best Western Hotel Das Donners sei laut Carsten Weber solide. Dauere die aktuelle Lage aber länger als bis Ende Mai, werde es auch für das Hotel Das Donners schwer werden: “Wir unterstützen die Forderungen der Branchenverbände, dass nun weitere konkrete staatliche Hilfsmaßnahmen so schnell wie möglich erfolgen müssen. Unbedingt notwendig für die Branche sind jetzt schnelle, effektive Liquiditätshilfen in Form von verlorenen Zuschüssen, wie im ersten Schritt durch Länder und Bund erfolgt.

Allerdings reichen diese Summen bei weitem nicht aus, um Betriebe in dieser Situation sicher durch die Krise zu führen. Die Möglichkeit von Steuerstundungen, einem effektiven Hilfsprogramm in Form von direkten Finanzhilfen, sowie Steuerentlastungen – wie die Anpassung des Mehrwertsteuersatzes für alle Speisen im Gastgewerbe auf sieben Prozent – wären für die Erholung der Branche ein erster wichtiger Schritt, um den vielen kleinen Familienunternehmen wieder eine Basis für den Wiederaufbau zu schaffen”, so Geschäftsführer Carsten Weber.

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